Meine Weinachtsdeko habe ich erst einen Tag vor dem 1. Advent hingekriegt. Also auf den letzten Drücker. In der Nachbarschaft leuchten schon seit zwei Wochen die Lichterketten. Da wir hier aber in den letzten Tagen fast frühlingshafte Temperaturen hatten, konnte das bei mir nix werden. Damit ich in Weihnachtsstimmung komme, muss es winterlich kalt sein. Also hab ich die Nachbarn machen lassen, das fast schon vor der Tür stehende Weihnachtsfest ignoriert und erst mal meinen Garten winterfest gemacht - Laub zusammengeharkt, Dahlien ausgegraben und frostfrei eingelagert, Tulpen- und Narzissenzwiebeln gesetzt. Also auch auf den letzten Drücker, denn pünklich zum Advent wurde es hier doch noch frostig kalt. Nu musste ich dekomäßig aber ran, zumal die Jüngste zu Besuch war, die Advent und Weihnachten über alles liebt.

Damit der Winter auch im Haus Einzug hält (nur optisch), habe ich Pinienzapfen und Tannenzapfen beschneit. Das geht ganz unproblematisch mit Zutaten, die man eh im Haus hat. Ich habe aus Wasser und Puderzucker eine dünnflüssige Zuckerlösung angerührt und die Zapfen damit eingepinselt. Überschüssige Flüssigkeit habe ich noch ein bisschen abgeschüttelt und dann die Zapfen mit Puderzucker besiebt. Nachdem alles getrocknet war, habe ich überschüssigen Puderzucker runtergeschüttelt. Viel kam da aber nicht mehr runter. Zu meiner eigenen Überraschung hält der Puderzucker auf den Zapfen erstaunlich gut. Und wenn ich im nächsten Herbst unbeschneite Zapfendeko will, lässt sich das Ganze problemlos wieder abwaschen.
Seit Wochen will ich meinen Garten winterfest machen. Aber in der letzten Zeit bin ich irgendwie zu nix gekommen. Heute hab ich eine Regenpause genutzt und wenigstens schon mal einen Anfang gemacht und das Laub vom Rasen geharkt. Muss sein. Wenn das Laub liegen bleibt, kann der Rasen darunter faulen.
Ein Trend, der in immer mehr Gärten Einzug hält - Laubsauger und Laubbläser. Diese Radau machende Ungetüme, die einem den letzten Nerv rauben.
Laubsauger machen nicht nur Krach, sondern schreddern außerdem noch nützliche Insekten. Wenn es ganz blöd läuft, werden sogar kleine Igel mit aufgesaugt und zerstückelt. Eine Vorstellung, die mir kalte Schauer den Rücken runter jagt.
Mit Laubbläsern wird das Laub mit viel Getöse auf einen Haufen gepustet. Für Profis, die kilometerlange Gehwege von Laub befreien müssen, damit sich keiner auf den nassen, rutschigen Blättern auf die Nase legt, ist der Einsatz dieser Geräte vielleicht noch zu rechtfertigen. Aber im kleinen Privatgarten ist eine solche Anschaffung für mich nicht nachvollziehbar. Was spricht dagegen, das Laub nahezu geräuschlos und mit Muskelkraft zusammen zu rechen? Das kann locker die eine oder andere Stunde im Fitnesstempel ersetzen. Man bewegt sich und ist an der frischen Luft. Besser geht es doch gar nicht.
Wenn jemand körperlich angeschlagen ist und niemanden hat, der ihm bei der Gartenarbeit zur Hand gehen kann, bin ich nicht so streng. Der darf datt. Aber bitte nur einen Laubbläser, keinen Laubsauger.
Wie gesagt, vom Rasen muss das Herbstlaub runter. Es muss aber nicht komplett aus dem Garten verschwinden. Man kann es entweder in einer Gartenecke anhäufeln und bietet so Nützlingen in der kalten Jahreszeit Unterschlupf. Oder man verteilt auf den Beeten eine mehrer Zentimeter dicke Laubschicht. Diese schützt den Boden, und das sich allmählich zersetzende Laub versorgt ihn zusätzlich mit Nährstoffen. Um empfindliche Pflanzen angehäufelt, schützen die herabgewehten Blätter vor strengen Frösten.
Dem ein oder anderen ist der Garten vielleicht nicht ordentlich genug, wenn das Laub nicht fein säuberlich entfernt wird. Unsere kleinen Freunde in der Natur werden es aber danken, wenn der Garten nicht wie geleckt aussieht. Dass sich bei mir auch kleine Krabbeltierte wohl fühlen sollen, habe ich hier ich hier schon mal erzählt.
bin ich einfach nur fassungslos.
Ich suche für unsere beiden Mümmelmänner Beschäftigung. Alte Versandkartons und Umzugskisten werden gerne genommen und in tagelanger Kleinarbeit zerlegt. Im Internet bin ich jetzt auf der Suche nach Papprollen, wo die beiden rein kriechen und sich auch mal drin verstecken können. Bis jetzt habe ich noch nichts passendes gefunden.
Was man bei Ebay allerdings kaufen kann - man glaubt es kaum - sind leere Papprollen von Küchenkrepp und Klopapier!!! Angepriesen werden die Dinger als "ideal für Rennmäuse".
10 leere Klorollen sind schon für nen schlappen Euro zu haben. Kommen lediglich noch 2 Euro Versand dazu.
oder
25 Klorollen für 1,99 € zuzüglich 2,20 Versand. Auf die Rolle umgerechnet ist das natürlich günstiger.
oder aber
170 Rollen (Kücherollen und Klopapierrollen gemischt). Das Mindestgebot beträgt 2,99 € plus 7 (sieben) Euro Versand.
Hat noch niemand drauf geboten. Versteh ich gar nicht. Selbst wenn man die Sofort-kaufen-Option mit 4,59 € wählt, ist das doch ein richtiges Schnäppchen!
Ja halten diese Leute einen denn für komplett bescheuert? Selbst wenn man eine ganzen Käfig voller Rennmäuse hätte, fällt im eigenen Haushalt so was nicht an? Oder gibt es hier tatsächlich irgend jemanden, der nicht sch...t?
Man kann ja angeblich auch aus Sch...e Geld machen. Wenn das jemand mit einer richtig guten Idee hinkriegt - Respekt. Aber wer bitteschön will denn den Müll anderer Leute kaufen? Wenn man also mal was ganz kurioses sucht, wird man bei Ebay fündig. Vor ein paar Tagen wurde dort sogar ein Baby zum Kauf angeboten! Was geht nur in den Köpfen der Leute vor!
Ich brauche weder Babies noch leere Haushaltsrollen. Wenn aber jemand weiß wo man stabile Papprollen bekommt, durch die eine kleines Kaninchen durch passt, wäre ich für Tipps dankbar.
Jetzt wird es doch schon recht früh dunkel, und morgens und abends ist es auch schon ganz schön frisch. Man hält sich zunehmend im Haus auf und das Essen, was auf den Tisch kommt, ist gehaltvoller als die leichte Sommerküche und muss Körper und Seele wärmen.
Herbstzeit ist auch Nusszeit. Zum Plätzchen backen mit Nuss und Mandelkern ist es aber noch eindeutig zu früh. Nussecken allerdings werden von meiner Familie heiß geliebt und sind, bis auf die Zeit zwischen Ostern und September, in meiner Küche ein Ganzjahresgebäck. Sie werden auch von Bekannten als kleine Aufmerksamkeit bzw. Dankeschön gerne genommen.
Wer neugierig geworden ist - hier das Rezept
Mürbeteigunterlage
250 g Mehl
1 Ei
1 Prise Salz
60 g Zucker
125 g Butter oder Margarine
Alle Zutaten verkneten und den Teig mindestens 30 Minuten kalt stellen.
Belag
100 g Marzipanrohmasse
2 Esslöffel Weinbrand oder Rum
400 g gemahlene Haselnüsse
--------------------
150 g Butter oder Margarine
100 g Crème fraîche oder Schmand
250 g Zucker
---------------------
Kuvertüre zum Bestreichen- Die Marzipanrohmasse mit einer Gabel zerdrücken und mit dem Weinbrand bzw. Rum verkneten. Ich füge zusätzlich noch so viel Milch oder Wasser hinzu, bis eine geschmeidige Masse entsteht.
- Diesen Brei mit den Haselnüssen mischen.
- Butter, Créme fraîche und Zucker in einen Topf geben und unter Rühren einmal kräftig aufkochen.
- Über die Nüsse gießen und gut vermischen.
- Den Mürbeteig auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech ausrollen.
- Die Nussmasse darauf verteilen und glatt streichen. Wenn das mit dem Holzlöffel nicht so gut klappt, mit ganz leicht angefeuchteten Fingern geht das hervorragend.
- Ca. 30 bis 35 Minuten bei 160 Grad Umluft backen. Die Backzeit hängt vom Ofen ab. Die Nussecken sind fertig, wenn der Nussteig leicht gebräunt ist.
- Die Teigplatte in Dreiecke schneiden und die Nussecken mit geschmolzener Kuvertüre bepinseln.
Stellt Euch vor, Ihr trefft Euch abends mit Freunden in einer netten Kneipe auf ein Glas Wein oder Bier. Weil es meistens nicht bei einem Glas bleibt und Ihr vernünftig und verantwortungsbewusst seid, habt Ihr das Auto zu Hause stehen lassen. Man unterhält sich nett, hat Spaß, und plötzlich ist es wieder verdammt spät geworden. Die Freunde haben einen anderen Heimweg und man muss nun alleine durch die Nacht nach Hause. Ein mulmiges Gefühl oder? Man könnte sich ein Taxi rufen. Jungen Leuten fehlt aber dafür oft das Geld und bei den Eltern, die bereit wären abzuholen, wohnt der Nachtschwärmer vielleicht nicht mehr. Was nun?
Beim Durchblättern der Zeitschrift für Freunde der Johanniter-Unfall-Hilfe bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen.
Die ehrenamtlichen Mitarbeiter stehen derzeit
donnerstags von 20-24 Uhr und
freitags und samstags von 22-4 Uhr
bereit, Freunde der Nacht telefonisch nach Hause zu begleiten und wenn es nötig sein sollte, die Polizei zum Zielort zu schicken.
Da das Team, wie gesagt, aus Ehrenamtlern besteht und das Ganze sich auch noch im Aufbau befindet, sind weitere Telefonisten und Geldspenden sehr willkommen. Mit unserer Unterstützung kann die Begleitung nach Hause vielleicht zeitlich weiter ausgedehnt werden. Weitere Informationen findet Ihr hier.
Ich finde das eine wirklich gute und unterstützenswerte Idee.
Nachdem der September mit Hochsommerwetter begonnen hatte, stehen so langsam aber doch alle Zeichen auf Herbst. Morgens und abends ist es jetzt merklich frischer. Und was ist es auf einmal schon früh dunkel! Die Sonne gibt aber tagsüber immer noch ihr Allerbestes. Temperaturen, dass man noch im T-Shirt Sonnenvorrat für einen langen, üsseligen Winter tanken kann. Und dann dieses goldene, warme Licht, wie es nur die Herbstsonne zaubern kann. Für mich die schönste Jahreszeit.
Jetzt ist auch die Zeit um in Pflaumen- und Apfelkuchen zu schwelgen und den Abend mit Federweißen und Zwiebelkuchen ausklingen zu lassen.
Für Apfelfans habe ich ein ganz unkompliziertes Rezept für Apfelbrot. Eigentlich ist es ein Kastenkuchen, wird aber, wie Brot auch, ohne Zugabe von Fett gebacken. Die Optik des Apfelbrotes ist leider recht unspektakulär - sieht eher aus wie ein Hackbraten. Nix für Ästheten, aber ein sehr saftiges Brot, das relativ schnell zusammengerührt ist.
Als klassischer Backapfel eignet sich ein Boskopp besonders gut. Will man einen Apfel, der gute Backeigenschaften hat und auch zum so essen lecker ist, empfehle ich Elstar.
Rezept für 2 Kastenformen
Backzeit 45-60 Minuten bei 160 Grad Umluft
- 750 g in geschälte und in Würfel geschnittene Äpfel
- 150 g Zucker - ich nehme braunen Zucker
- 2 Esslöffel Rum
Jetzt kommt eine kleine Schikane. Diese Mischung muss ein paar Stunden ziehen, bis der Zucker vollständig gelöst ist und sich Flüssigkeit gebildet hat.
Dann kommen noch dazu:
- 500 g Mehl
- 2 Tütchen Backpulver
- 200 g gehackte Nüsse
- 200 g Rosinen
- 1-2 Esslöffel Kakao
- 1 Teelöffel Zimt
Alle Zutaten miteinander vermischen. Das geht am besten mit einem Holzlöffel oder mit den Händen.
Wenn das Mehl noch nicht komplett untergearbeitet ist, erscheint der Teig sehr trocken und man ist versucht, zusätzliche Flüssigkeit dazu zu geben. Auf keinen Fall! Geduldig weiter kneten! Der Teig hat am Ende die vom Kuchenteig gewohnte feuchte Konsistenz.
Ich mag keine trockenen, knubbeligen Rosinen im Kuchen und weiche sie deshalb vorher ein. Am schnellsten geht das, wenn man sie mit etwas kochendem Wasser übergießt - nur so viel, dass die Rosinen mit Wasser bedeckt sind - und das Ganze ca. 20 Minuten ziehen lässt. Die Rosinen sind dann nicht ausgelaugt, aber schön weich und saftig und entziehen dem Teig so keine Feuchtigkeit. (Abgießen nicht vergessen.)
Das Apfelbrot kann man prima auf Vorrat backen und einfrieren.
Ich koche ziemlich ungern. Nein - so stimmt das nicht. Ich hasse diese tägliche Pflicht, was Vernünftiges auf den Tisch bringen zu müssen. Der eine mag dies nicht, der andere verträgt das nicht. Frag ich was ich kochen soll, kommt nur ein Schulterzucken begleitet von einem "Mir egal. Irgendwas." Nee, so machts keinen Spaß.
Für Gäste oder wenn mal was Besonderes ansteht, leg ich mich allerdings gern ins Zeug. Und auf schöne Kochbücher und Zeitschriften mit ausgefallenen Rezepten spring ich an. Ich trag auch Zeitschriften nach Hause, in denen mir beim groben Durchblättern nur ein einziges Rezept ins Auge springt. Wenn der Zeitschriftenstapel allzu groß wird, wandern die wenigen nachkochenswerten Rezepte in einen Ordner, die Zeitschriften ins Altpapier. Im Laufe der Jahre hat sich eine stattliche Anzahl an Kochbüchern und Zeitungsauschnitten angesammelt. Gekocht und gebacken wird aber, wie gesagt, nur nach wenigen Lieblingsrezepten.
Damit ist jetzt Schluss. Neulich hab ich nen Rappel gekriegt und rigoros aussortiert. Um Nägel mit Köpfen zu machen, habe ich mir selbst ein Kochbuch-Kaufverbot auferlegt. Kommt erst wieder was neues ins Haus, wenn alle Rezepte durchgekocht sind.
Ich glaube allerdings, bei Zeitschriften wird das schwer. Im Vergleich zu Kochbüchern kosten die ja nicht viel. Und ein paar einzelne rausgerissene Rezepte nehmen auch nicht viel Platz weg. Ich fürchte, hier und da wird doch noch das ein oder andere Heft in den Einkaufswagen wandern. Die Berechtigung dafür krieg ich mir schön geredet. Das kann ich gut.
In einem dieser nett anzusehenden, reich bebilderten Magazine war ein Mango-Ketchup-Rezept, das ich tatsächlich schon zwei mal nachgekocht habe. Und das, obwohl das Heft erst vom Frühjahr 2016 ist. Ein fruchtiges Ketchup mit einer angenehmen Schärfe. Ich könnt drin baden. Selbst Töchterlein, die noch nie Ketchup mochte, liebt es.
So viele Leute können nicht falsch liegen, deshalb hier das Rezept:
Mango-Ketchup
1 Mango
1 Zwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
20 g Ingwer
1 Teel. Koriandersamen
2 El Butter zum Andünsten (wer Kalorien sparen will, nimmt etwas weniger)
500 g passierte Tomaten
50 g brauner Zucker (wenn die Mango sehr süß ist, kann man auf zusätzlichen Zucker verzichten)
60-80 ml weißer Balsamicoessig
1 Lorbeerblatt
Salz
Pfeffer - wenn möglich, frisch gemahlen
Cayennepfeffer
Die Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Stein schneiden und grob würfeln. Zwiebel und Knoblauch schälen und würfeln. Den Ingwer schälen und fein reiben. Den Koriander im Mörser zerstoßen. (Wer keinen Mörser hat - fertig gemahlener Koriander geht bestimmt auch.)
Die Butter im Topf schmelzen. Zwiebeln, Knoblauch und Koriander bei reduzierter Hitze goldbraun anschwitzen.
Mango, Ingwer, passierte Tomaten, braunen Zucker, Essig, Lorbeerblatt zugeben. Bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen. Öfter umrühren, damit nichts anbrennt. Das Lorbeerblatt wieder raus fischen, den Ketchup pürieren und mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken. Den Cayennepfeffer vorsichtig dosieren, da Ingwer auch schon Schärfe mitbringt. In Schraubgläser füllen und kühl stellen. Was nicht bald verbraucht wird, kann problemlos in den Kälteschlaf geschickt werden.