Nähzimmer aufräumen - a never ending story

Gute Vorsätze fürs neue Jahr nehme ich mir schon lange nicht mehr vor. Ich muss also auch im Januar oder Februar kein schlechtes Gewissen haben, dass ich irgendeinen Vorsatz nicht geschafft und durchgehalten habe. Für 2017 hatte ich allerdings einen klitzekleinen Vorsatz - ich will, dass mein Nähzimmer immer aufgeräumt ist.

Eine Grundordnung ist absolut vorhanden. Die Häufchen, die da rumliegen, sind Häufchen mit Sinn. Geordnete Häufchen. Nach Projekten sortiert. 

Aber dieses Jahr will ich nicht nur eine für mich erkennbare Ordnung, sondern eine vorzeigbare Ordnung. Wenn ich wieder mehrere Sachen gleichzeitig in der Mache habe, will ich nicht erst noch meine Stoffzuschnitte von der Gästecouch räumen müssen, damit da auch tatsächlich ein Gast drauf nächtigen kann. 
Ich will eine gemütliche Ordnung. Obwohl ich finde, dass Chaos durchaus sehr gemütlich sein kann. Wo es ein bisschen chaotisch ist, sieht man eben, dass da gelebt wird. 
Nein, dieses Jahr will ich keine chaotische Gemütlichkeit, sondern eine, wo nichts rumliegt, was ich gerade nicht brauche. Eine Gemütlichkeit, wo ich mit der Tochter, die gerade zu Besuch ist und mir bei der Arbeit zusieht, gemütlich bei einer Tasse Kaffee/Tee quatschen kann. Ich will, dass der Nähtisch clean ist. Dass ich in die Hände spucken und sofort loslegen kann, ohne erst beiseite räumen zu müssen, wo ich gerade nicht dran arbeite.





Das durchzuziehen erfordert eine gehörige Portion Konsequenz. Da schwächel ich noch. 
Mein Chaos hat sich aber zum Glück immer nur auf die offen sichtbaren Flächen beschränkt. In Kommoden, Schubladen und sonstigen Ablagesystemen herrscht Ordnung, und ich habe mit einem Griff was ich brauche. Auch Papierkram wird umgehend abgeheftet. Da kann mir keiner was vorwerfen.

Damit nichts vollstauben kann, bewahre ich so viel wie möglich in Kommoden, Schubladen und geschlossenen Kisten auf. Ich besitze allerdings auch keine Stoffvorräte, die jedem Stoffladen Konkurrenz machen könnten. Ich kaufe Stoff, wenn ich auch weiß, was ich damit machen will. Meistens. Größere Stoffstücke werden auf Pappe gewickelt und hochkant in die Schublade gestellt. So sehe ich auf einen Blick, was noch da ist. Kleinere Reste kommen in Klarsichthüllen.



Und auch wenn ein Garnrollenhalter, den man sich an die Wand hängen kann, das Nähzimmer dekoriert, bringe ich mein Garn lieber staubgeschützt in einer Schublade unter. 
Für meinen Garnrollenhalter der Marke Eigenbau habe ich in unserem Restefundus noch ein passendes Brett gefunden, ein paar lange Nägel reingehauen und fertig.
Die Nägel halten die Garnrollen. Nichts kann umkippen, durcheinander purzeln und verwurschteln. Unter die Garnrollen passen auch noch die jeweiligen Spulen, so dass schön zusammen ist, was zusammen gehört. 




Nähfüße, die ich häufig brauche, sind nicht in der Schublade untergebracht. Sie stehen griffbereit in einem Teelichtglas neben der Nähmaschine.



Ich bin sowieso ein absoluter Fan der Zweckentfremdung von Dingen, die sonst nur noch ungenutzt rumstehen würden. Und Teelichtgläser gibt es bei uns genug. Ein weiteres Kerzenglas, das uns nicht mehr die dunklen Abende erhellt, leistet mir als Fadensammler noch gute Dienste.



Was aber nach dem Aufräumen das Allerbeste ist - um das ganze Gefussel auf dem Fußboden kümmert sich unser Saugroboter. So toll!

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