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12. September 2019

Alltag


Heute ist der 12. und man trifft sich wieder traditionell bei Frau Kännchen, um über Alltagsdinge zu plaudern. 

Dieser Strauß war letzte Woche noch ein Großer. Das bisschen, das  zu schade für die Tonne war,  reicht nur noch für ein kleines Milchkännchen. Aber Minimalismus ist ja im Moment sowieso Trend. 




Ein spätes Frühstück mit ein bisschen Acrylamid. Friss-dich-dumm-Brot (heißt wirklich so), ein Brot das immer gelingt. Ich Depp habe nur vergessen den Ofen richtig einzustellen. Deshalb musste ich mit der Zeit jonglieren. Es ist jetzt ein bisschen dunkel gebacken, schmeckt aber trotzdem. 




Und weil der Ofen einmal warm war, noch schnell Müsliriegel fürs glutenintolerante Kind hinterher geschoben. Sieht aus wie Vogelfutter, ist aber richtig lecker. Ein bisschen habe ich schon probiert, ähem, also knapp die Hälfte. Gott sei Dank hat die Jeans einen Elastan-Anteil. Damit das Kind auch noch was abkriegt, das Ganze also nochmal.




Müsliriegel selber machen geht wirklich schnell. 

Nüsse, Körner, Haferflocken, Honig und Trockenobst nach Gusto.
Etwas Wasser für die Feuchtigkeit.
Eiweiß zum Binden. 
Die Masse in eine leicht gefettete Auflaufform drücken und dann 20 Minuten in den Backofen.

Schon mal alles raus gestellt, was für die Tochter bestimmt ist. Ist das bei euch auch so? Das Kind kommt mit einem Täschchen an und fährt mit einem Koffer wieder nach Hause. 





Der Regenschirm wird wohl demnächst bei vielen Ausflügen dabei sein. Aber wohin mit dem nassen Ding, wenn das Gepladder von oben aufhört? Am besten wieder in die Tasche packen. Aber triefnass? Aus einem Rest beschichteten Stoff hab ich eine wasserdichte Hülle genäht. Geht ruckizucki und lässt sich nebenher erledigen.




Im Eifer des Gefechts die Pötte verwechselt. Mich wundert, dass das nicht schon öfter passiert ist. Immerhin passt die Stoffklammer farblich zur Tasse.



Meine Sammlung für Geschenkverpackungen wächst. In drei Monaten ist es schließlich schon wieder soweit. Kann das sein? Nur noch drei Monate bis Weihnachten? Mir sind noch gar keine Lebkuchen und Spekulatius immer Supermarkt begegnet. Nu müssen die sich aber ranhalten. Oder habe ich den ganzen Kram bloß übersehen?




Den Kaninchen noch was Leckeres bringen. Gut, sie es druff geschrieben haben. Da wär ich ja im Leben nicht drauf gekommen!




Weil gerade die Sonne so schön rauskommt, ernte ich die ersten Äpfel in diesem Jahr und kümmer ich mich noch ein bisschen um den Garten. Ich wünsche euch einen schönen Abend.









Jetzt habe ich Schussel den Beitrag des letzten Monats bei Caro verlinkt und weiß nicht, wie man das rückgängig machen kann. Wundert euch also nicht, wenn ich heute zweimal vertreten bin.

6. September 2019

Zeit für Zwetschgen - Zwetschgenkuchen mit Puddingcreme und Streuseln





Kein Spätsommer ohne Zwetschgenkuchen! Bisher habe ich ihn immer mit Hefeteig gebacken. Essen wir gerne, aber richtig lecker ist Hefeteig nur, wenn er frisch ist. Was übrig bleibt, schmeckt am nächsten Tag bloß noch so la la. Deshalb habe ich dieses Jahr mit der Hefetradition gebrochen und den Zwetschgenkuchen mit einem lockeren Mandel-Mürbeteig gebacken und um dem Kalorienkonto noch eins drauf zu setzen, den Zwetschgen zusätzlich ein Puddingbett bereitet. 






Für den Teig

  • 250 g Butter oder Margarine 
  • 150 g Zucker 
  • 1 Ei 
  • 375 g Mehl 
  • 50 g geriebene Mandeln oder Nüsse 
  • 2 gestrichene Teelöffel Backpulver

Butter, Zucker und Ei verrühren. Mehl mit Backpulver und Mandeln oder Nüssen mischen und unterkneten. 
Den Teig etwa 1 Stunde kalt stellen.

Für die Puddingcreme 

  • 500 ml Milch 
  • 35 g Stärke 
  • 2 Esslöffel Zucker 
  • 1 - 2 Eigelb 
  • optional 1/2 Vanilleschote 

Etwas von der Milch abnehmen und die Stärke damit glatt rühren. Eigelb und Vanillemark drunter rühren.
Restliche Milch mit Zucker aufkochen. 
Von der heißen Platte ziehen und die Stärkemilch zügig mit dem Schneebesen unterrühren. Dann unter Rühren noch einmal aufkochen. 
Etwas abkühlen lassen und dabei immer wieder durchrühren. 

Eine Springform oder Auflaufform  fetten oder mit Backpapier auslegen.
Etwas mehr als die Hälfte des Teiges darin verteilen.
Den leicht abgekühlte Pudding auf den Teig streichen. Ganz kalt lässt er sich schlecht verteilen.
Etwa 700 g  Zwetschgen entsteinen und etwas in den Pudding drücken.
Der restliche Teig kommt als Streusel auf den Kuchen. 
Etwa 40 Minuten bei 160 Grad Umluft backen .







Ich liebe den Herbst mit all seinen Früchten und satten Farben, aber warum werde ich sentimentale Kuh auf einmal so wehmütig, wenn der Sommer geht? 
Wenigstens in der Vase wollte ich die Sonne noch ein bisschen festhalten. 




Verlinkt zu  Holunderblütchen und Soulsister meets friends

18. Dezember 2018

Baumkuchen selber backen - nichts für Eilige



Plätzchen habe ich dieses Jahr nicht ein einziges gebacken. Weil ein Rudelmitglied sich glutenfrei ernähren sollte, war ich genug damit beschäftigt, glutenfreie Kuchen und Torten auszuprobieren. Am Kaffeetisch sollen schließlich alle zugreifen können. 
Wat'n Sch....  Ich backe, seit ich vierzehn bin. Aber selbst in meinen Backanfängen ist mir nicht so viel daneben gegangen.

Den Biskuit für unsere traditionelle Festtagstorte mache ich immer in der Schnellversion. Das heißt, Eiweiß und Eigelb werden nicht getrennt, sondern zusammen cremig aufgeschlagen. So habe ich es auch mit glutenfreiem Mehl versucht. War leider für die Tonne.
Glutenfreier Biskuit möchte gerne die aufwändigere Machart mit getrennt aufgeschlagenem Eiweiß.

Eine kleine Auswahl glutenfreies Fertiggebäck kann man kaufen. Nur der Baumkuchen, der absolute Lieblingskuchen, ist nicht dabei. Das ist eine Katastrophe. Der Zeitpunkt, wenn der erste Baumkuchen in den Supermarktregalen liegt, wurde bisher immer geradezu gefeiert. Weil er so glücklich macht, habe ich mich jetzt selber an den Ofen gestellt. 

Trotz Keks-Back-Marathon habt ihr noch Luft? Bitte, hier ist das Rezept:


  • 5 Eier getrennt
  • 200 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 50 ml Rum
  • 125 g Mehl (hat bei mir mit Dinkelmehl und glutenfreier Mischung geklappt)
  • 75 g Speisestärke
  • 2 gestrichene Teelöffel Backpulver

Butter mit Zucker und Salz geschmeidig rühren. Nach und nach Eigelb und Rum unterrühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und ebenfalls unterrühren.
Zum Schluss das sehr steif geschlagene Eiweiß unterheben.
Eine Kasten- oder Auflaufform vorbereiten (fetten oder mit Backpapier auslegen).


Jetzt ist die letzte Gelegenheit nochmal aufs Klöchen zu gehen. Während der Baumkuchen Schicht für Schicht gebacken wird, ist es ratsam, die Nähe des Ofens nicht zu verlassen.

Gebacken wird nur mit Oberhitze oder unter dem Backofengrill.

Eine dünne Schicht Teig in die Form füllen und hellbraun backen. Das dauert ca. 2 - 3 Minuten. Die nächste Teigschicht auf der ersten verteilen und wieder hellbraun backen. Das wird Schicht für Schicht wiederholt, bis der Teig aufgebraucht ist.
Wenn der Kuchen abgekühlt ist, in Streifen schneiden und mit Kuvertüre überziehen. 





Verlinkt zu Creadienstag

16. November 2018

Minigugelhupfe for adults only - Rezept für glutenfreien Rührteig


 


In einer kleinen Konditorei
da saßen wir zwei 
und fraßen für drei
bei Kuchen und Tee

Das Liedgut unserer Eltern bzw. Großeltern. In der seriösen Fassung. Die Spaßversion hat mir einst die beste Freundin meiner Mutter öfter vorgeträllert. Und ich Dreikäsehoch hatte Spaß. 

In der Konditorei Mondarah muss ab jetzt glutenfrei gebacken werden. Aber nicht, weil das landauf, landab gerade unglaublich angesagt zu sein scheint und ich dem Trend gerne folgen möchte. Ein Familienmitglied ist chronisch krank und sollte Gluten so weit wie möglich meiden.

Wegen einer anderen gesundheitlichen Baustelle habe ich Weizenmehl schon vor Jahren aus meiner Küche verbannt und durch Dinkelmehl ersetzt. Das ist überhaupt kein Problem. Weizen lässt sich 1:1 durch Dinkel ersetzen. Das Backergebnis ist gleich und der Geschmack auch.

Beim glutenfreien Mehl wird es kompliziert. Reismehl, Mandelmehl, Maismehl und Co. haben ein ganz anderes Backverhalten. Eben weil ihnen das Klebereiweiß Gluten fehlt. 

Gut gelungen sind mir glutenfreie Eierlikör-Gugelhupfe aus Rührteig. Das im Originalrezept vorgesehene Weizenmehl habe ich durch eine Mischung aus Reismehl, Speisestärke und Tapiokastärke ausgetauscht. 
700 g Reismehl, 200 g Speisestärke und 100 g Tapiokastärke gemischt ergibt einen Grundvorrat von 1 kg Mehl.
Das Rezept taugt also für Normalesser und für Gluten-Intolerante.


Neugierig auf das Rezept für Eierlikör-Gugelhupf? Bitteschön.


  • 5 Eier
  • 250 g Öl (Rapsöl, Sonnenblumenöl, Maiskeimöl)
  • 250 g Eierlikör (Jepp, so viel. Beachte die Überschrift)
  • 230 g gesiebten Puderzucker 
  • 125 g Mehl (Weizen, Dinkel oder die glutenfreie Mischung)
  • 125 g Speisestärke (Auch wenn in der glutenfreien Mischung schon Stärke ist.)
  • 12 g Backpulver

Eier, Öl, Eierlikör und Puderzucker gut verrühren. 
Mehl, Stärke und Backpulver mischen und alles zu einem glatten Teig rühren.
Den Teig in Förmchen füllen und bei 160 Grad Umluft 20 bis 30 Minuten backen. Vorheizen schenke ich mir.

Geärgert habe ich mich, weil meine Schokoladenglasur schon wieder nicht glänzt. Das Wasserbad zum Schmelzen war wieder mal zu heiß. Keine Geduld hat die Frau! Als die verteilt wurde, habe ich mir gerade Kaffee geholt.






Weizenmehl oder Dinkelmehl ist das Universalmehl für alle Teigarten. So unkompliziert ist das bei glutenfreiem Mehl leider nicht. Hefeteig ist mir mit der glutenfreien Mischung gründlich misslungen. Die Konsistenz hatte mit Hefeteig keinerlei Ähnlichlichkeit und geschmeckt hat's auch nicht. Aber ich bleibe dran.

Es ist fast nicht zu glauben, aber die Blümchen habe ich alle aus dem Garten! Mitte November! Während ich meinen Strauß zusammengestellt habe, hat die Nachbarn draußen ihre Weihnachtsbeleuchtung drappiert. Verrückte Welt. Der Natur tun diese Kapriolen bestimmt nicht gut. Gefreut habe ich mich über den kleinen Strauß trotzdem.







Auch zu lesen bei Holunderblütchen und Soulsister


5. Dezember 2017

Tortenkunst




Esst ihr an Festtagen konsequent gesund? Achtet ihr an solchen Tagen auf die Kalorien oder schlagt ihr dann auch mal ein bisschen über die Stränge?
Wir drücken an besonderen Tagen beide Augen ganz fest zu. Auf die Kaffeetafel gehört dann die bei allen Familienmitgliedern beliebte Schoko-Trüffeltorte.


Damit die letzten Tage vor Weihnachten nicht in Stress ausarten, habe ich unsere Familien-Traditions-Torte schon vorgebacken und eingefroren, und zwar nicht nur den Biskuitboden. Ich habe die komplett fertige Torte in den Kälteschlaf geschickt. Das geht tatsächlich ganz hervorragend ohne Geschmacksverlust. Ich friere Kuchen auch oft auf dem Teller ein, auf dem er später serviert werden soll. Bisher hat das Geschirr diese Temperaturschwankungen unbeschadet überstanden.

Woran ich gnadenlos scheitere ist das Dekorieren der Torte. Die Überschrift ist pure Ironie und steht im krassen Gegensatz zu dem, was ich so fabriziere. Ich beneide alle glühend, die locker aus dem Handgelenk in Nullkommanix die schönsten und aufwändigsten Tortenkreationen zaubern. Ich krieg es nicht mal hin, die Creme zu verteilen, ohne dass sich die Spuren vom Tortenmesser abzeichnen. Von gleichmäßigen Cremetupfen, -schlangen, -spiralen ganz zu schweigen. Um die ungleichmäßige Cremedecke zu kaschieren, raspel ich nur Schokoladenspäne auf die Oberfläche. Damit es nicht gar so langweilig und nach "mehr krieg ich nicht hin" aussieht, setze ich noch ein paar möglichst gleichmäßige Cremetupfen an den Rand, und das muss dann langen. Punkt. Mehr Kreativität ist bei mir nicht drin. Mit gaaanz viel Fantasie stellen die hellen Schokoraspeln winterlichen Schnee dar.












Fast hätte ich vergessen, euch das Rezept dieser Kalorienbombe aufzuschreiben.

Biskuitboden: 
5 Eier und 250 g Zucker so lange schlagen, bis eine dicke, gelbe Creme entstanden ist.
150 g Mehl und 1,5 Teelöffel Backpulver unterrühren.
Teig in eine Springform füllen und ca. 40-45 Minuten backen.

Trüffelcreme:
200 g Zartbitterkuvertüre in 1,5 Becher Sahne unter Rühren langsam aufkochen.
130 g Puderzucker einstreuen und unterrühren. Die Masse in eine Schüssel füllen und im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.
Dann 200 g weiche Butter und 1 frisches Eigelb dazugeben und alles zusammen aufschlagen, bis die Masse hell und cremig ist.

Den abgekühlten Biskuit waagerecht durchschneiden und den Boden mit der Trüffelmasse bestreichen. Die zweite Hälfte drauf setzen und die komplette Torte bestreichen. Nach Belieben und Können dekorieren. 

Es kann schon mal passieren, dass Tortencreme gerinnt. Das tut dem Geschmack keinen Abbruch, sieht aber nicht schön aus. Wenn man die Creme im Wasserbad vorsichtig erwärmt und nochmal aufschlägt, wird sie wieder schön glatt.

Verlinkt zu Allie and MeCreadienstag

3. Oktober 2017

Frische Waffeln auch ohne Waffeleisen





Ich bin an der Grenze zum Bergischen Land aufgewachsen. Bergische Waffeln dürfen dort auf keiner Kaffeetafel fehlen, klassisch mit heißen Kirschen und Schlagsahne. Waffeln zu servieren finde ich auch ungemein praktisch, wenn unerwartet Gäste auf der Matte stehen oder einen ganz plötzlich so ein Kuchenhunger überkommt. Der Teig ist blitzschnell zusammengerührt, schnell gebacken und die fertigen Waffeln müssen nicht erst lange abkühlen. Denn warm schmecken sie am allerbesten.

Seit mir mal Waffeln am Eisen richtig festgepappt sind, ist mir die Lust am Waffeln backen gründlich vergangen. Habt ihr schon mal ein Waffeleisen von Grund auf sauber machen dürfen? Spaß geht anders. Die festgebackenen Teigreste abzukriegen ist ziemlich mühselig. Man kann ein elektrisches Waffeleisen ja nicht ins Spülwasser tauchen. Da ich diese Putzaktion nicht wiederholen wollte, kam das Waffeleisen nie wieder zum Einsatz.

Es gibt aber eine Alternativen zum elektrischen Waffeleisen - Silikonformen für den Backofen. Im Vergleich zum Waffeleisen haben sie einige Vorteile. Sie sind billiger, platzsparender zu verstauen und spülmaschinenfest. 
Ob ich sie von Hand zu spülen muss oder in die Spülmaschine geben kann, ist mir letztendlich egal. Beides ist problemlos zu bewerkstelligen und gab für mich den Ausschlag, die Waffelformen zu kaufen.

Der erste Rezept, das ich damit ausprobiert habe, hat mich nicht überzeugt. Die Waffeln waren mir zu trocken. Das leckerste war das Pflaumenkompott, das ich dazu gemacht hatte. Meinem Mann haben die Waffeln geschmeckt. Er hat sich geopfert und alle weggeputzt. Vielleicht auch, weil es so etwas ganz unerwartet und mitten in der Woche gab. 

Ich habe jetzt nochmal ein anderes Rezept ausprobiert. Diese Waffeln haben auch mir geschmeckt. Das lag vielleicht auch mit daran, dass ich das Rezept etwas abgewandelt und einen Teil der erforderlichen Milch durch Baileys ersetzt habe. Alkohol ist ja als Geschmacksgeber immer eine sichere Bank. 

Nach diesem Rezept habe ich die Waffeln gebacken:

- 3 Eier
- 100 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 90 g geschmolzene, abgekühlte
 Butter
- 50 ml Baileys
- 150 ml Milch
- 175 g Mehl
- 1 Teelöffel Backpulver

Eier mit Zucker und einer Prise Salz schaumig rühren. Die geschmolzene Butter mit Milch und Baileys mischen und drunter rühren. Zu Schluss Mehl und Backpulver dazu geben und verrühren.
Die Waffelformen mit Öl auspinseln, den Teig einfüllen und ca. 15 Minuten backen. 












In der Anleitung für die Silikonformen wird empfohlen, die Waffeln nach fünfzehn Minuten Backzeit aus der Form zu lösen und noch weitere fünf Minuten ohne Form zu backen. So sollen sie knusprig und auch die Rückseite gebräunt werden. Knuspriger wurden sie bei mir dadurch nicht. Ich habe sie nach der Backzeit noch kurz in der Pfanne gebraten. Dann war's gut. So kann man auch auf Vorrat gebackene Waffeln wieder auffrischen. 


Sind Waffeln aus dem Ofen empfehlenswert? 

Die besten Waffeln meines Lebens habe ich als Kind bei einer Cousine meiner Mutter gegessen. Sie hatte noch einen alten Kohleofen in der Küche und hat die Waffeln über dem Feuer gebacken. So was Leckeres kriegen wir heute mit unseren modernen Geräten nicht mehr hin. Aber Waffeln im elektrischen Waffeleisen werden auf jeden Fall schön knusprig. 


Die Waffeln aus der Silikonform kommen zwar nicht knusprig aus dem Ofen. Wenn ich sie aber in der Pfanne nachbesser, sind sie für mich eine gute Alternative. 

Die Teigmenge hat für vier Formen gereicht. Ein kleines bisschen ist übrig geblieben. Dafür wollte ich nicht mehr den Backofen heizen und habe den Teig stattdessen in der Pfanne ausgebacken. Optisch kein Kracher, aber geschmeckt hat es trotzdem.

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23. Juni 2017

Kennt ihr Mispeln? Ein unglaublich leckeres Obst - ob zum so essen oder als schnelles Dessert




Ich kaufe gern beim Türken ein. Leider ist der bei uns nicht nur mal schnell um die Ecke. Aber wenn ich gerade in der Nähe bin, statte ich dem Laden immer einen Besuch ab. Man bekommt Obst und Gemüse in guter Qualität, eine schöne Auswahl an Lammfleisch und frische Kräuter zu sensationell günstigen Preisen. 

Neulich habe dort ich in der Obstauslage Mispeln entdeckt. Kannte ich bisher nicht. Da ich aber neugierig bin, habe ich natürlich welche gekauft. 

Es handelt sich hierbei um die japanische Wollmispel, einer Sommerfrucht, die von Mai bis Juni geerntet wird. Nicht zu verwechseln mit der echten Mispel, die erst nach dem Frost genießbar ist.

Das Aussehen erinnert an Aprikosen. Die Früchte müssen geschält werden, da die Schale recht zäh und ledrig ist. Man kann die Schale einfach mit dem Messer abziehen. Das geht ganz leicht. Im Innern befinden sich zwei glatte, braune Kerne, ungefähr in der Größe von Mandeln. Kleine, braune Flecken auf der Schale sind kein Qualitätsmangel, sondern ein Zeichen für den perfekten Reifegrad. 






Der Geschmack ist - ja wie soll ich den beschreiben - irgendwo zwischen Aprikose und Nektarine mit einem ausgewogenen Verhältnis von fruchtiger Säure und angenehmer Süße. Unbeschreiblich lecker!

Momentan ist ja so heiß, dass man am liebsten nur was Kaltes essen mag. Statt Eis gibt es bei uns heute mal griechischen Joghurt mit Honig und dazu gedünstete Mispeln.

Die Mispeln habe ich gepellt und halbiert. (Ringsum einritzen und dann die beiden Hälften gegeneinander drehen). Das Häutchen, das sich unter den Kernen befindet, habe ich mit einem spitzen Messer entfernt. 
Anschließend habe ich ein bisschen Butter in einer beschichteten Pfanne zerlassen und für die karamellige Note etwas braunen Zucker darin schmelzen lassen. Dann habe ich die Mispeln von beiden Seiten leicht angebräunt und bei geschlossenem Deckel knapp weich gedünstet. Ein mitgedünsteter Rosmarinzweig gibt dem Ganzen ein schönes Aroma.

Dann habe ich einfach Joghurt auf einen Teller gegeben, mit Honig berträufelt, die Mispeln dazu und fertig. Ist wirklich fix gemacht und auch bei großer Hitze noch problemlos zu bewerkstelligen. 






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30. April 2017

Rezept für den schokoladigsten Schokokuchen ganz ohne Mehl






Rezepte, die mich in Zeitschriften förmlich anspringen, werden ausgeschnitten, in Prospekthüllen eingetütet und abgeheftet. So auch dieses Rezept für einen Schokoladenkuchen, der so wunderbar schokoladig, saftig und weich ist, wie es besser kaum sein könnte. 

Was mir bei dem Rezept gefällt, es kommt kein einziges Gramm Mehl rein. Der Nachteil ist, man darf den Kuchen eigentlich nur in homöopathischen Dosen genießen. Der wandert sonst ohne Umwege direkt auf die Hüften.





Wenn ihr einem ausgemachten Schokofan diesen Kuchen backt - er wird euch die Füße küssen.

Hier das Rezept:

- 300 g Zartbitterschokolade
- 100 g Butter
- 100 g Zucker 
- 6 Eier getrennt
- 100 g Mandeln

Schokolade in Stücke brechen und im Wasserbad schmelzen.
Butter dazugeben und auflösen.
In eine Rührschüssel füllen und mit dem Zucker verrühren.
Die verquirlten Eigelbe dazugeben und die Mandeln unterrühren.
Eiweiß steif schlagen und unterheben.

Die Teigmenge ist ausreichend für eine Springform mit 24 cm Durchmesser bzw. eine entsprechende Auflaufform.

Ich habe den Kuchen bei 150 Grad Umluft 30 Minuten gebacken.






3. Dezember 2016

Himmlische Engelsküsse - ein Pralinenrezept, das bei uns zu Weihnachten ein Must Have ist




In den meisten Familien wird in der Vorweihnachtszeit ja unglaublich viel Zeit in der Küche verbracht. Und damit meine ich nicht die Parties, bei denen sich irgendwann alles in der Küche trifft, weil da die interessantesten Gespräche geführt werden und die beste Stimmung ist. Nein, es wird gerührt, geknetet und gebacken wie sonst zu keiner Zeit im Jahr. Rezepthefte werden gewälzt, Kekse ausgestochen und am Ende liebevoll verziert. Das alles macht richtig viel Arbeit. Deutlich mehr als wenn mal eben schnell einen Kuchen zusammenrührt und in den Ofen schiebt.

Was bei uns Weihnachten nicht fehlen darf sind Engelsküsse. Das sind mit Amaretto aromatisierte verfeinerte angereicherte Pralinen, die einfach himmlisch schmecken, deshalb Engelsküsse. Außen knackige Schokolade, innen ein weicher, leicht nach Marzipan schmeckender, alkoholhaltiger Kern. Wer Alkohol vollkommen ablehnt, ist hier jetzt raus. Wer Marzipan nicht mag, sollte es trotzdem auf einen Versuch ankommen lassen. Mein Mann, meine Kinder und meine Wenigkeit mögen eigentlich auch alle kein Marzipan. Aber Engelsküsse lieben wir trotz des leichten Marzipangeschmacks. 
Auch die sind nicht nur mal eben schnell zusammengerührt, sondern machen Arbeit. Lohnt sich aber definitiv.

Das sind die Zutaten
- 300 g Löffelbiskuit
- 125 g flüssige Butter
-   75 ml Sahne
- 125 ml Amaretto
- 100 g gemahlene Mandeln

Die Löffelbiskuits müssen richtig fein zerbröselt werden. Normalerweise packt man sie dafür in einen Gefrierbeutel und rollt mit einem Nudelholz drauf rum bis sie zerkrümelt sind.

Wer einen Pürierstab hat, kann das kraftsparender machen. Die Kekse einfach in Stücke brechen, in eine Schüssel geben und die flüssige Butter, die Sahne, und den Amaretto drüber gießen. Alles miteinander vermischen. 





Die Löffelbiskuits saugen sich voll, werden weich und man kann sie mit dem Zauberstab pürieren.



Dann kommt das Ganze erst mal in den Kühlschrank.
Wenn die Masse gut durchgekühlt ist, werden kleine Kugeln daraus gerollt und mit flüssiger Schokolade überzogen. 
Es empfiehlt sich, die Kugeln vor dem schokolieren (heißt das so?) etwas anzufrieren. Dann bleiben sie schön in Form, und die Schokolade wird ratz fatz fest.

Die gerollten Kugeln legt man vor dem Einfrieren am besten auf Backpapier. Dann klebt nix an. Bei den in Schokolade getauchten ist das auch die beste Lösung. Alufolie eignet sich weniger. 
An der Stelle wo sie aufliegen ist oft keine Schokolade. Wen das nicht stört - okay. Ich tupfe die Reste aus der Schüssel auf die nackigen Stellen. Find ich schöner so. 
Wer hat, kann die in Schokolade getauchten Kugeln auf einem Pralinengitter hin und her rollen. Ist zwar mehr Arbeit, gibt aber eine schöne Struktur.




Aus den angegebenen Zutaten lassen sich ein Menge Engelsküsse herstellen. Wer keine große Familie und nicht so viele Leute zu beschenken hat, sollte die Zutaten eventuell halbieren.