26. August 2016

Wie gieße ich richtig, damit das Wasser bis zu den Wurzeln vordringt?

Das war dieses Jahr kein Sommer, der seinen Namen verdient. Eher kühl und so verregnet, dass in unserem Garten Mehltau fast üppiger gedeiht als Blumen. Der Phlox auf der Terrasse bietet einen dermaßen traurigen Anblick, dass ich den Kübel in die hinterste Gartenecke verbannt habe. Aber nun, wo wir schon langsam schon Richtung September marschieren, ist der Sommer doch endlich da. Mit Temperaturen, dass man den Tag über am liebsten bewegungslos verharren will. Die Freibäder und Baggerseen sind gut besucht, es wird gegrillt, was das Zeug hält und man kann abends bis in die Puppen draußen sitzen. Schlafen kann man bei der Hitze ohnehin nicht. 

Wer einen Garten hat, ist jetzt  mit Giesskanne und Gartenschlauch unterwegs. Gießen ist eigentlich ein Kinderspiel und erfordert keine besonderen Fähigkeiten. Trotzdem kann man einiges falsch machen. 
So ist die pralle Mittagssonne der schlechteste Zeitpunkt zu gießen. Das Wasser verdunstet zu schnell und Wassertropfen wirken auf den Blättern wie Brenngläser. Am besten macht man das morgens, wenn es noch einigermaßen kühl ist. Ist die Zeit vor der Arbeit dafür zu knapp ist, gießt man alternativ abends.

Einer unserer Nachbarn hatte die Angewohnheit, jeden Tag ein wirklich klitzekleines bisschen Wasser hier und da zu verteilen. Die Pflanzen bekamen nur so viel Wasser, dass sie gerade eben merkten, wie sich Wasser anfühlt. 
So bitte nicht! Da hilft es auch nichts, wenn man das täglich macht. Das ist vielleicht gut gemeint, aber nass wird der Boden so auf keinen Fall. Man sollte unbedingt durchdringend d.h. lange genug gießen und nicht nur auf die Pflanzen mal eben drauf spucken. Damit der Boden nicht nur an der Oberfläche benetzt wird und das Wasser auch tatsächlich bis an die Wurzeln gelangt, muss man den Schlauch schon eine Weile drauf halten. Wenn man kein ausgeklügeltes Bewässerungssystem hat, kann das ganz schön viel Zeit kosten. 

Ich bin bequem. Ich leg den Gartenschlauch einfach ins Beet. Während das Wasser läuft, kann ich andere Sachen erledigen - Verblühtes abschneiden, Unkraut zupfen oder auch irgendwas im Haushalt erledigen. Wenn ich der Meinung bin, es reicht, wandert der Schlauch ein Stück weiter. So arbeite ich mich langsam durch den Garten und kann nebenher die Zeit anderweitig nutzen. Wenn das Wasser hier und da ein bisschen länger läuft - auch nicht schlimm. Auf diese Weise wird der Boden ausreichend genug durchfeuchtet, so dass ich auch bei hohen Temperaturen nicht jeden Tag gießen muss. Das ist ohnehin besser, da die Pflanzen dann tiefer reichende Wurzeln bilden.
Diese Gießmethode garantiert zudem, dass das Wasser dahin gelangt, wo es hingehört - nämlich auf das Erdreich. Gießt man über die Blätter, würde zu viel Wasser ungenutzt verdunsten. Außerdem begünstigen die nassen Blätter wieder die Pilzanfälligkeit.









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