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19. November 2019
1. Februar 2019
Shakshuka auf meine Art
Die israelische Küche hat ein ganz wunderbar schnelles, einfaches Gericht im Repertoire - Shakshuka. Was wie "Hatschiii" klingt, sind gestockte Eier in Tomatensoße und wird dort hauptsächlich zum Frühstück gegessen.
Zuerst wird die Tomatensoße gekocht, dann mit einem Löffel Mulden in der Soße geformt und in jede Mulde ein Ei gesetzt. Das lässt man wie Spiegeleier stocken. Dazu gibt es Brot.
Frühstück und warmes Essen - so wach ist mein Magen morgens noch nicht, dass das zusammen geht. Um aus dem Rezept ein gehaltvolleres Mittag- oder Abendessen zu kochen, habe ich noch Blattspinat und Feta dazu gegeben.
Hier meine Variante von Shakshuka:
- etwas Öl
- 1 - 2 Zwiebeln
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Esslöffel Tomatenmark
- 2 kleine Dosen stückige Tomaten
- Salz, Pfeffer
- Paprikapulver
- Chilipulver oder Cayennepfeffer
- einen halben Teelöffel Zucker
- Spinat (bei mir kam er aus dem Tiefkühler)
- 1 Packung Feta
- Eier je nach Hunger
Gekocht wird Shakshuka in einer offenen Pfanne.
- Die Zwiebeln in Öl anschwitzen.
- Knoblauch und Tomatenmark dazu geben und kurz mitdünsten.
- Tomaten und Gewürze dazu und das Ganze ohne Deckel etwas einkochen lassen. Rühren, sonst spritzt es.
- Spinat mit in die Pfanne geben und einen Augenblick köcheln lassen. Der Spinat braucht nicht lange.
- Dann den Feta unterrühren.
- Mit dem Kochlöffel Mulden formen und je ein aufgeschlagenes hinein setzen. Am besten nicht alle Mulden auf einmal formen, sondern alle hübsch nacheinander und sofort ein Ei rein setzen. Sonst zerfließt die Soße wieder schnell zu einer einheitlichen Fläche.
- Deckel auf die Pfanne und die Eier bei geringer Hitze stocken lassen.
Verlinkt zu Holunderblütchen und Soulsister
15. Januar 2019
Im Tal der Tränen
Gute eineinhalb Kilo Zwiebeln zu pellen und zu schneiden ist eine Kampfansage an die Tränendrüsen. Ich will Zwiebelkuchen backen. Da ist es mit zwei, drei Zwiebelchen nicht getan.
Und weil Zwiebeln nicht nur ein gesundes Gemüse sind, sondern ihre Inhaltsstoffe auch schleimlösend und entzündungshemmend wirken und hier alles schnieft und hustet, setze ich auch gleich Hustensirup mit an.
Das geht ganz fix. Zwiebeln grob würfeln und abwechselnd mit Kandis in ein Schraubglas schichten. 1 - 2 Tage stehen lassen bis sich der Zucker gelöst hat. Abseihen und mehrmals über den Tag verteilt 1 Teelöffel nehmen. Der Geschmack ist okay.
Hier mein Rezept:
Hefeteig
- 500 g Mehl
- Päckchen Trockenhefe
- etwas Zucker damit die Hefe arbeiten kann
- 250 ml Milch
- 100 Butter
- 1 Ei
- 1 Teelöffel Salz
Aus den Zutaten (Milch leicht anwärmen, Butter und Ei rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen) den Teig kneten und gehen lassen. Wenn er etwa doppelt so hoch ist, auf einem Backblech ausrollen und nochmals gehen lassen.
In der Zwischenzeit den Belag zubereiten.
Bacon und Käse sind schon salzig. Hier also vorsichtig salzen.
Den Belag gleichmäßig auf den Teig streichen und den Zwiebelkuchen bei 160 Grad Umluft etwa 40 Minuten backen.
Schon gewusst? Wenn man die Zwiebeln an der frischen Luft schneidet, bleibt die Heulattacke aus. Ich hab's ausprobiert. Jetzt im Winter finde ich heulen statt frieren aber doch ein klitzekleines bisschen angenehmer.
Verlinkt zu Dings vom Dienstag und Soulsister meets friends
In der Zwischenzeit den Belag zubereiten.
- Ca. 1,5 kg Zwiebeln in Ringe schneiden und in der Pfanne dünsten.
- 1 - 1,5 Becher Schmand zufügen
- 1 Ei drunter rühren
- Optional 200 g gebratenen Bacon und
- 100 g Gryère dazugeben.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Bacon und Käse sind schon salzig. Hier also vorsichtig salzen.
Den Belag gleichmäßig auf den Teig streichen und den Zwiebelkuchen bei 160 Grad Umluft etwa 40 Minuten backen.
Verlinkt zu Dings vom Dienstag und Soulsister meets friends
1. November 2018
Selbstgemachte Gemüsebrühe - Gemüse trocknen ohne Dörrautomat und ohne Backofen
Wer kennt nicht das gebündelte Suppengrün aus dem Supermarkt - ein Schnitz Sellerie, eine Möhre und ein Stück Lauch. Das sorgt dafür, dass Suppen und Soßen nicht wie eingeschlafene Füße schmecken. Den gleichen Effekt erzielt man einfach und schnell mit fertiger Gemüsebrühe aus dem Supermarkt. Im Idealfall ist da das selbe drin - Suppengemüse und Kräuter getrocknet ins Glas gebracht. Da das aber leider oft nicht die einzigen Inhaltsstoffe sind, gibt es in meiner Küche schon lange selbst gemachte Brühe.
Damit der Backofen nicht blockiert ist, habe ich mir sogar extra einen Dörrautomat angeschafft.
Kürzlich kam mir bei einer Brühen-Nachschub-Produktion, kaum dass ich angefangen hatte, was dazwischen. Gerade mal fünf läppische Selleriescheiben hatte ich gehobelt. Die Schüssel mit dem Gemüse musste also beiseite geschoben werden und war damit aus den Augen und erstmal auch aus dem Sinn.
Als ich ein paar Tage später mein Werk vollenden wollte, waren die Selleriescheiben verhutzelt und trocken. So richtig furz-knubbel-trocken. Ganz ohne Wärmezufuhr und damit verbundenen Stromkosten.
Logischerweise gibt es ab jetzt im Hause Mondarah nur noch luftgetrocknete Brühe. Nicht nur preiswert und ohne Zusatzstoffe, sondern auch noch so was von nachhaltig. Wenn ich zufällig gleichzeitig Backtag habe, schiebe ich das Gemüse anschließend in den noch warmen Ofen. Die Restwärme beschleunigt den Trockenprozess ein büschen.
Bei den grünen Teilen vom Lauch klappt das Lufttrocknen nicht so gut. Die sind etwas ledrig und sperren sich ein bisschen. Wenn man die vor dem Trocknen im Mixer schreddert, geht's wieder.
Verlinkt zu soulsister
Damit der Backofen nicht blockiert ist, habe ich mir sogar extra einen Dörrautomat angeschafft.
Kürzlich kam mir bei einer Brühen-Nachschub-Produktion, kaum dass ich angefangen hatte, was dazwischen. Gerade mal fünf läppische Selleriescheiben hatte ich gehobelt. Die Schüssel mit dem Gemüse musste also beiseite geschoben werden und war damit aus den Augen und erstmal auch aus dem Sinn.
Als ich ein paar Tage später mein Werk vollenden wollte, waren die Selleriescheiben verhutzelt und trocken. So richtig furz-knubbel-trocken. Ganz ohne Wärmezufuhr und damit verbundenen Stromkosten.
Logischerweise gibt es ab jetzt im Hause Mondarah nur noch luftgetrocknete Brühe. Nicht nur preiswert und ohne Zusatzstoffe, sondern auch noch so was von nachhaltig. Wenn ich zufällig gleichzeitig Backtag habe, schiebe ich das Gemüse anschließend in den noch warmen Ofen. Die Restwärme beschleunigt den Trockenprozess ein büschen.
Bei den grünen Teilen vom Lauch klappt das Lufttrocknen nicht so gut. Die sind etwas ledrig und sperren sich ein bisschen. Wenn man die vor dem Trocknen im Mixer schreddert, geht's wieder.
Am ersten Tag waren das fünf Backbleche voll.
Nach drei Tagen noch nicht ganz trocken, aber schon auf zwei Bleche zusammen geschrumpft.
Verlinkt zu soulsister
23. Januar 2018
Eier in Senfsoße - Rezept
Weiß heutzutage noch jemand, wie man eine Mehlschwitze macht? Ist diese Art des Kochens in Zeiten von Low Carb, und was weiß ich noch alles, überhaupt noch zeitgemäß? Ich persönlich bin kein großer Fan von Mehlschwitzen. Ich glaube, die Ursache liegt in meiner Kindheit. Wenn meine Mutter früher Koteletts oder Frikadellen machte, gab es als Soße immer eine Mehlschwitze. Die mochte ich nicht. Die hat nach rein gar nix geschmeckt, außer nach Pfeffer. Ich darf das schreiben. Mama hat kein Internet und liest nicht mit :)))
Aber hier und da koche ich doch eine. Der Mann liebt Eier in Senfsoße. Die Basis für die Soße ist eine Mehlschwitze. Und weil Lieblingsessen, das wahrscheinlich auch Kindheitserinnerungen weckt, kommt das ab und zu auf den Tisch. Die Tochter mag Eier in Senfsoße inzwischen auch recht gerne und hat sich das Rezept zum Nachlesen gewünscht.
Mit dem Weitergeben meiner Rezepte ist das so eine Sache. Ich koche nach Gefühl. Immer. Selbst, wenn ich ein Rezept ausprobiere, halte ich mich nicht strikt an Zutatenlisten und Mengenangaben. Für die Senfsoße habe ich jetzt mal alle Zutaten möglichst exakt abgemessen.
- 1 Esslöffel Butter zerlassen
- 1 gehäuften Esslöffel Mehl dazugeben und unter Rühren anschwitzen.
- 600 ml kalte*! Milch langsam dazugeben und mit dem Schneebesen rühren, rühren, rühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Notfalls den Topf zwischendrin von der heißen Platte ziehen. Die Soße nochmal aufkochen.
- 2 Esslöffel Senf einrühren.
- Zum Schluss nach Geschmack salzen
*Mit heißer Milch klumpt die Soße. Mehlschwitzen mit Brühe werden nach dem gleichen Prinzip gekocht. Statt der Milch wird eben Brühe oder eine Mischung aus beidem verwendet.
Dazu gibt es Salzkartoffeln und hartgekochte Eier. Vergesst Superfood! Mehlschwitze klingt zwar furchtbar altmodisch und ungesund. Aber die Kombination aus Kartoffeln und Eiern ist ernährungstechnisch gesehen ein Dream-Team. Wer noch einen Frischekick braucht, serviert als Beilage Rohkost oder einen Salat. Und schon hat man ein einfaches, schnelles und preisgünstiges Essen.
Ich stelle gerade fest, dass dieses Gericht ähnlich ist wie Papa a la Huancaina. Peru und Deutschland sind doch nicht so weit entfernt.
Für alle
Butter lässt sich durch Margarine austauschen. Wer kein Weizenmehl verträgt, hat mit Dinkelmehl seltener Probleme. Und Milch gibt es lactosefrei, Sojamilch, Mandelmilch und was weiß ich noch alles. Dann ist die Soße sogar vegan. Wer die Eier auch weglassen will - probiert mal Blumenkohl dazu.
Noch was. Es wurde mal moniert, dass meine Posts nicht nach Themen sortiert sind. Doch sind sie. Bemängelt hat das jemand, der noch ganz jung und, so sollte man meinen, dann zwangsläufig auch technik-affin ist. Hah, und ich alter Technikdepp konnte helfen. Yesss! Wer mit dem Handy liest und was Bestimmtes sucht - ganz nach unten scrollen und auf "Webversion" klicken. Rechts oben findet man dann die einzelnen Kategorien. Außerdem gibt es in dieser Version ein Suchfeld, in dem man die Überschrift bzw. das Thema eingeben kann.
30. August 2017
Papa a la Huancaina - eine typisch peruanische Vorspeise
Seitdem wir die Möglichkeit haben alle Herren Länder zu bereisen, haben sich die deutschen Essgewohnheiten stark verändert. Die typisch deutsche Küche kommt nicht mehr so oft auf den Tisch. Man kocht nach, was im Gastland geschmeckt hat. Ich zum Beispiel liebe die mediterrane Küche.
Auf einer Reise durch Peru hatten wir ausreichend Gelegenheit die dortige Landesküche kennen zu lernen.
Kürzlich hatten wir Gäste aus Peru, und ich durfte mit einer waschechten Limenserin eine typisch peruanische Vorspeise kochen, die Papa a la Huancaina. Das heißt, gekocht hat sie. Ich habe nur zugesehen.
Dieses Gericht hat seinen Ursprung in Huancayo, einem Ort in den Anden. Im Laufe der Zeit hat es auch den Weg nach Lima gefunden. Es ist eine etwas dickere Soße, die mit in Scheiben geschnittenen Pellkartoffeln serviert wird. Das Ganze wird kalt gegessen.
Papa heißt übersetzt Kartoffel. In Peru gibt es unglaublich viele Kartoffelsorten. Laut Aussagen der peruanischen Fremdenführer sind es weit über 2000 Sorten. Unser Gast war sich sogar sicher, dass es über 4000 Sorten sind. Wie auch immer. Wenn ein Peruaner hört, wie wenig Sorten es in Deutschland gibt, erntet man nur ein mitleidiges, ja, fast höhnisches Lachen.
Für Interessierte ein bisschen geschichtlicher Hintergrund zu Papa a la Huancaina. Wer nur das Rezept will, scrollt einfach weiter.
- Eine Theorie besagt, dass der Erfinder dieses Gerichts die Zutaten in Huancayo gekauft hat. Zu Ehren dieser Region gab er dem Gericht seinen Namen.
- Eine weitere Theorie lautet, dass beim Bau der Eisenbahnstrecke Huancayo - Lima die eingeborenen Frauen den Arbeitern an den Gleisen dieses Gericht zum Mittagessen
brachten.
brachten.
- Daran knüpft die nächste Theorie an, dass auf der Jungfernfahrt von Lima nach Huancayo
das Gericht dann im Zug serviert wurde.
das Gericht dann im Zug serviert wurde.
Diese Eisenbahnstrecke ist übrigens die zweithöchste der Welt und einfach atemberaubend. Und das im doppelten Sinn.
Der höchste Bahnhof der Strecke liegt auf 4798 Meter. Hatte man auf dem Weg dorthin schon mit der Höhenkrankheit zu kämpfen, bekommt man, wenn man hier aus dem Zug aussteigt, einen richtigen Schlag. In dieser Höhe japst man ordentlich nach Luft.
Abgesehen von der Luftnot äußert sich die Höhenkrankheit durch Übelkeit und starke Kopfschmerzen. Die Kopfschmerzen sind mit Schmerzmitteln kaum zu lindern. Gegen die Übelkeit helfen Koka-Tee und spezielle Tabletten.
Der Zug wird immer von medizinischem Personal begleitet. Manch einem geht es in der Höhe so schlecht, dass zusätzlich Sauerstoff verabreicht werden muss.
Rezept für Papa a la Huancaina:
- neutrales Öl
- 2 Zwiebeln
- 1 Glas Pasta de Aji Panca Amarillo* (225 g)
- 1 gute Messerspitze Kurkuma
- Pfeffer
- Salz
- Salz
- ein knapper halber Teelöffel Kreuzkümmel (darf nicht zu stark durchschmecken)
- 2 bis 3 Knoblauchzehen
- 1 Päckchen Tuc-Kekse*
- 1 Päckchen Kondensmilch*
- 1 Paket fettarmer Feta (Geschmacklich kommt der dem Käse aus Huancayo am Nächsten).
Die Lake kann ruhig mitverwendet werden.
Die Lake kann ruhig mitverwendet werden.
Die gewürfelten Zwiebeln bei starker Hitze in reichlich Öl andünsten.
Aji und die Gewürze dazugeben und alles gut durchschmurgeln lassen. Vorsichtig salzen. Cracker und Feta sind auch schon salzig.
Zuletzt kommt der klein geschnittene Knoblauch dazu. Das Ganze nochmal gut durchköcheln.
In einer separaten Schüssel die Tuc-Cracker zerbröseln und mit der Kondensmilch übergießen. Den zerkleinerten Käse und die gekochte Aji-Zwiebel-Mischung dazugeben und alles pürieren.
Sollte die Soße noch zu dünn sein, etwas mehr von den Tuc-Keksen dazugeben. Oder Limonensaft. Oder auch beides.
Sollte die Soße noch zu dünn sein, etwas mehr von den Tuc-Keksen dazugeben. Oder Limonensaft. Oder auch beides.
Limone reagiert mit der Milch und sorgt so für mehr Bindung.
Das Säuerliche tut dem Geschmack keinen Abbruch. Peruaner vereinen gerne verschiedene Geschmacksrichtungen in einem Gericht.
*Aji sieht aus wie Spitzpaprika und hat die Schärfe von Peperoni.
Es handelt sich aber um eine eigene Pflanzensorte. Aus Aji wird eine Paste als Basis für dieses Gericht hergestellt. Diese Paste kann man z.B. hier kaufen.
Es handelt sich aber um eine eigene Pflanzensorte. Aus Aji wird eine Paste als Basis für dieses Gericht hergestellt. Diese Paste kann man z.B. hier kaufen.
*Papa a la Huancaina ist ein traditionelles, altes Gericht. Logischerweise gab es damals weder Tuc-Kekse noch Kondensmilch. Man hat stattdessen altes Brot und normale Milch verwendet. Die Variante mit Tuc-Keksen und Kaffeesahne ist typisch limensisch, wie auch die pürierte Art der Soße. In Huancayo war die Soße früher stückiger.
Angerichtet wird in jeder Familie gleich. Immer auf einem Salatblatt mit einer schwarzen Olive und einem Viertel hartgekochtem Ei.
Im Grunde kann jedes Gericht den persönlichen Vorlieben angepasst werden. Kochen ist schließlich was Kreatives. Deshalb wird es die Soße bei uns demnächst mal warm zu Salzkartoffeln geben. Meine Tochter hat sie neulich mit Tortellini serviert. Auch sehr lecker. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass sich mit der Basissoße ohne Cracker, Milch und Feta einiges zaubern lässt.
Verlinkt zu facile et beau, Freutag, Nähfrosch, Karminrot, soulsister meets friends
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9. August 2017
Blitzschnelle Tomatensoße
Nudeln mit Tomatensoße - von Kindern heiß geliebt. Jetzt im Sommer gibt es frische Tomaten satt, die wunderbar aromatisch schmecken.
Ein richtig gute Tomatensoße braucht ihre Zeit. Damit sie die richtige Konsistenz und den unvergleichlich fruchtigen Geschmack hat, muss sie eine Weile vor sich hin köcheln. Deshalb nimmt man, wenn es mal schnell gehen muss, gerne fertige Tomatensoße aus dem Glas. Das muss nicht sein.
Wenn unerwartet Gäste mit am Tisch sitzen, ist das gar kein Problem. Die Zutaten lassen sich gut bevorraten. Statt frische Tomaten kann man auch guten Gewissens auf Tomaten aus der Dose zurückgreifen. Dass die frische Variante gesünder ist, trifft bei Tomaten nicht zu.
Blitztomatensoße
- 1 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 425 g Tomaten (frisch oder aus der Dose)
- 2 Esslöffel Tomatenmark
- 100 g getrocknete Tomaten in Öl*
- 1 Esslöffel Honig
- Salz, Pfeffer
- Basilikum
*Statt Tomaten in Öl kann man auch lose, getrocknete Tomaten nehmen. Oder selber trocknen. Dann müssen die Tomaten ca.15 Minuten in heißem Wasser eingeweicht werden.
Die Tomaten aber unbedingt schon eingeweicht (und abgetropft) wiegen. Sonst wird die Soße zu sauer.
Zwiebeln grob zerteilen, Tomaten abtropfen lassen und alle Zutaten in den Mixbecher geben und pürieren. Die Soße braucht dann nur noch erwärmt zu werden. Also wirklich ruck zuck fertig.
Da ich den Geschmack von rohen Zwiebeln nicht so mag, dünste ich sie in etwas Öl an.
Honig in der Soße mag befremdlich klingen. Aber ich versichere euch, das schmeckt. Alternativ geht auch Ahornsirup.
Nicht nur in der einfachen Version mit Spagetti und etwas Parmesan ist die Soße lecker. Wenn es mal etwas feiner sein soll - mit Lachs und frischen Bandnudeln macht sie richtig was her.
Oder es darf etwas deftiger sein? Tortellini und Soße in eine Auflaufform geben, geriebenen Cheddar drüber streuen und ab damit in den Ofen.
Ich finde, kalt ist die Soße ein guter Ketchup-Ersatz. Mit Ingwer oder Chilli bekommt sie die entsprechende Schärfe. Sie muss allerdings bald verbraucht oder eingefroren werden.
Auch zu sehen bei facile et beau
4. August 2017
Sommerlich frische Brombeer-Quarktorte mit farblich passender Tischdeko
Mit sommerlich frisch verbindet man automatisch kalorienarme Leichtigkeit, stimmt's? Da muss ich euch leider enttäuschen. In der Torte sind nicht nur Beeren und Quark, sondern auch noch ordentlich Mascarpone. Und ein klitzekleines bisschen Sahne. Mascarpone enthält sage und schreibe 80% Fett. In Worten: Achtzig!! Da kann man die paar Prozent Fett in der Sahne fast vernachlässigen. Trotzdem oder gerade deswegen schmeckt die Torte
Beeren sind, was Vitamine und Mineralstoffe angeht, wahre Kraftpakete. Momentan kann ich täglich Brombeeren ernten. Zum so essen viel zu viele. Also müssen sie anderweitig verarbeitet werden.
So wird die Torte gemacht:
Für den Biskuitboden
3 Eier und 125 g Zucker so lange schlagen, bis eine dicke, gelbe Creme entstanden ist.
75 g Mehl und 1 knappen Teelöffel Backpulver unterrühren.
Teig in eine Springform füllen und ca. 30 Minuten backen.
500 g Quark, 500 g Mascarpone, ca. 400 g pürierte Beeren und
75 g Zucker (kommt ein bisschen auf die Süße der Beeren an)
miteinander verrühren.
2 Glatt Gelatine auflösen* und unterrühren. (Wenn gefrorenes Obst verwendet wird, 4 Blatt Gelatine nehmen. Gefrorene Früchte ziehen mehr Saft.)
*Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Gut ausdrücken und im Topf bei geringer Hitze auflösen. Ein paar Löffel von der Creme in die Gelatine rühren. Dann alles mit der restlichen Creme verrühren.
Wenn die Gelatine anfängt zu binden, 200 ml geschlagene Sahne unterheben.
Die Creme auf den Tortenboden geben und die Torte mehrere Stunden kalt stellen.
Und weil die Bartnelken so schöne Beerentöne haben, ist das heute der Tischschmuck. Die Fette Henne lockert den großen Strauß zwar schön auf, lässt mich aber auch ein bisschen wehmütig werden. Zeigt sie doch, dass der Herbst mit großen Schritten naht und die Gartensaison sich unweigerlich dem Ende neigt.
Verlinkt mit Holunderblütchen
1. Februar 2017
Gemüsebrühe ohne bedenkliche Zusatzstoffe - ganz einfach selber machen
Da steht man am Herd, schnippelt und rührt und brutzelt, kriegt aber keinen Geschmack ans Essen. Irgendwie fehlt der Pfiff. Aber was kann man noch reinkloppen? Salz und Pfeffer ist genug drin.
Ein Löffel Gemüsebrühe und schwupps - schmeckts gleich ganz anders. Besonders zu Suppen und Eintöpfen passt Gemüsebrühe hervorragend. Damit man sie bevorraten kann, eignet sich getrocknete Brühe im Glas perfekt.
Auch wenn es bequem ist fertige Brühe zu kaufen, den leckeren Geschmack kriegt die industriell hergestellte Brühe hauptsächlich durch gesundheitlich bedenkliche, künstliche Geschmacksverstärker. Die sind auf der Zutatenliste gleich am Anfang aufgeführt. Die natürlichen Geschmacksgeber wie Gemüse und Kräuter stehen ziemlich am Ende. Die Zutaten sind in der Reihenfolge ihres Gewichtsanteils aufgelistet. Das heißt also, von den natürlichen Zutaten ist wenig drin, von den ungesunden, überflüssigen dagegen reichlich.
Weil ich keine Lust mehr habe, mir irgendwelches chemisches und mit Füllstoffen angereichertes Zeug einzuverleiben, mach ich mir meine Brühe selbst.
Außer dem klassischen Suppengemüse, Zwiebeln und Kräutern braucht man noch einen Backofen und einen Mixer.
Ich nehme für meine hausgemachte Brühe
• 1 Knolle Sellerie
• 2 - 4 Möhren
• 4 Zwiebeln
• Liebstöckel und Petersilie nach Lust, Laune und Verfügbarkeit
(auch Tomaten und Pilze passen gut)
Das Gemüse hobeln oder mit einem scharfen Messer in möglichst dünne Scheiben schneiden und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten. (Bei der angegebenen Menge braucht man mehr als ein Blech oder man trocknet in mehreren Durchläufen). Bei ca. 80 Grad im Ofen trocknen.
Einen Kochlöffel zwischen die Ofentür klemmen, damit die einen Spalt offen bleibt und die Feuchtigkeit entweichen kann.
Die Gemüsescheiben zwischendurch wenden, damit alles schön gleichmäßig trocknet. Wenn es beim Durchmischen raschelt, ist der Trockenvorgang beendet.
Die getrockneten Zutaten im Mixer schreddern und in Schraubgläser füllen. Da durch den Entzug der Feuchtigkeit nichts schimmeln kann, ist die Brühe nahezu unbegrenzt haltbar. Einen kleinen Vorrat herstellen, und man kann auf Maggi und Co. getrost verzichten.
Da ich das mittlerweile regelmäßig mache, habe ich mir einen Dörrautomat angeschafft. Der nimmt zwar in der Küche Platz weg, dafür ist aber der Backofen nicht blockiert. Und man kann ja nicht nur Suppengemüse trocknen. Selbst getrocknetes Obst ist auch was Wunderbares. Probiert mal getrocknete Ananas - superlecker.
Ein Löffel Gemüsebrühe und schwupps - schmeckts gleich ganz anders. Besonders zu Suppen und Eintöpfen passt Gemüsebrühe hervorragend. Damit man sie bevorraten kann, eignet sich getrocknete Brühe im Glas perfekt.
Auch wenn es bequem ist fertige Brühe zu kaufen, den leckeren Geschmack kriegt die industriell hergestellte Brühe hauptsächlich durch gesundheitlich bedenkliche, künstliche Geschmacksverstärker. Die sind auf der Zutatenliste gleich am Anfang aufgeführt. Die natürlichen Geschmacksgeber wie Gemüse und Kräuter stehen ziemlich am Ende. Die Zutaten sind in der Reihenfolge ihres Gewichtsanteils aufgelistet. Das heißt also, von den natürlichen Zutaten ist wenig drin, von den ungesunden, überflüssigen dagegen reichlich.
Weil ich keine Lust mehr habe, mir irgendwelches chemisches und mit Füllstoffen angereichertes Zeug einzuverleiben, mach ich mir meine Brühe selbst.
Außer dem klassischen Suppengemüse, Zwiebeln und Kräutern braucht man noch einen Backofen und einen Mixer.
Ich nehme für meine hausgemachte Brühe
• 1 Knolle Sellerie
• 2 - 4 Möhren
• 4 Zwiebeln
• Liebstöckel und Petersilie nach Lust, Laune und Verfügbarkeit
(auch Tomaten und Pilze passen gut)
Das Gemüse hobeln oder mit einem scharfen Messer in möglichst dünne Scheiben schneiden und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten. (Bei der angegebenen Menge braucht man mehr als ein Blech oder man trocknet in mehreren Durchläufen). Bei ca. 80 Grad im Ofen trocknen.
Einen Kochlöffel zwischen die Ofentür klemmen, damit die einen Spalt offen bleibt und die Feuchtigkeit entweichen kann.
Die Gemüsescheiben zwischendurch wenden, damit alles schön gleichmäßig trocknet. Wenn es beim Durchmischen raschelt, ist der Trockenvorgang beendet.
Die getrockneten Zutaten im Mixer schreddern und in Schraubgläser füllen. Da durch den Entzug der Feuchtigkeit nichts schimmeln kann, ist die Brühe nahezu unbegrenzt haltbar. Einen kleinen Vorrat herstellen, und man kann auf Maggi und Co. getrost verzichten.
Da ich das mittlerweile regelmäßig mache, habe ich mir einen Dörrautomat angeschafft. Der nimmt zwar in der Küche Platz weg, dafür ist aber der Backofen nicht blockiert. Und man kann ja nicht nur Suppengemüse trocknen. Selbst getrocknetes Obst ist auch was Wunderbares. Probiert mal getrocknete Ananas - superlecker.
6. August 2016
Tzatziki wie in Griechenland
Tzatziki gehört zu Griechenland wie das knallblaue Meer, die üppig blühenden Bougainvillea und die weißen Häuser in den kleinen, verwinkelten Gassen, wo die Pflasterfugen mit weißer Farbe so liebevoll nachgemalt werden. Cremig muss er sein und Knoblauch muss drin sein. Und zwar so viel, dass man beim Ausatmen jeden im Umkreis von fünf Metern außer Gefecht setzen könnte.
Als wir mit Anfang zwanzig das erste Mal in Griechenland waren, hat uns diese knoblauchhaltige Vorspeise derart begeistert, dass sie jeden Abend geordert wurde. Wieder zu Hause scheiterten alle Versuche diese Speise, die die Götter des Olymp kreiert haben müssen, zu kopieren. Es schmeckte immer zu säuerlich und zu quarkig, obwohl die Herstellung simpel ist. Einfach Joghurt, Quark (das ist regional unterschiedlich und somit Geschmackssache), Gurke, Knoblauch und Olivenöl zusammen rühren. Was ich damals nicht wusste - der Joghurt ist das Entscheidende. Joghurt hat bei uns maximal 3,5 % Fett, der griechische dagegen 10%. Diese paar Prozent machen aber tatsächlich den Unterschied. Früher war das Angebot in den Supermärkten noch nicht so vielfältig. Heute bekommt man eine große Auswahl an Lebensmitteln aus aller Herren Länder. Auch den fetten griechischen Joghurt. Seitdem gelingt der Tzatziki so wie er sein soll.
Ich nehme für Tzatziki, der nach Urlaub schmeckt:
500 g griechischen Joghurt
100-150 g Magerquark
etwa eine halbe Salatgurke ohne Kerne
3-4 Knoblauchzehen
einen Schuss gutes Olivenöl
Salz, Pfeffer
Joghurt und Quark in eine Schüssel geben. Die Gurke vierteln, entkernen und raspeln. Wer das noch wie ich mit der Hand macht - auf die Finger aufpassen. Das letzte Fiddelchen Gurke lieber so essen.
Die Knoblauchzehen sehr fein hacken. Mit einem Wiegemesser für Kräuter geht das hervorragend.
Alle Zutaten mit einem Schuss Olivenöl zusammen rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Am besten schmeckt der Tzatziki, wenn er eine paar Stunden im Kühlschrank durchgezogen ist. Wer mag, gibt vor dem Servieren noch schwarze Oliven und zusätzlich etwas Olivenöl oben drauf. Mit Fladenbrot die perfekte Beilage zu Gegrilltem.
Als wir mit Anfang zwanzig das erste Mal in Griechenland waren, hat uns diese knoblauchhaltige Vorspeise derart begeistert, dass sie jeden Abend geordert wurde. Wieder zu Hause scheiterten alle Versuche diese Speise, die die Götter des Olymp kreiert haben müssen, zu kopieren. Es schmeckte immer zu säuerlich und zu quarkig, obwohl die Herstellung simpel ist. Einfach Joghurt, Quark (das ist regional unterschiedlich und somit Geschmackssache), Gurke, Knoblauch und Olivenöl zusammen rühren. Was ich damals nicht wusste - der Joghurt ist das Entscheidende. Joghurt hat bei uns maximal 3,5 % Fett, der griechische dagegen 10%. Diese paar Prozent machen aber tatsächlich den Unterschied. Früher war das Angebot in den Supermärkten noch nicht so vielfältig. Heute bekommt man eine große Auswahl an Lebensmitteln aus aller Herren Länder. Auch den fetten griechischen Joghurt. Seitdem gelingt der Tzatziki so wie er sein soll.
Ich nehme für Tzatziki, der nach Urlaub schmeckt:
500 g griechischen Joghurt
100-150 g Magerquark
etwa eine halbe Salatgurke ohne Kerne
3-4 Knoblauchzehen
einen Schuss gutes Olivenöl
Salz, Pfeffer
Joghurt und Quark in eine Schüssel geben. Die Gurke vierteln, entkernen und raspeln. Wer das noch wie ich mit der Hand macht - auf die Finger aufpassen. Das letzte Fiddelchen Gurke lieber so essen.
Die Knoblauchzehen sehr fein hacken. Mit einem Wiegemesser für Kräuter geht das hervorragend.
Alle Zutaten mit einem Schuss Olivenöl zusammen rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Am besten schmeckt der Tzatziki, wenn er eine paar Stunden im Kühlschrank durchgezogen ist. Wer mag, gibt vor dem Servieren noch schwarze Oliven und zusätzlich etwas Olivenöl oben drauf. Mit Fladenbrot die perfekte Beilage zu Gegrilltem.
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