27. August 2019

Knietablett ganz schnell selbst gemacht





Am Computer arbeiten oder im Internet surfen und dabei bequem auf der Couch sitzen kann sehr gemütlich sein. Die Gemütlichkeit hört aber auf, wenn man Laptop oder Tastatur auf den Knien ausbalancieren muss.


Ich Schlaumeier habe mir für mein Tablet eine klappbare Tastatur gekauft. Fand ich mega praktisch. Wenn sie nicht im Einsatz ist, klein zusammenfaltbar und platzsparend zu verstauen. Der Pferdefuß ist nur, dass ich mir die nicht einfach auf die Knie legen und los tippen kann. Das Klappding braucht eine stabile, feste Unterlage. Ohne diese Stabilisierung tut es, was ich eigentlich so praktisch finde - zusammenklappen.

Anfangs habe ich ein großes Buch drunter gelegt. Funktional aber nicht schön. Und bei Nichtgebrauch lag es dann irgendwo rum. Ein Knietablett, dass mir wirklich gefällt und auch noch einen sympathischen Preis hat, habe ich nirgends gefunden. Selbst wenn, auch das würde bei Nichtgebrauch blöd rum liegen. 


Mein Knietablett ist schnell selbst gemacht, hat eine stabile Einlage und sieht von der Rückseite aus wie ein ganz normales Sofakissen.




Von einem Buch, in das eh keiner mehr einen Blick wirft, habe ich den Buchdeckel abgemacht, ein Kissen in passender Größe genäht und den festen Buchdeckel mit in die Kissenhülle geschoben. Die feste Seite des Kissens ist die Arbeitsfläche, die weiche Rückseite Dekokissen. Der Kissenbezug hat einen Reißverschluss. Wenn er gewaschen werden muss, kann ich ihn leicht abnehmen.
Die Tochter hat sich ein etwas größeres Knietablett gewünscht.  Das hat als Innenleben eine günstige Sperrholzplatte aus dem Baumarkt.







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15. August 2019

Selbst genähte Kühltasche für den Großeinkauf





Ich bin ein Hamster, ein Eichhörnchen, ein auf Nummer-sicher-Geher. Ich habe gerne genug Vorräte in Speisekammer und Gefrierschrank, um für unerwartete Gäste und sonstige Eventualitäten gerüstet zu sein.

Verderbliches und Tiefgefrorenes unbeschadet nach Hause zu bringen, ist gerade bei sommerlichen Temperaturen eine Herausforderung. Die gängigen Kühltaschen finde ich furchtbar unpraktisch. Für das, was ich in unsere Behausung schaffe, sind sie oft zu klein. Und sie haben meist einen Rundum-Reißverschluss. Das nervt! Diese Ringsherum-Zieherei dauert mir zu lange und nie finde ich auf Anhieb den Zipper!

Eine einfache Beuteltasche, ordentlich groß und mit einem Reißverschluss, der nur von rechts nach links läuft, das nenne ich sinnvoll und zweckmäßig. Zu kaufen gibt es meine Wunschkühltasche scheinbar nicht. Ich habe jedenfalls keine gefunden und mir selbst eine Kühltasche genäht.


Vernäht habe ich


- beschichtete Baumwolle als Außenstoff
- ein altes, ausgemustertes Regencape als Innenstoff
- zur Isolierung eine Rettungsdecke und je eine Lage Thermolam und Insul Bright (mit Thermolam und Insul Bright fütter ich auch meine Ofenhandschuhe)

- Gurtband für die Henkel 

Reißverschlüsse, Henkel usw. trenne ich von alten Sachen ab, bevor sie in  den Müll wandern. Irgendwann kann man so was nochmal gebrauchen. 

Am Ende habe mich geärgert, dass ich, wie bei meiner Gartentasche, vergessen habe, einen farblich passenden Unterfaden zu nehmen. 





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7. August 2019

Das Kaninchenzimmer wird schicker



Wir liegen, wie jeden Morgen, dösig auf dem Teppich, als die Frau reinkommt. Uih, sie legt Leckerlies in den Käfig. Nix wie hin. Aber warum macht sie den Käfig zu? Und dann verschiebt sie ihn auch noch. Von dem Geruckel und Geschaukel  wird uns fast schlecht. Und dann geht es richtig los. 


Der olle Schrank, der schon fast 30 Jahre auf dem Buckel hat und auf einer Seite unser Gehege begrenzt, wird auseinander gebaut. Als wir klein waren, haben wir dadran ein bisschen gekratzt und gebissen. Das schleift sie alles weg. Dann putzt sie den Schrank wie eine Verrückte. Mit Entfetter. Aber Fettflecke haben wir da nicht drauf gemacht. Wir sind nämlich nicht fett!! 
Immer wieder steht die Frau auf der Leiter und fuhrwerkt rum. Dann ist sie so groß. Das sind wir nicht gewöhnt. Das macht uns ein bisschen Angst.
Als sie mit der Putzerei fertig ist, rollt sie Farbe auf den Schrank. Nach 4 Stunden erschreckt uns der Wecker. Wieder rollt sie Farbe drauf. So kritisch, wie sie dabei guckt, macht sie das bestimmt nochmal.

Endlich ist sie zufrieden und baut alles wieder zusammen. Neue Möbelgriffe hat sie auch gekauft. Pfff. Für uns hätte der alte Schrank so wie er war gereicht. Aber sie erzählt was von "neuer Schrank, der fast nix gekostet hat". Hauptsache wir dürfen wieder raus. Yippieh! Dann steht die Frau vor dem Schrank und guckt wieder so kritisch. Brabbelt vor sich hin, dass ihr die Türen zu leer sind und sie vielleicht noch schablonieren will. Hoffentlich überlegt sie sich das noch anders!!! Zum Füttern und Knuddeln kann sie ja gerne kommen. Aber sonst wollen wir unsere Ruhe!













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