4. September 2016

Sommer im Herbst

Was hatten wir dieses Jahr ein Sommerwetter! Als der Sommer laut Kalender hätte Sommer sein sollen, hatten wir Regen ohne Ende. Für den Garten war das die komplette Katastrophe. Die Blumen boten teilweise einen Anblick zum weinen. Pilzkrankheiten gab es frei Haus und reichlich. Einzig die Hortensien, die viel Wasser brauchen, schienen vom vielen Regen zu profitieren und blühten üppig um die Wette. Gestern musste ich allerdings feststellen, dass eine Hortensie die Dauernässe doch nicht so toll fand. Auf den Blättern sitzt Mehltau.


DieTomaten reiften dank fehlender Sonne recht spärlich und von meiner Gurkenpflanze konnte ich gerade mal drei mickrige Gurken ernten. Die Blätter wurden allesamt ganz schnell braun und die Pflanze sah ziemlich bald kaputt aus. Meine Gurken- und Zucchiniausbeute war allerdings auch in den vergangenen Jahren noch nie sonderlich üppig. Aber ich bin hartnäckig. Ich versuchs immer wieder. Irgendwann muss es doch mal was werden.

Jetzt sind wir meteorologisch schon im Herbst und statt üsseligem Regenwetter haben wir hochsommerliche Temperaturen und Sonne satt. Die Tomaten haben es sich noch mal überlegt und reifen fleißig, Erdbeeren haben wir in allen Reifegraden inklusive Blüten und auch die Himbeeren legen noch mal nach.






Bei den Tomaten handelt es sich um eine Mini-Marzano. Eine sehr leckere Sorte. Ein ausgewogenes Süße - Säure - Verhältnis. Schön für Salate und zum so essen. Bei der Sorte hatte ich auch noch nie Probleme mit Kraut- und Braunfäule, selbst in diesem feuchten Sommer nicht. Sie steht allerdings auch etwas überdacht. 

Ich habe mal irgendwo gelesen, dass man Tomaten, um qualitativ bessere Erträge zu erzielen, eintriebig ziehen sollte. Das heißt, dass alle Triebe, die aus den Blattachseln sprießen - so genannte Geiztriebe - entfernt werden müssen. Wenn die Tomtenpflanzen gerade bei uns eingezogen sind, mach ich das auch sehr akribisch. Im Laufe des Sommers werde ich da aber dann doch sehr nachlässig, so dass wir irgendwann einen Tomatendschungel haben. Der Qualität der Tomaten hat das bislang aber keinen Abbruch getan.



 Die jämmerliche Gurkenpflanze wollte ich eigentlich längst entsorgt haben. Bisher bin ich noch nicht dazu gekommen, hab sie aber wacker weiter gegossen. 



Was für eine dankbare Pflanze! Mein scheinbar sinnloses Gießen war doch nicht umsonst. Sie ist wieder grün, hat eine vielversprechende Anzahl Gurkenbabys und noch etliche Blüten. Wenn das so weitergeht, gibt es im November noch Gurkensalat aus eigenem Anbau.








Nachdem sich die Gurke jetzt wieder so super erholt hat, ist mir auch mit den anderen kränklichen Pflanzen im Hinblick auf den nächsten Sommer nicht bange. Ich werde im Herbst das Laub von den befallenen Pflanzen sorgfältig einsammeln, damit der Pilz keine Chance hat zu überwintern. Ich bin zuversichtlich, dass dann einer üppigen Blüte und gesundem Pflanzenwachstum im nächsten Jahr nichts im Wege steht.



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