Die Nahtzugabe ohne lästiges Abmessen einzeichnen - schnell und einfach mit der Nähmaschine

Kürzlich habe ich meinen Kleiderschrank ausgemistet. Blusen und T-Shirts, die deutlich in die Jahre gekommen waren oder in die ich mich erst wieder reinhungern müsste, sind gnadenlos raus geflogen. Danach war die Auswahl mehr als übersichtlich und muss jetzt unbedingt wieder aufgestockt werden. Also Schnittmuster ausgesucht und dem Stoffhaus einen ersten Besuch abgestattet.



Leider ist bei den meisten Schnittmustern, die ich mir ausgedruckt habe, die Nahtzugabe nicht enthalten. Das heißt, ich müsste sie rundum abmessen und einzeichnen. Bei geraden Linien ist das schnell gemacht. Aber bei Rundungen ist mir das zu aufwändig und lästig.

Im Internet habe ich den Tipp gefunden, mit zwei miteinander fixierten Stiften die Nahtzugabe einzuzeichnen. Das funktioniert recht gut. Ein Stift zeichnet die vorgegebene Nahtlinie nach, der zweite markiert automatisch die Nahtzugabe. 



Je nach Dicke der Stifte entspricht das aber nicht unbedingt exakt der Nähfüßchenbreite. Ich möchte es gern genau. Dann kann ich den Stoff einfach am Schnittmuster entlang ausschneiden, die Stofflagen nur Kante auf Kante legen und sssrrrrrr - füßchenbreit an der Stoffkante entlang nähen. Fertig.

Aber wie setzt man eine exakt füßchenbreite Markierung ohne lästiges Abmessen? Ich habe eine ganze Weile gegrübelt bis ich mir vor die Stirn geklatscht und gedacht habe, warum denn nicht gleich. So simpel! Einfach den Papierschnitt unter die Nähmaschine legen und mit füßchenbreitem Abstand ohne Garn die Nahtlinie umrunden. Die Nadel perforiert das Papier und markiert so die perfekte Nahtzugabe. 
- Eine Nähnadel, die eigentlich schon ausgemustert werden müsste, leistet hier noch        hervorragende Dienste.
- Unbedingt drauf achten, die "Naht" zur nächstgrößeren Größe zu setzen. Andernfalls würde      man den Schnitt verkleinern. 
- Die Perforation vor dem Zusammenkleben des Schnittmusters nähen. Dann muss man nicht    mit großen Papierbögen hantieren.

Dann nur noch entlang der Perforationslinien ausschneiden, Schnitt auf den Stoff legen, ausschneiden, Stoff Kante auf Kante und sssrrrrrr - fertig.




Damit alle von meiner ausgefuchsten Idee :-))) profitieren können, ab damit zu Creadienstag

Kommentare:

  1. huhu,
    also ich denke mal: genial; solltest du dir patentieren lassen!
    grüßles iris

    AntwortenLöschen
  2. Genial! Das werde ich beiom nächsten Schnitt unbedingt ausprobieren! Danke für diese gute Idee! Angelika

    AntwortenLöschen
  3. Wirklich eine wunderbare Idee, liebe Christel. Die werde ich mir merken - falls ich jemals den Mut habe nach einem Schnittmuster zu arbeiten. Ganz liebe Grüße in den Sonntag, Nicole

    AntwortenLöschen
  4. Na, das ist mal ein wirklich hilfreicher Tipp!
    Vielen Dank Dir!
    Lieber Gruß von
    Helga

    AntwortenLöschen

Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung ( https://mondarah.blogspot.de/p/datenschutz.html)
und in der Datenschutzerklärung von Google ( https://policies.google.com/privacy?hl=de)

Ich nutze die eingegebene E-Mailadresse zum Bezug von Profilbildern bei dem Dienst Gravatar. Weitere Hinweise zum Widerrufsrecht finden sich in der Datenschutzerklärung.