4. September 2016

Buchsbaumzünsler - chemische Keule vs Pragmatismus

Der bei Gartenbesitzern so gefürchtete Buchsbaumzünsler, der ganze Buchsbaumbestände kahl fressen kann, hat auch bei uns zugeschlagen. Gott sei Dank hat es nur zwei Buchskugeln erwischt. Die restlichen Kugeln und die Hecke sind bis jetzt verschont geblieben.

Zu erkennen ist der Befall an abgefressenen Blättern und Gespinsten, die man auf den ersten Blick leicht mit Spinnennetzen verwechseln kann. Biegt man die Zweige auseinander, findet man auch im Innern der Pflanze diese Gespinste. Dort sitzen auch die gefräßigen Raupen des Falters. Wenn man die ersten Fraßschäden entdeckt, heißt es schnell handeln. Sonst ist leider kaum noch was zu retten. Es steht dann nur noch ein jämmerliches, braunes Gerippe im Beet, das sich nie wieder erholen wird.

Vor zwei Jahren hat sich der Schädling schon mal in unseren Buchsbaumkugeln eingenistet.  Als Spritzmittel wurde mir Calypso empfohlen. Ich habe die Gespinste so gut es ging abgesammelt und den Buchs dann gründlich eingesprüht. Nach ein paar Tagen Wartezeit hatte ich allerdings den Eindruck, die Gespinste haben sich trotz spritzen vermehrt. Da war es mir dann zu bunt. Noch mehr Gift drauf kippen ging mir vom Umweltaspekt gesehen gegen den Strich. Und wenn es eh nicht hilft, ist es außerdem rausgeschmissenes Geld. Um die Raupen und Gespinste auch wirklich restlos zu entfernen hab ich nicht lange gefackelt, zum Staubsauger gegriffen und den ganzen Mist rausgesaugt. Hätte mich ein Nachbar dabei beobachtet, wär ich jetzt wahrscheinlich die Verrückte, die ihren Vorgarten saugt.
Um die Fraßstellen zu entfernen, habe ich den Buchs noch etwas zurückgeschnitten. Und - was soll ich sagen - er ist wieder schön durchgetrieben und hat sich komplett erholt.

Dieses Mal hab ich gar nicht erst angefangen zu spritzen, sondern gleich den Staubsauger zum Einsatz gebracht. Jetzt sind drei Wochen vergangen und der Zünsler hat sich noch nicht wieder bemerkbar gemacht. Ich bin guten Mutes, dass das auch so bleibt.










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