16. November 2018

Minigugelhupfe for adults only - Rezept für glutenfreien Rührteig


 


In einer kleinen Konditorei
da saßen wir zwei 
und fraßen für drei
bei Kuchen und Tee

Das Liedgut unserer Eltern bzw. Goßeltern. In der seriösen Fassung. Die Spaßversion hat mir einst die beste Freundin meiner Mutter öfter vorgeträllert. Und ich Dreikäsehoch hatte Spaß. 

In der Konditorei Mondarah muss ab jetzt glutenfrei gebacken werden. Aber nicht, weil das landauf, landab gerade unglaublich angesagt zu sein scheint und ich dem Trend gerne folgen möchte. Ein Familienmitglied ist chronisch krank und sollte Gluten so weit wie möglich meiden.

Wegen einer anderen gesundheitlichen Baustelle habe ich Weizenmehl schon vor Jahren aus meiner Küche verbannt und durch Dinkelmehl ersetzt. Das ist überhaupt kein Problem. Weizen lässt sich 1:1 durch Dinkel ersetzen. Das Backergebnis ist gleich und der Geschmack auch.

Beim glutenfreien Mehl wird es kompliziert. Reismehl, Mandelmehl, Maismehl und Co. haben ein ganz anderes Backverhalten. Eben weil ihnen das Klebereiweiß Gluten fehlt. 

Gut gelungen sind mir glutenfreie Eierlikör-Gugelhupfe aus Rührteig. Das im Originalrezept vorgesehene Weizenmehl habe ich durch eine Mischung aus Reismehl, Speisestärke und Tapiokastärke ausgetauscht. 
700 g Reismehl, 200 g Speisestärke und 100 g Tapiokastärke gemischt ergibt einen Grundvorrat von 1 kg Mehl.
Das Rezept taugt also für Normalesser und für Gluten-Intolerante.


Neugierig auf das Rezept für Eierlikör-Gugelhupf? Bitteschön.


  • 5 Eier
  • 250 g Öl (Rapsöl, Sonnenblumenöl, Maiskeimöl)
  • 250 g Eierlikör (Jepp, so viel. Beachte die Überschrift)
  • 230 g gesiebten Puderzucker 
  • 125 g Mehl (Weizen, Dinkel oder die glutenfreie Mischung)
  • 125 g Speisestärke (Auch wenn in der glutenfreien Mischung schon Stärke ist.)
  • 12 g Backpulver

Eier, Öl, Eierlikör und Puderzucker gut verrühren. 
Mehl, Stärke und Backpulver mischen und alles zu einem glatten Teig rühren.
Den Teig in Förmchen füllen und bei 160 Grad Umluft 20 bis 30 Minuten backen. Vorheizen schenke ich mir.

Geärgert habe ich mich, weil meine Schokoladenglasur schon wieder nicht glänzt. Das Wasserbad zum Schmelzen war wieder mal zu heiß. Keine Geduld hat die Frau! Als die verteilt wurde, habe ich mir gerade Kaffee geholt.






Weizenmehl oder Dinkelmehl ist das Universalmehl für alle Teigarten. So unkompliziert ist das bei glutenfreiem Mehl leider nicht. Hefeteig ist mir mit der glutenfreien Mischung gründlich misslungen. Die Konsistenz hatte mit Hefeteig keinerlei Ähnlichlichkeit und geschmeckt hat's auch nicht. Aber ich bleibe dran.

Es ist fast nicht zu glauben, aber die Blümchen habe ich alle aus dem Garten! Mitte November! Während ich meinen Strauß zusammengestellt habe, hat die Nachbarn draußen ihre Weihnachtsbeleuchtung drappiert. Verrückte Welt. Der Natur tun diese Kapriolen bestimmt nicht gut. Gefreut habe ich mich über den kleinen Strauß trotzdem.







Auch zu lesen bei Holunderblütchen und Soulsister


9. November 2018

Novemberblues? Keine Spur





Eigentlich sollte die Natur sich so langsam mal bettfertig machen. Sie ist aber noch nicht müde genug und quengelt noch ein bisschen. Von Novembertristesse keine Spur. Die Temperaturen sind für die Jahreszeit ungewöhnlich mild und da draußen kaspert alles noch ein bisschen rum. Eine meiner Hortensien treibt wieder neue Blüten und ich habe gehört, dass vereinzelt sogar Schmetterlinge tanzen.

Wärmendes, Winterliches bleibt also erstmal im Schrank. Auch was die häusliche Deko angeht, passen frische, fröhliche Farben zur Zeit besser. 

Schon lange, lange liebäugel ich mit einem locker arrangierten, bunten Blumenstrauß mit unterschiedlichen Blütenformen, den man sich online ins Haus schicken lassen kann. Der Preis, den ich für eine Woche Freude berappen müsste, hat mich immer abgeschreckt. Es kommt auch kein fertig gebundener Strauß ins Haus. Man muss die Blumen selber in der Vase arrangieren.
Wenn ich eh selbst ran muss, habe ich lieber den Blumenhändler im Ort was verdienen lassen. Der bietet eine Blumenauswahl, die sich sehen lassen kann. Der Strauß muss nicht mehr kilometerweit transportiert werden und billiger ist es obendrein.

Sträuße zu binden - spiralförmig professionell - habe ich schön öfter versucht und bin immer kläglich gescheitert. Diesmal habe ich die Blumen nur locker in die Vase gesteckt. Außen am Rand die kürzeren Stiele und die die längeren zur Mitte hin aufgefüllt. Ich bin ein bisschen grobmotorisch unterwegs. Diese Technik kommt mir da eher entgegen.











Der Strauß geht zu HolunderblütchenSoulsister und weil ick mir über Blumen ne Jurke aus'm Bauch freuen kann, geht mein Glück zur Zitronenfalterin

8. November 2018

Keine Ausreden - Naturschutz geht jeden was an


Treffen sich zwei Planeten. Sagt der eine zum anderen.: "Siehst schlecht aus. Was ist los?" Antwortet der andere: "Ich habe Menschen." Sagt der erste: "Das hatte ich auch mal. Das geht vorbei:"

Im Meer schwimmen gigantische Plastikmengen, Regenwälder werden abgeholzt, wir verschwenden Ressourcen, produzieren Berge von Müll als gäbe es kein Morgen mehr. Die Liste könnte man endlos fortsetzen.

Mein Aufreger der Woche 
Ich habe online ein kleines Ersatzteil bestellt, das ich im örtlichen Einzelhandel nicht kaufen konnte. Geliefert wurde es mir in einem viiieel zu großen Karton. Damit es im Paket nicht hin und her kullert, wurde der Leerraum mit Papier aufgefüllt. Kein Altpapier - nein, nigelnagelneu. Das ist leider kein Einzelfall. Da werden Ressourcen verschwendet, als hätten wir noch eine Ersatzerde. Mit solch unnötig großen Paketen sind die Zustellfahrzeuge schneller voll und müssen folglich mehr Touren fahren. Verbrauchen Sprit und verpesten die Luft. Das Teil hätte auch in einem größeren Briefumschlag Platz gehabt, zumindest aber in einem deutlich kleineren Karton.

Als mir das das letzte Mal passiert ist, habe ich den Online-Versender angeschrieben und auf die Verschwendung hingewiesen, ohne mir wirklich was davon zu versprechen. Die nächste Lieferung erfolgte dann aber tatsächlich doch nur noch in einem kleinen Briefumschlag. Gedankenlosigkeit kann man sich offensichtlich auch wieder abgewöhnen.

Im Netz habe ich diesen eindrucksvollen Film gefunden. Schaut ihn euch mal an.




1. November 2018

Selbstgemachte Gemüsebrühe - Gemüse trocknen ohne Dörrautomat und ohne Backofen

Wer kennt nicht das gebündelte Suppengrün aus dem Supermarkt - ein Schnitz Sellerie, eine Möhre und ein Stück Lauch. Das sorgt dafür, dass Suppen und Soßen nicht wie eingeschlafene Füße schmecken. Den gleichen Effekt erzielt man einfach und schnell mit fertiger Gemüsebrühe aus dem Supermarkt. Im Idealfall ist da das selbe drin - Suppengemüse und Kräuter getrocknet ins Glas gebracht. Da das aber leider oft nicht die einzigen Inhaltsstoffe sind, gibt es in meiner Küche schon lange selbst gemachte Brühe
Damit der Backofen nicht blockiert ist, habe ich mir sogar extra einen Dörrautomat angeschafft. 

Kürzlich kam mir bei einer Brühen-Nachschub-Produktion, kaum dass ich angefangen hatte, was dazwischen. Gerade mal fünf läppische Selleriescheiben hatte ich gehobelt. Die Schüssel mit dem Gemüse musste also beiseite geschoben werden und war damit aus den Augen und erstmal auch aus dem Sinn. 

Als ich ein paar Tage später mein Werk vollenden wollte, waren die Selleriescheiben verhutzelt und trocken. So richtig furz-knubbel-trocken. Ganz ohne Wärmezufuhr und damit verbundenen Stromkosten.

Logischerweise gibt es ab jetzt im Hause Mondarah nur noch luftgetrocknete Brühe. Nicht nur preiswert und ohne Zusatzstoffe, sondern auch noch so was von nachhaltig. Wenn ich zufällig gleichzeitig Backtag habe, schiebe ich das Gemüse anschließend in den noch warmen Ofen. Die Restwärme beschleunigt den Trockenprozess ein büschen.

Bei den grünen Teilen vom Lauch klappt das Lufttrocknen nicht so gut. Die sind etwas ledrig und sperren sich ein bisschen. Wenn man die vor dem Trocknen im Mixer schreddert, geht's wieder.



Am ersten Tag waren das fünf Backbleche voll.



Nach drei Tagen noch nicht ganz trocken, aber schon auf zwei Bleche zusammen geschrumpft.



     

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27. Oktober 2018

Herbststimmung am Niederrhein




Goldener Oktober - das schreit nach draußen sein.
Letzten Sonntag konnten wir fast die gesamte Familie unter einen Hut kriegen und sind bei immer noch milden Temperaturen durch den herbstlichen Niederrhein gewandert. Das traumhafte Wetter und die Aussicht auf ein Picknick mit allem Zipp und Zapp trieb alle zeitig aus dem Bett.









Als Picknickplatz boten sich nur aufgestapelte Baumstämme, aber bequem genug zum Sitzen und unseren Proviant auszubreiten.
Zu essen gab es unter anderem den Klassiker - Kartoffelsalat. Der Rheinländer macht ihn mit Mayo. Während unserer Zeit im Hohenlohischen haben wir ihn mit Essig und Öl kennen gelernt. Ich persönlich finde beides nicht soooo toll und habe mal dieses Rezept ausprobiert. Das ist ja mal ein Kartoffelsalat! Superlecker! 





Ausreichend gestärkt ging es weiter und hinter der nächsten Wegbiegung bot sich dieses Bild. War dann auch egal. Normal kann schließlich jeder.




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