12. Juli 2019

12 Bilder aus dem banalen Alltag

Dass man für Fimschlinge bei Unverträglickeiten viel selber machen und Zutatenlisten genau studieren muss - okay. Aber dass sich die Stoffe, die man eben nicht verträgt, da verstecken, wo man sie im Leben nicht vermuten würde, ist schon krass. Deshalb habe ich heute Frischkäse selber gemacht. So simpel und es geht so schnell!



Weil sich die Famillisch am Wochenende trifft, habe ich noch einen glutenfreien Schokokuchen gebacken. Ohne auch nur einen einzigen Krümel Mehl.



Selbst ist die Frau. Der alte, üsselige Syphon musste ausgetauscht werden. Nu isset wieder schön.




Eine neue Dichtung für den Wandanschluss musste aber noch her. Auf dem Weg zum Baumarkt bin ich noch schnell zum Gärtner abgebogen. Na ja, direkt auf dem Weg lag es nicht. War ein klitzekleiner Umweg.




Die Farbe der Dahlien gefällt mir vor dem weißen Sichtschutz ausgesprochen gut.




Was wäre ein Sommer ohne Sommerblumen in der Vase! Genau, völlig undiskutabel.



Endlich die Zimmerpflanzen umgetopft. Schiebe ich schon ewig vor mir her. Dabei hab ich kaum welche. Wäre also keine große Sache. Die Aloe Vera habe ich nur für medizinische Zwecke. Ich Tollpatsch verbrenne mich relativ oft. Die verbrannte Stelle mit dem Pflanzensaft einreiben und der Schmerz lässt augenblicklich nach.



Frisch gewaschene Teppiche werden  immer äußerst skeptisch inspiziert. Die sollen verdammt noch mal nach Hase riechen! 





Himmel, was koche ich heute nur wieder. Inspiration hole ich mir mal nicht aus dem Internet, sondern old school aus dem Kochbuch.



Ich hätte ja soo gerne eine Kitchen Aid. So ein megaschickes Teil, was in der Küche richtig was hermacht. Aber dieses alte Schätzchen will einfach nicht kaputt gehen.



Die Mirabellen sind reif. Nächste Woche wird Marmelade gekocht. 



Und wen interessiert das alles? Auf jeden Fall Frau Kännchen

2. Juli 2019

Küchen-Makeover




In der Küche wohnen Seele und Herz des Hauses.  Hier wird nicht nur der Bauch gefüllt, hier wird gelacht, diskutiert, Tränen vergossen, sei es vor Kummer oder vor Freude, und manchmal wird hier sogar getanzt. Schließlich finden in der Küche ja bekanntlich die besten Parties statt.

Unsere Küche im 90er-Jahre-Kunststoff-Bucheoptik-Chic bot für meinen Geschmack nicht mehr den richtigen Rahmen für all dies. Mir war sie schon lange zu trutschig. Hell und moderner, so wollte ich sie gerne haben. Die spontane Reaktion des Mannes: "Was ist an der Küche falsch???" Außer der Optik nix. Wegschmeißen wollte ich sie ja auch nicht. Nur ein bisschen aufpeppen. Im Internet habe ich Farbe gefunden, die ohne vorheriges mühsames Schleifen hält. Irgendwann gab sich der Mann geschlagen und ich durfte Pinsel und Farbrolle schwingen. Aber ich bin sicher, wirklich getraut hat er der Sache nicht und sich in Gedanken schon eine neue Küche kaufen sehen.

Um die Farbe auszusuchen habe ich Farbproben bestellt, Raufasertapete damit bepinselt, an die Schranktüren geklebt, das Ganze ein paar Tage auf mich wirken lassen und dann meine Wunschfarbe gekauft.

Und ab da herrschte Chaos im Hause Mondarah. Von der Küche wurde abgeschraubt, was möglich war. Nur noch eingeschränkt nutzbar blieb sie tagelang kalt. Damit sich keine Fliegen und was sonst noch alles auf die frische Farbe setzen, wurde das Wohnzimmer zur Malerwerkstatt degradiert. Putzen und Staub saugen war nur noch begrenzt möglich und fiel deshalb meist ganz aus. Wird eh überbewertet.

Aber jetzt hat das Chaos endlich ein Ende. Türen und Schubladen sind wieder an Ort und Stelle, der nicht mehr passende Fliesenspiegel ist versteckt, Decke und Wände sind gestrichen. Und der anfangs skeptische Mann ist von der neuen Küche begeistert.












Das und mehr bei Creadienstag und Soulsister meets friends

3. Mai 2019

Es darf heiß hergehen




Das Essen ist fertig. Ich stehe mit der heißen Auflaufform in den Händen parat. Der Tisch ist schon gedeckt. Fast gedeckt. Einer muss noch in die Küche flitzen und einen Untersetzer holen, damit ich die heiße Schüssel absetzen kann. 
Bisher waren das ganz simple Korkuntersetzer vom Möbelschweden. Schön fand ich die nie. Deshalb fiel es mir auch nicht schwer, welche zu schreddern, als mein Korkgranulat für den Kochsack nicht ganz ausgereicht hat. 

Jetzt schützt den Tisch vor Heißem ein Rindenbrett aus dem Baumarkt. Auf die passende Länge hat es der Schreiner gebracht. Ich bin nämlich an der Säge ganz, ganz schlecht. Der Schnitt wird nie richtig gerade und es dauert ewig, bis ich endlich durch bin. Glatt geschliffen und geölt wurde es dann aber von mir höchstpersönlich.

Wenn der Job als Hitzeschutz getan ist, darf das Brett als Bühne für Deko stehen bleiben. Ich wüsste auch gar nicht, wo ich es hin räumen sollte. Aktuell schmücken es Blümchen aus dem Garten. Da bediene ich mich selten. Aber Waldmeister und Vergissmeinnicht haben wir reichlich. Da fällt es nicht auf, wenn ich ein paar Stiele für die Vase abzwacke. Die Gänseblümchen bereichern unseren "Qualitätsrasen" nahezu das ganze Jahr. 








Zu sehen auch bei Holunderblütchen und Soulsister

26. April 2019

Tulpen gehen immer

Nee, wat war dat schön die letzten Tage! Ein Wetter zum Helden zeugen. Meinte der Mann zu mir, setz dich raus in den Garten. Der Witzbold! Der kennt mich doch! Auf der Couch sitzen, kein Ding. Das klappt einwandfrei. Aber im Garten? Einfach nur sitzen? Da müsste man mich schon am Stuhl festtackern. 


Die Sträucher und Stauden sind zwar längst geschnitten, das Unkraut auf ein akzeptables Maß reduziert. Trotzdem spring ich alle Nase lang auf, um irgendwas zu begutachten. Ich ertappe mich dabei, dass ich beinahe stündlich kontrolliere, ob die Dahlien schon ein bisschen weiter aus der Erde spitzen und ob die Hortensien-Winzlinge schon so weit gewachsen sind, dass die Triebe gestutzt werden können. Wenn man oft genug guckt, wachsen sie vielleicht schneller.

Mein Kopf hat den Frühling zwar schon abgehakt, aber an den französischen Tulpen konnte ich nicht vorbei gehen. Lange Stiele, große Blütenköpfe - da braucht es keinen üppigen Strauß.










Die Blumen schicke ich zu Holunderblütchen

16. April 2019

Magische Momente


Heute beim Rasen mähen dachte ich, jetzt ist es so weit. Jetzt verliere ich den Verstand. Ich sehe Dinge, die es nicht gibt. Wenn ich das irgendjemandem erzähle, werde ich abgeholt und in eine Jacke gesteckt, die hinten geschlossen wird. Ein beängstigendes Gefühl. Schon leicht panisch kam mir aber dann eine Reportage in den Sinn, die ich kürzlich über Island im Fernsehen gesehen habe. 


In Island werden Straßenbauprojekte gestoppt, weil sie durch Elfengebiet führen würden.


Elfengebiet gehört geschützt. Ist sozusagen Naturschutzgebiet. Das ist kein Witz. Erwachsene, im Leben stehende Menschen treffen solche, für uns absurden Entscheidungen. 

Wenn ein ganzes Volk an diese magischen Wesen glaubt, kann das dann so abwegig sein? Gibt es am Ende doch Elfen und Wichtel oder Trolle? Sehe ich also tatsächlich, was ich glaube zu sehen? Lange Rede, kurzer Sinn, unter der Erle in unserem Garten hat sich so ein kleines Geschöpf häuslich niedergelassen. Von uns völlig unbemerkt hat es sich eine Behausung eingerichtet. Und so wie alles hergerichtet ist, scheint es länger bleiben zu wollen.



Die Haustür ist ein echtes Bollwerk. Sie hat eine recht beachtliche Dicke und ist mit einem großen Vorhängeschloss gesichert. Soweit man bei den Zwergenmaßen überhaupt von solchen Attributen sprechen kann.



Was die Besitzverhältnisse dieses Gartenstücks angeht, wurden ganz dreist Tatsachen geschaffen. Der Zaun gibt uns eindeutig zu verstehen, das hier ist jetzt meins. 




Ein paar meiner Veilchen haben auch schon den Besitzer gewechselt. Wurscht, die haben sich mittlerweile eh überall im Garten angesiedelt.





Den Winzling selbst haben wir noch nicht gesehen. Aber er scheint gerade noch draußen gewerkelt zu haben. Die Jacke hängt noch an der Tür. Ist wohl ein bisschen warm geworden.





Das Wichtelheim besteht aus Gartenabfällen und diversen Resten. In Wichtelhausen ist man sparsam und nachhaltig.

Ich schick den Zwerg zu Creadienstag