21. Juli 2017

Massenweise aromatische Brombeeren und ein bunter Sommerstrauß für den Lieblingssitzplatz





Mögt ihr auch so gerne Brombeeren? So richtig süße, dicke, schwarze, die nach Sommer und Sonne schmecken? Hättet ihr gerne welche im Garten für Marmelade, Likör, leckere Beerentorte? Ihr wollt euch aber nicht durch dorniges Gestrüpp kämpfen und die Arme zerkratzen, dass man meint, ihr hättet mit einem Tiger gekämpft? Dann empfehle ich euch die Sorte Navaho.
Vor 5 Jahren habe ich diese Brombeere in den Garten gesetzt. Seitdem begeistert sie mich jedes Jahr aufs Neue.

Sie ist dornenlos und wuchert nicht. Die Früchte sind groß und aromatisch. Die Blütenfülle im Frühjahr ist eine wahre Augenweide. Aber auch zur Reifezeit ist sie mit der Mischung aus unreifen, roten und reifen, schwarzen Früchten ungemein dekorativ. 

Der perfekte Zeitpunkt zum Pflücken ist, wenn sich die Beeren ganz leicht ablösen lassen. Dann sind sie zuckersüß. 










Nach der Ernte schneide ich die abgetragenen Ruten etwa handbreit über der Erde zurück. Der Neuaustrieb trägt im Jahr drauf Früchte. 


Die Ruten werden etwa drei Meter lang. Ich kürze sie auf knapp zwei Meter. An den Hauptruten bilden sich Seitenruten, die schätzungsweise bis zu anderthalb Meter lang werden. Es wird empfohlen, auch die Seitentriebe einzukürzen. Ich lasse sie lang, weil ich den überhängenden Wuchs sehr schön finde. Und so habe ich, trotz einer einzigen Pflanze, einen enormen Ertrag. Wenn die Brombeeren reifen, werden die Ruten dann allerdings so schwer, dass ich sie teilweise stützen muss.

Da man die Pflanze sehr kompakt halten kann, könnte ich sie mir sogar für den Balkon gut vorstellen. 


Die Brombeere Navaho steht bei uns im Halbschatten. Neben dem Brombeerbeet haben wir uns einen weiteren Sitzplatz eingerichtet. Da es dort, wie gesagt, etwas schattig ist, lässt es sich auch bei großer Hitze gut aushalten. Deshalb habe ich diesen Platz zu meinem Lieblingsplatz erklärt.

Lieblingsplätze werden selbstverständlich dekoriert. Momentan  ist es ein bunt gemischter Sommerstrauß, an dem ich mich gar nicht satt sehen kann.






Der Strauß geht zu Holunderblütchen, der Rest zu Bunt ist die WeltBlogsommer

15. Juli 2017

Alte Knöpfe upcyceln und auch kleinste Stoffreste noch sinnvoll verwerten






Empfindet ihr das auch so? Wenn auf dem T-Shirt-Etikett 100% Baumwolle steht, klingt das immer so gesund und umweltfreundlich. 
Baumwolle ist zwar ein Naturprodukt. Aber um dieses eine T-Shirt herzustellen, werden 2000 Liter Wasser benötigt. Das sind ungefähr 10 Badewannen voll. Also nicht gerade umweltfreundlich. Für mich ein guter Grund, von den Stoffen so viel wie möglich auch tatsächlich zu vernähen. Ganz davon abgesehen, dass Stoff Geld kostet.


Dass man mit möglichst wenig Verschnitt zuschneidet, versteht sich, denke ich, von selbst. Aber was macht man mit dem Verschnitt? Ich sammle auch kleine Stoffreste. Was ich wegwerfe, sind meistens tatsächlich nur noch Schnipsel.

Verwendung finden diese kleinen Reststücke beispielsweise hier, als Schlaufe für die Kordel an einem Sportbeutel.




Was sich bei mir im Laufe der Zeit noch angesammelt hat, sind Ersatzknöpfe von Hosen und Anzügen, die oft schon gar nicht mehr existieren. Leider meistens in nicht so schönen Farben.

Für ein Nähprojekt habe ich etliche Knöpfe gebraucht. Dass die alle eine einheitliche Größe haben, war mir nicht wichtig. Nur ansprechende Farben sollten sie haben.

Auch hier haben meine Mini-Stoffreste Verwendung gefunden.
Mit solchen Stoffresten kann man, ohne Geld ausgeben zu müssen, Knöpfe aus dem Fundus aufhübschen. 
Ihr habt nähbegeisterte Kinder? Prima. Diese Aufgabe können auch Kinder bewältigen.


Und so geht's:

Stoffkreise ausschneiden. Die Kreise sollten knapp doppelt so groß wie der Durchmesser der Knöpfe sein. Als Schablone für die Umrisse eignen sich, je nach Knopfgröße, Trinkgläser, etwas größere Garnrollen, Tesafilmrollen etc.

Etwa 2 mm vom Rand entfernt mit Heftstich ringsum einen Faden durchziehen. Das Fadenende des Anfangs etwas länger lassen. Es braucht nicht verknotet zu werden. Mit kleinen Stichen nähen, damit sich der Stoff schön um die Rundungen legt. 




Den Knopf mittig auf der linken Stoffseite platzieren. Beide Fadenenden zusammenziehen und verknoten.




Ich habe noch etwas Klebstoff auf die Stoffränder gegeben. So kann nichts ausfransen. Textilkleber bleibt auch nach dem Trocknen elastisch, so dass man beim Knopf annähen mit der Nadel durchkommt.
Die Knöpfe können zwar nicht unsichtbar angenäht werden. Aber mit farblich passendem Garn sieht es trotzdem schön aus.






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11. Juli 2017

Gartendeko mit Kindern basteln - DIY für ein Spinnennetz aus Ästen





Findet ihr Spinnennetze auch so faszinierend? Am schönsten finde ich diese filigranen Kunstwerke, wenn sich darin Tau- oder Regentropfen fangen und das Sonnenlicht darin glitzert. 

Ein deutlich robusteres Exemplar möchte ich euch hier vorstellen. Ein Spinnennetz gefertigt aus Stöcken und Jutekordel. Ein perfektes Schulkinder-Bastelprojekt für die Sommerferien. Sechs Wochen Ferien wollen ja schließlich irgendwie gefüllt werden. Die Bastelei kostet auch nicht viel. Stöcke findet man irgendwo beim Spaziergang. 

Ihr braucht für das Spinnennetz:

- 4 Äste, die etwa gleich lang sind
- Kordel oder Bast um den Rahmen zu fixieren
- etwas dickere Jutekordel für das Spinnennetz
- eine Schere

Zuerst wird aus den Ästen der Rahmen gebaut. Dazu wird die Bindekordel an einem Astende fest verknotet. Dann wird der zweite Ast darüber gelegt. Die sich kreuzenden Äste werden mit der Kordel stramm umwickelt. Zunächst über den Ast, dann unter den Ast, dann wieder drüber, drunter, drüber, drunter.




Anschließend noch ein paar mal über Kreuz wickeln. Dann die Fadenenden sorgfältig miteinander verknoten. Das macht ihr mit allen vier Ecken.



Die Kordel muss beim Wickeln richtig stramm gezogen werden. Ganz wichtig. Sonst wackelt der Rahmen nachher wie ein Kuhschwanz. Hier sollte vielleicht ein Erwachsener helfen.

Dann werden ein Faden senkrecht, einer waagerecht und zwei diagonal gespannt. Das ist das Gerüst, um das die "Spinne" ihr Netz spinnt. 




Die einzelnen Fäden werden am Rahmen fest verknotet. Wenn man das zweite Ende der Kordeln ein Stück aufdröselt, hat man wieder zwei Stücke und kann so problemlos einen Knoten knüpfen.




Sind alle Fäden angeknotet, kann das Spinnennetz gewebt werden. Der Webfaden wird in der Mitte, wo sich alle Fäden kreuzen, angeknotet. Dann wird er spiralförmig um die Spannfäden geknotet.
Dazu die Kordel unter dem jeweiligen Faden durchführen, eine Schlinge bilden, die Kordel über den Faden durch die Schlinge ziehen und den Knoten festziehen. 








Wenn das Netz die Größe hat, die euch gefällt, wird das Ende wie oben beschrieben verknotet. Jetzt nur noch die überstehenden Fäden abschneiden und einen würdigen Platz für euer Kunstwerk finden.







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7. Juli 2017

Hortensienblüten - ein eindrucksvoller Blickfang

Die erste Rosenblüte ist durch. Da ich nur mehrmals blühende Sorten gepflanzt habe, wird das aber nochmal was. 
Auch der Frauenmantel ist verblüht und schweren Herzens abgeschnitten. Mit etwas Glück folgt eine zweite Blüte, die aber längst nicht mehr diese üppigen Blütenwolken hervorbringt, die ich so liebe. 

Als Ausgleich protzen jetzt die Hortensien mit ihren imposanten Blütenbällen.

Blaue Blüten bleiben meistens nur mit Aluminiumdünger blau. Diese hier hat es seit vielen Jahren ohne Aluminium geschafft und war bisher auch mit Hornspäne zufrieden. So allmählich scheint sich der rosa Farbton aber wieder durchzusetzen.






Weiße Blüten lassen selbst dunklere Gartenecken erstrahlen.





Einem abgebrochenen Blütenstängel habe ich eine Schiene verpasst, damit die Blüte überlebt. Klar, das ist Spielerei. Wenn man keine Lust auf Hausarbeit hat, kommt man auf die idiotischsten Ideen. Immerhin war diese Erste-Hilfe-Maßnahme erfolgreich. Die Blüte ist nach wie vor tip top. Und auf den ersten Blick fällt die Mogelei auch nicht auf.
In der Vase hätte ich an der abgeknickten Blüte eh nicht viel Freude gehabt. Diese noch jungen Blüten halten nicht lange. Erst im Spätsommer sind Hortensien schnittreif und bleiben im Strauß lange schön.




Botanisch bedeutet Hortensie Wasserschlürferin. Und das ist sie in der Tat. Damit die Blüten am Strauch lange schön bleiben, brauchen sie unbedingt ausreichend Wasser. Zusätzlich verpasse ich an heißen Tagen der ganzen Pflanze abends eine erfrischende Dusche.








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30. Juni 2017

Soll man Wildvögel das ganze Jahr füttern?


Ob eine Ganzjahresfütterung der Wildvögel sinnvoll und ist oder nicht, da gehen die Meinungen auseinander. Der NABU spricht sich dagegen aus. Seiner Ansicht erreicht man damit nicht die bedrohten Arten. Und wenn durch Flurbereinigung und sterile Gärten Lebensräume fehlen, hilft auch füttern nicht.
Befürworter der Ganzjahresfütterung halten dagegen, dass bei fehlendem Lebensraum zwangsläufig auch Futterpflanzen und sich darin ansiedelnde Insekten fehlen. Durch hohen Einsatz von Pestiziden wird das Futterangebot zusätzlich verringert.

Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich die Fütterung auf das ganze Jahr ausdehnen soll. Den letzten Anstoß dafür hat die Gestaltung einiger Vorgärten in der Nachbarschaft gegeben. Vorhandene Bepflanzung wurde entfernt und die Beete sind jetzt, bis auf wenige einsame, kleine Sträucher, mit Steinen bedeckt. Bleibt zu hoffen, dass die eigentlichen Gärten nicht ähnlich spartanisch und übersichtlich gestaltet sind.
Solche Gärten sind ohne Frage extrem pflegeleicht. Aber Futter finden Vögel da sicher nicht.

In unserem Apfelbaum hängt jetzt ein Futterhäuschen für Körner und eins für Fettfutter mit Beeren und Mehlwürmern. Eine weitere Futterstelle für Vögel, die ihr Futter lieber vom Boden picken, steht im hinteren Teil des Gartens. Damit Tauben nicht dran können, habe ich ein Drahtgestell drüber gestülpt. Sieht nicht schön aus, erfüllt aber seinen Zweck.








Anfangs kam nur hier und da mal ein Vogel zu den Futterstellen. Inzwischen hat sich wohl rumgesprochen, dass es bei uns was gibt. Jetzt geht es hier zu wie im Hühnerhof. 
Es ist aber nicht so, dass sich die Vögel nur noch aus den Futterstellen bedienen. Sie suchen sich ihre Nahrung durchaus auch noch im Rasen und in den Beeten und Sträuchern. Ich bin immer wieder erstaunt, was die aus dem Rasen alles raus picken. Wenn ich hingucke, ich sehe da nix.








Aber manchmal geht mir die Bande auch gehörig auf den Keks. Kennt ihr Barbie Girl von Aqua? Lief vor Jahren mal im Radio rauf und runter. "I'm a barbie girl in a barbie world ......". Nicht? Nix verpasst. Mich hat es genervt und ist Gott sei Dank vorbei.

Von wegen, vorbei! Hier trötet ein Amselmännchen die ersten Takte dieser Melodie. Ich schwöre! Meine Familie kann das bestätigen. Sitzt in der Erle und trällert es ohne Unterlass. Wo hat er das bloß her? Ich werde den ganzen Tag diesen Sch....Ohrwurm nicht mehr los. Manchmal könnte ich dieses kleine musikalische Genie abschießen! 

Und überhaupt - alles wird vollgekackt. Will man sich mal draußen hinsetzen, muss man erst Tische und Stühle abwischen. Tag für Tag. Gerne auch mehrmals am Tag. Wehe, wenn ich einen von denen erwische!

So, und jetzt geh ich mal Futter nachfüllen. Die Kleinen verlassen sich schließlich auf mich. Und ich darf nicht vergessen Rosinen zu kaufen. Die mögen die Amseln doch so gerne. Ungeschwefelte natürlich. Nicht, dass die Piepmätze noch krank werden.

Ach, und kennt ihr schon die Geschichte von den Amselkindern? Könnt ihr, wenn ihr mögt, hier und hier nachlesen.


Vor Einbrechern wird ja immer wieder gewarnt. Hab ich doch dieser Tage einen erwischt!








Eigentlich bin ich vor Mäusen fies. Aber dieser putzige, kleine Dieb darf gerne wieder kommen - wenn ich grad nicht da bin.


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