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1. Juni 2021

Sehnsucht nach Meer





Ich brauche nicht jedes Jahr eine weite Reise. Die Heimat hat genug schöne Ecken, die wir auch noch nicht alle kennen.

Um unsere dennoch vorhandene Sehnsucht nach Meer zu stillen, trommeln wir meist einmal im Jahr zusammen, wer alles ins Auto passt und fahren für einen Tag an die niederländische Nordseeküste. Früh morgens geht's los. Wenn wir den Tag geschickt wählen, sind wir schon in gut zwei Stunden da. 

7. Oktober 2020

Bluse geht immer



Ich bin noch mit einem sehr konservativen Rollenverständnis erzogen worden. Mir wurde alles beigebracht, was eine gute Hausfrau nach damaligen Vorstellungen können muss. Manche Unterweisung war erfolgreich, andere weniger.

18. Februar 2020

Nadelkissen, die keine Nadeln mehr verschlucken




Was wäre ein Nähplatz ohne Nadelkissen! 


Ich besitze mehrere - für jede Nadelart, im Wohnzimmer, im Nähzimmer, auf dem Tisch liegend, an die Nähmaschine gepappt. 
Diese Kürbis-Nadelkissen, die es bestimmt in etlichen Nähzimmern gibt, sind in der Überzahl. Sie sind einfach zu nähen - kein komplizierter Schnitt, nichts wird gepatchworked, und Stoffreste und alte Knöpfe kommen weg. 

Eine fiese Eigenschaft haben sie aber mit anderen Nadelkissen gemeinsam. Sie fressen Nadeln. Stecknadeln rutschen immer weiter durch, bis oben nur noch das bunte Köpfchen rausguckt und unten die Nadelspitzen im schlimmsten Fall den Tisch verkratzen. Nähnadeln verschwinden gleich komplett im Nadelkissen. Ich wusste nie, wie ich Abhilfe schaffen kann. Bis jetzt. 

15. Juli 2017

Alte Knöpfe upcyceln und auch kleinste Stoffreste noch sinnvoll verwerten






Empfindet ihr das auch so? Wenn auf dem T-Shirt-Etikett 100% Baumwolle steht, klingt das immer so gesund und umweltfreundlich. 
Baumwolle ist zwar ein Naturprodukt. Aber um dieses eine T-Shirt herzustellen, werden 2000 Liter Wasser benötigt. Das sind ungefähr 10 Badewannen voll. Also nicht gerade umweltfreundlich. Für mich ein guter Grund, von den Stoffen so viel wie möglich auch tatsächlich zu vernähen. Ganz davon abgesehen, dass Stoff Geld kostet.


Dass man mit möglichst wenig Verschnitt zuschneidet, versteht sich, denke ich, von selbst. Aber was macht man mit dem Verschnitt? Ich sammle auch kleine Stoffreste. Was ich wegwerfe, sind meistens tatsächlich nur noch Schnipsel.

Verwendung finden diese kleinen Reststücke beispielsweise hier, als Schlaufe für die Kordel an einem Sportbeutel.




Was sich bei mir im Laufe der Zeit noch angesammelt hat, sind Ersatzknöpfe von Hosen und Anzügen, die oft schon gar nicht mehr existieren. Leider meistens in nicht so schönen Farben.

Für ein Nähprojekt habe ich etliche Knöpfe gebraucht. Dass die alle eine einheitliche Größe haben, war mir nicht wichtig. Nur ansprechende Farben sollten sie haben.

Auch hier haben meine Mini-Stoffreste Verwendung gefunden.
Mit solchen Stoffresten kann man, ohne Geld ausgeben zu müssen, Knöpfe aus dem Fundus aufhübschen. 
Ihr habt nähbegeisterte Kinder? Prima. Diese Aufgabe können auch Kinder bewältigen.


Und so geht's:

Stoffkreise ausschneiden. Die Kreise sollten knapp doppelt so groß wie der Durchmesser der Knöpfe sein. Als Schablone für die Umrisse eignen sich, je nach Knopfgröße, Trinkgläser, etwas größere Garnrollen, Tesafilmrollen etc.

Etwa 2 mm vom Rand entfernt mit Heftstich ringsum einen Faden durchziehen. Das Fadenende des Anfangs etwas länger lassen. Es braucht nicht verknotet zu werden. Mit kleinen Stichen nähen, damit sich der Stoff schön um die Rundungen legt. 




Den Knopf mittig auf der linken Stoffseite platzieren. Beide Fadenenden zusammenziehen und verknoten.




Ich habe noch etwas Klebstoff auf die Stoffränder gegeben. So kann nichts ausfransen. Textilkleber bleibt auch nach dem Trocknen elastisch, so dass man beim Knopf annähen mit der Nadel durchkommt.
Die Knöpfe können zwar nicht unsichtbar angenäht werden. Aber mit farblich passendem Garn sieht es trotzdem schön aus.






Verlinkt mit Creadienstageinfach.nachhaltig.besser.lebenAlt trifft neuWir machen klar Schiff



11. April 2017

Altes Nähkästchen im neuen Gewand





Ich arbeite gerne mit den Händen. Ich liebe es, am Ende des Tages zu sehen, was ich geschafft habe.

In unserem Haushalt gibt es seit ewigen Zeiten ein kleines Nähkästchen. So eins, was man auseinander zieht. Ein Onkel meines Mannes hat es vor vielen Jahren gebaut. Auch mit seinen eigenen Händen. Ein Stück das wir schon viele Jahre besitzen und das uns immer wieder an Onkel Harry erinnert.

Mittlerweile war es aber schon sehr in die Jahre gekommen und ziemlich abgeschrammt. Onkel Harry hat es seinerzeit mit so viel Liebe gebaut, dass an Wegwerfen aber auf keinen Fall zu denken war. Zumal es mir bis dahin auch wirklich gute Dienste geleistet hat. 
Mein Nähkram wohnt eigentlich in meinem Nähzimmer. Aber Handnähte schließen, Knöpfe annähen etc. kann man auch prima erledigen, wenn man auf der Couch sitzt und Fernsehen guckt. Für solche Zwecke habe ich noch Nähzeug in diesem kleinen Nähkästchen.


So oll und abgeschrammt mochte ich es aber auch nicht mehr leiden. Also habe ich es auseinandergeschraubt, abgeschliffen und ihm einen neuen Anstrich verpasst. Den Deckel habe ich mit Volumenvlies gepolstert und mit Stoff bezogen. So dient er zusätzlich noch als Nadelkissen. Den Stoff habe ich mal als Reststück für schlappe 2 € erstanden. Für diesen Zweck genau richtig.

Das Vlies habe ich genau in der Größe des Deckels zurechtgeschnitten. Damit es beim Bespannen mit Stoff nicht verrutschen kann, habe ich es mit einem Stück doppelseitigem Klebeband fixiert. Den Stoff habe ich etwas größer als den Deckel zugeschnitten und alle vier Seiten einmal umgeschlagen. Dann den Stoff auf dem Deckel ausgerichtet, schön stramm gezogen und festgetackert. Und tadaa! Von abgeschrammt und runtergerockt ist nix mehr zu sehen.


vorher

nachher



Und tadaa! Von abgeschrammt und runtergerockt keine Spur mehr.