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12. März 2020

12 Bilder aus dem Alltag und ein schnelles, einfaches Brötchenrezept


Und wieder versammelt sich alles bei Frau Kännchen

Begrüßt werden wir momentan jeden Morgen vom Gestank, äh Duft, der Lilien. So schön sie auch sind, der Geruch ist echt gewöhnungsbedürftig. So langsam verabschiedet sich eine Blüte nach der anderen. Ihre Tage sind also gezählt.




Habe ich euch schon von meiner Nachbarin erzählt? Nicht? 
Eine liebenswerte Person, sorgt bei mir aber immer wieder für mildes Kopfschütteln. Sie lebt frei nach dem Motto "Planlos geht mein Tag los" und "Et hätt noch immer jot jejange". Um so erstaunter war ich, als sie mir erzählte, dass sie morgens immer frische Brötchen backt. Hä? Echt jetzt? Wie kriegt sie das denn organisiert? Das würde ja eine gewisse Planung voraussetzen. Und das am frühen Morgen. Ich würde ja schon applaudieren, wenn sie dran denken würde, Brot zu kaufen.
Sie hat mir das Rezept verraten. Geht wirklich ratzfatz und braucht nur ein Minimum an Planung und Vorbereitung.

26. November 2019

Orangensirup mit Gewürzen für Glühwein und Punsch




Ein fieser Tag Ende November. Ich habe die Temperatur falsch eingeschätzt und eine zu dünne Jacke an. Die feuchte Abendkälte kriecht die Arme rauf und beißt sich an den Schultern fest. Vom nahen Weihnachtsmarkt steigt mir verlockend Glühweinduft in die Nase. Sobald ich zu Hause bin, werde ich mir auch einen machen. Ich bin so durchgefroren, dass ich an nichts anderes mehr denken kann, als die Decke auf der Couch und ein Glühwein, der von innen wärmt. 

19. November 2019

Herzhafte Muffins für den Hunger zwischendurch




Feierabend! Freunde schauen auf ein Glas Wein oder Bier rein und plötzlich steht auch sie im Türrahmen - die Fresslust. Abendessenzeit ist längst vorbei, aber man möchte noch etwas anbieten. Mit ausreichend Vorbereitungszeit müssen das nicht nur ungesunde Chips oder langweilige Gemüsesticks sein.

12. September 2019

Alltag


Heute ist der 12. und man trifft sich wieder traditionell bei Frau Kännchen, um über Alltagsdinge zu plaudern. 

Dieser Strauß war letzte Woche noch ein Großer. Das bisschen, das  zu schade für die Tonne war,  reicht nur noch für ein kleines Milchkännchen. Aber Minimalismus ist ja im Moment sowieso Trend. 




Ein spätes Frühstück mit ein bisschen Acrylamid. Friss-dich-dumm-Brot (heißt wirklich so), ein Brot das immer gelingt. Ich Depp habe nur vergessen den Ofen richtig einzustellen. Deshalb musste ich mit der Zeit jonglieren. Es ist jetzt ein bisschen dunkel gebacken, schmeckt aber trotzdem. 




Und weil der Ofen einmal warm war, noch schnell Müsliriegel fürs glutenintolerante Kind hinterher geschoben. Sieht aus wie Vogelfutter, ist aber richtig lecker. Ein bisschen habe ich schon probiert, ähem, also knapp die Hälfte. Gott sei Dank hat die Jeans einen Elastan-Anteil. Damit das Kind auch noch was abkriegt, das Ganze also nochmal.




Müsliriegel selber machen geht wirklich schnell. 

Nüsse, Körner, Haferflocken, Honig und Trockenobst nach Gusto.
Etwas Wasser für die Feuchtigkeit.
Eiweiß zum Binden. 
Die Masse in eine leicht gefettete Auflaufform drücken und dann 20 Minuten in den Backofen.

Schon mal alles raus gestellt, was für die Tochter bestimmt ist. Ist das bei euch auch so? Das Kind kommt mit einem Täschchen an und fährt mit einem Koffer wieder nach Hause. 





Der Regenschirm wird wohl demnächst bei vielen Ausflügen dabei sein. Aber wohin mit dem nassen Ding, wenn das Gepladder von oben aufhört? Am besten wieder in die Tasche packen. Aber triefnass? Aus einem Rest beschichteten Stoff hab ich eine wasserdichte Hülle genäht. Geht ruckizucki und lässt sich nebenher erledigen.




Im Eifer des Gefechts die Pötte verwechselt. Mich wundert, dass das nicht schon öfter passiert ist. Immerhin passt die Stoffklammer farblich zur Tasse.



Meine Sammlung für Geschenkverpackungen wächst. In drei Monaten ist es schließlich schon wieder soweit. Kann das sein? Nur noch drei Monate bis Weihnachten? Mir sind noch gar keine Lebkuchen und Spekulatius immer Supermarkt begegnet. Nu müssen die sich aber ranhalten. Oder habe ich den ganzen Kram bloß übersehen?




Den Kaninchen noch was Leckeres bringen. Gut, sie es druff geschrieben haben. Da wär ich ja im Leben nicht drauf gekommen!




Weil gerade die Sonne so schön rauskommt, ernte ich die ersten Äpfel in diesem Jahr und kümmer ich mich noch ein bisschen um den Garten. Ich wünsche euch einen schönen Abend.









Jetzt habe ich Schussel den Beitrag des letzten Monats bei Caro verlinkt und weiß nicht, wie man das rückgängig machen kann. Wundert euch also nicht, wenn ich heute zweimal vertreten bin.

6. September 2019

Zeit für Zwetschgen - Zwetschgenkuchen mit Puddingcreme und Streuseln





Kein Spätsommer ohne Zwetschgenkuchen! Bisher habe ich ihn immer mit Hefeteig gebacken. Essen wir gerne, aber richtig lecker ist Hefeteig nur, wenn er frisch ist. Was übrig bleibt, schmeckt am nächsten Tag bloß noch so la la. Deshalb habe ich dieses Jahr mit der Hefetradition gebrochen und den Zwetschgenkuchen mit einem lockeren Mandel-Mürbeteig gebacken und um dem Kalorienkonto noch eins drauf zu setzen, den Zwetschgen zusätzlich ein Puddingbett bereitet. 






Für den Teig

  • 250 g Butter oder Margarine 
  • 150 g Zucker 
  • 1 Ei 
  • 375 g Mehl 
  • 50 g geriebene Mandeln oder Nüsse 
  • 2 gestrichene Teelöffel Backpulver

Butter, Zucker und Ei verrühren. Mehl mit Backpulver und Mandeln oder Nüssen mischen und unterkneten. 
Den Teig etwa 1 Stunde kalt stellen.

Für die Puddingcreme 

  • 500 ml Milch 
  • 35 g Stärke 
  • 2 Esslöffel Zucker 
  • 1 - 2 Eigelb 
  • optional 1/2 Vanilleschote 

Etwas von der Milch abnehmen und die Stärke damit glatt rühren. Eigelb und Vanillemark drunter rühren.
Restliche Milch mit Zucker aufkochen. 
Von der heißen Platte ziehen und die Stärkemilch zügig mit dem Schneebesen unterrühren. Dann unter Rühren noch einmal aufkochen. 
Etwas abkühlen lassen und dabei immer wieder durchrühren. 

Eine Springform oder Auflaufform  fetten oder mit Backpapier auslegen.
Etwas mehr als die Hälfte des Teiges darin verteilen.
Den leicht abgekühlte Pudding auf den Teig streichen. Ganz kalt lässt er sich schlecht verteilen.
Etwa 700 g  Zwetschgen entsteinen und etwas in den Pudding drücken.
Der restliche Teig kommt als Streusel auf den Kuchen. 
Etwa 40 Minuten bei 160 Grad Umluft backen .







Ich liebe den Herbst mit all seinen Früchten und satten Farben, aber warum werde ich sentimentale Kuh auf einmal so wehmütig, wenn der Sommer geht? 
Wenigstens in der Vase wollte ich die Sonne noch ein bisschen festhalten. 




Verlinkt zu  Holunderblütchen und Soulsister meets friends

1. Februar 2019

Shakshuka auf meine Art




Damit ein Rezept auf jeden Fall den Weg in meine Küche schafft, muss es entweder so schnell und unkompliziert sein, dass das Essen ratzfatz auf dem Tisch steht oder gut vorbereitet werden können.

Die israelische Küche hat ein ganz wunderbar schnelles, einfaches Gericht im Repertoire - Shakshuka. Was wie "Hatschiii" klingt, sind gestockte Eier in Tomatensoße und wird dort hauptsächlich zum Frühstück gegessen. 
Zuerst wird die Tomatensoße gekocht, dann mit einem Löffel Mulden in der Soße geformt und in jede Mulde ein Ei gesetzt. Das lässt man wie Spiegeleier stocken. Dazu gibt es Brot.

Frühstück und warmes Essen - so wach ist mein Magen morgens noch nicht, dass das zusammen geht. Um aus dem Rezept ein gehaltvolleres Mittag- oder Abendessen zu kochen, habe ich noch Blattspinat und Feta dazu gegeben.

Hier meine Variante von Shakshuka:

  • etwas Öl
  • 1 - 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Esslöffel Tomatenmark
  • 2 kleine Dosen stückige Tomaten
  • Salz, Pfeffer
  • Paprikapulver
  • Chilipulver oder Cayennepfeffer
  • einen halben Teelöffel Zucker
  • Spinat (bei mir kam er aus dem Tiefkühler)
  • 1 Packung Feta
  • Eier je nach Hunger

Gekocht wird Shakshuka in einer offenen Pfanne.

  • Die Zwiebeln in Öl anschwitzen. 
  • Knoblauch und Tomatenmark dazu geben und kurz  mitdünsten.
  • Tomaten und Gewürze dazu und das Ganze ohne Deckel etwas einkochen lassen. Rühren, sonst spritzt es.
  • Spinat mit in die Pfanne geben und einen Augenblick köcheln lassen. Der Spinat braucht nicht lange. 
  • Dann den Feta unterrühren.
  • Mit dem Kochlöffel Mulden formen und je ein aufgeschlagenes hinein setzen. Am besten nicht alle Mulden auf einmal formen, sondern alle hübsch nacheinander und sofort ein Ei rein setzen. Sonst zerfließt die Soße wieder schnell zu einer einheitlichen Fläche.
  • Deckel auf die Pfanne und die Eier bei geringer Hitze stocken lassen.













Um dem trüben Wetter die Stirn zu bieten, ziert unseren Esstisch ein pastelliger Frühlingsstrauß. Rosa ist nicht unbedingt meine Lieblingsfarbe. Aber in Verbindung mit den dunklen Ranunkeln geht's dann wieder. Obwohl Schnee liegt habe ich Beiwerk im Garten gefunden. Die Schwimmblätter in der Schale sind Blätter einer Glockenblume.








Verlinkt zu Holunderblütchen und Soulsister

15. Januar 2019

Im Tal der Tränen




Ich stehe seit geraumer Zeit in der Küche und die Tränen fließen. Sie laufen ohne Unterlass. Ich kann nichts dagegen tun. Der Mann sitzt im Wohnzimmer und bekommt von dem Drama nichts mit. Ich putze mir die Nase und gehe mir die Hände waschen. Dabei gucke ich stur auf meine Hände und das fließende Wasser, damit ich mein verheultes, verquollenes Gesicht nicht im Spiegel sehen muss. Meine Zeit, ich habe doch schon deutlich Schlimmeres durchgestanden! Wieso bringt mich ein schnöder Sack Zwiebeln dermaßen aus der Fassung?

Gute eineinhalb Kilo Zwiebeln zu pellen und zu schneiden ist eine Kampfansage an die Tränendrüsen. Ich will Zwiebelkuchen backen. Da ist es mit zwei, drei Zwiebelchen nicht getan.

Und weil Zwiebeln nicht nur ein gesundes Gemüse sind, sondern ihre Inhaltsstoffe auch schleimlösend und entzündungshemmend wirken und hier alles schnieft und hustet, setze ich auch gleich Hustensirup mit an.
Das geht ganz fix. Zwiebeln grob würfeln und abwechselnd mit Kandis in ein Schraubglas schichten. 1 - 2 Tage stehen lassen bis sich der Zucker gelöst hat. Abseihen und mehrmals über den Tag verteilt 1 Teelöffel nehmen. Der Geschmack ist okay.






Zwiebelkuchen lässt sich prima einfrieren. Deshalb mache ich immer gleich ein ganzes Blech.

Hier mein Rezept:

Hefeteig

  • 500 g Mehl
  • Päckchen Trockenhefe
  • etwas Zucker damit die Hefe arbeiten kann
  • 250 ml Milch
  • 100 Butter
  • 1 Ei
  • 1 Teelöffel Salz

Aus den Zutaten (Milch leicht anwärmen, Butter und Ei rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen) den Teig kneten und gehen lassen. Wenn er etwa doppelt so hoch ist, auf einem Backblech ausrollen und nochmals gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Belag zubereiten.

  • Ca. 1,5 kg Zwiebeln in Ringe schneiden und in der Pfanne dünsten.
  • 1 - 1,5 Becher Schmand zufügen
  • 1 Ei drunter rühren
  • Optional 200 g gebratenen Bacon und
  • 100 g Gryère dazugeben.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Bacon und Käse sind schon salzig. Hier also vorsichtig salzen.
Den Belag gleichmäßig auf den Teig streichen und den Zwiebelkuchen bei 160 Grad Umluft etwa 40 Minuten backen.







Schon gewusst? Wenn man die Zwiebeln an der frischen Luft schneidet, bleibt die Heulattacke aus. Ich hab's ausprobiert. Jetzt im Winter finde ich heulen statt frieren aber doch ein klitzekleines bisschen angenehmer.

Verlinkt zu Dings vom Dienstag und Soulsister meets friends

18. Dezember 2018

Baumkuchen selber backen - nichts für Eilige



Plätzchen habe ich dieses Jahr nicht ein einziges gebacken. Weil ein Rudelmitglied sich glutenfrei ernähren sollte, war ich genug damit beschäftigt, glutenfreie Kuchen und Torten auszuprobieren. Am Kaffeetisch sollen schließlich alle zugreifen können. 
Wat'n Sch....  Ich backe, seit ich vierzehn bin. Aber selbst in meinen Backanfängen ist mir nicht so viel daneben gegangen.

Den Biskuit für unsere traditionelle Festtagstorte mache ich immer in der Schnellversion. Das heißt, Eiweiß und Eigelb werden nicht getrennt, sondern zusammen cremig aufgeschlagen. So habe ich es auch mit glutenfreiem Mehl versucht. War leider für die Tonne.
Glutenfreier Biskuit möchte gerne die aufwändigere Machart mit getrennt aufgeschlagenem Eiweiß.

Eine kleine Auswahl glutenfreies Fertiggebäck kann man kaufen. Nur der Baumkuchen, der absolute Lieblingskuchen, ist nicht dabei. Das ist eine Katastrophe. Der Zeitpunkt, wenn der erste Baumkuchen in den Supermarktregalen liegt, wurde bisher immer geradezu gefeiert. Weil er so glücklich macht, habe ich mich jetzt selber an den Ofen gestellt. 

Trotz Keks-Back-Marathon habt ihr noch Luft? Bitte, hier ist das Rezept:


  • 5 Eier getrennt
  • 200 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 50 ml Rum
  • 125 g Mehl (hat bei mir mit Dinkelmehl und glutenfreier Mischung geklappt)
  • 75 g Speisestärke
  • 2 gestrichene Teelöffel Backpulver

Butter mit Zucker und Salz geschmeidig rühren. Nach und nach Eigelb und Rum unterrühren. Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen und ebenfalls unterrühren.
Zum Schluss das sehr steif geschlagene Eiweiß unterheben.
Eine Kasten- oder Auflaufform vorbereiten (fetten oder mit Backpapier auslegen).


Jetzt ist die letzte Gelegenheit nochmal aufs Klöchen zu gehen. Während der Baumkuchen Schicht für Schicht gebacken wird, ist es ratsam, die Nähe des Ofens nicht zu verlassen.

Gebacken wird nur mit Oberhitze oder unter dem Backofengrill.

Eine dünne Schicht Teig in die Form füllen und hellbraun backen. Das dauert ca. 2 - 3 Minuten. Die nächste Teigschicht auf der ersten verteilen und wieder hellbraun backen. Das wird Schicht für Schicht wiederholt, bis der Teig aufgebraucht ist.
Wenn der Kuchen abgekühlt ist, in Streifen schneiden und mit Kuvertüre überziehen. 





Verlinkt zu Creadienstag

16. November 2018

Minigugelhupfe for adults only - Rezept für glutenfreien Rührteig


 


In einer kleinen Konditorei
da saßen wir zwei 
und fraßen für drei
bei Kuchen und Tee

Das Liedgut unserer Eltern bzw. Großeltern. In der seriösen Fassung. Die Spaßversion hat mir einst die beste Freundin meiner Mutter öfter vorgeträllert. Und ich Dreikäsehoch hatte Spaß. 

In der Konditorei Mondarah muss ab jetzt glutenfrei gebacken werden. Aber nicht, weil das landauf, landab gerade unglaublich angesagt zu sein scheint und ich dem Trend gerne folgen möchte. Ein Familienmitglied ist chronisch krank und sollte Gluten so weit wie möglich meiden.

Wegen einer anderen gesundheitlichen Baustelle habe ich Weizenmehl schon vor Jahren aus meiner Küche verbannt und durch Dinkelmehl ersetzt. Das ist überhaupt kein Problem. Weizen lässt sich 1:1 durch Dinkel ersetzen. Das Backergebnis ist gleich und der Geschmack auch.

Beim glutenfreien Mehl wird es kompliziert. Reismehl, Mandelmehl, Maismehl und Co. haben ein ganz anderes Backverhalten. Eben weil ihnen das Klebereiweiß Gluten fehlt. 

Gut gelungen sind mir glutenfreie Eierlikör-Gugelhupfe aus Rührteig. Das im Originalrezept vorgesehene Weizenmehl habe ich durch eine Mischung aus Reismehl, Speisestärke und Tapiokastärke ausgetauscht. 
700 g Reismehl, 200 g Speisestärke und 100 g Tapiokastärke gemischt ergibt einen Grundvorrat von 1 kg Mehl.
Das Rezept taugt also für Normalesser und für Gluten-Intolerante.


Neugierig auf das Rezept für Eierlikör-Gugelhupf? Bitteschön.


  • 5 Eier
  • 250 g Öl (Rapsöl, Sonnenblumenöl, Maiskeimöl)
  • 250 g Eierlikör (Jepp, so viel. Beachte die Überschrift)
  • 230 g gesiebten Puderzucker 
  • 125 g Mehl (Weizen, Dinkel oder die glutenfreie Mischung)
  • 125 g Speisestärke (Auch wenn in der glutenfreien Mischung schon Stärke ist.)
  • 12 g Backpulver

Eier, Öl, Eierlikör und Puderzucker gut verrühren. 
Mehl, Stärke und Backpulver mischen und alles zu einem glatten Teig rühren.
Den Teig in Förmchen füllen und bei 160 Grad Umluft 20 bis 30 Minuten backen. Vorheizen schenke ich mir.

Geärgert habe ich mich, weil meine Schokoladenglasur schon wieder nicht glänzt. Das Wasserbad zum Schmelzen war wieder mal zu heiß. Keine Geduld hat die Frau! Als die verteilt wurde, habe ich mir gerade Kaffee geholt.






Weizenmehl oder Dinkelmehl ist das Universalmehl für alle Teigarten. So unkompliziert ist das bei glutenfreiem Mehl leider nicht. Hefeteig ist mir mit der glutenfreien Mischung gründlich misslungen. Die Konsistenz hatte mit Hefeteig keinerlei Ähnlichlichkeit und geschmeckt hat's auch nicht. Aber ich bleibe dran.

Es ist fast nicht zu glauben, aber die Blümchen habe ich alle aus dem Garten! Mitte November! Während ich meinen Strauß zusammengestellt habe, hat die Nachbarn draußen ihre Weihnachtsbeleuchtung drappiert. Verrückte Welt. Der Natur tun diese Kapriolen bestimmt nicht gut. Gefreut habe ich mich über den kleinen Strauß trotzdem.







Auch zu lesen bei Holunderblütchen und Soulsister


23. Januar 2018

Eier in Senfsoße - Rezept





Weiß heutzutage noch jemand, wie man eine Mehlschwitze macht? Ist diese Art des Kochens in Zeiten von Low Carb, und was weiß ich noch alles, überhaupt noch zeitgemäß? Ich persönlich bin kein großer Fan von Mehlschwitzen. Ich glaube, die Ursache liegt in meiner Kindheit. Wenn meine Mutter früher Koteletts oder Frikadellen machte, gab es als Soße immer eine Mehlschwitze. Die mochte ich nicht. Die hat nach rein gar nix geschmeckt, außer nach Pfeffer. Ich darf das schreiben. Mama hat kein Internet und liest nicht mit :))) 

Aber hier und da koche ich doch eine. Der Mann liebt Eier in Senfsoße. Die Basis für die Soße ist eine Mehlschwitze. Und weil Lieblingsessen, das wahrscheinlich auch Kindheitserinnerungen weckt, kommt das ab und zu auf den Tisch. Die Tochter mag Eier in Senfsoße inzwischen auch recht gerne und hat sich das Rezept zum Nachlesen gewünscht. 
Mit dem Weitergeben meiner Rezepte ist das so eine Sache. Ich koche nach Gefühl. Immer. Selbst, wenn ich ein Rezept ausprobiere, halte ich mich nicht strikt an Zutatenlisten und Mengenangaben. Für die Senfsoße habe ich jetzt mal alle Zutaten möglichst exakt abgemessen. 

- 1 Esslöffel Butter zerlassen 
- 1 gehäuften Esslöffel Mehl dazugeben und unter Rühren anschwitzen.
- 600 ml kalte*! Milch langsam dazugeben und mit dem Schneebesen rühren, rühren, rühren,      damit sich keine Klümpchen bilden. Notfalls den Topf zwischendrin von der heißen Platte          ziehen. Die Soße nochmal aufkochen.
- 2 Esslöffel Senf einrühren. 
- Zum Schluss nach Geschmack salzen
*Mit heißer Milch klumpt die Soße. Mehlschwitzen mit Brühe werden nach dem gleichen Prinzip gekocht. Statt der Milch wird eben Brühe oder eine Mischung aus beidem verwendet.

Dazu gibt es Salzkartoffeln und hartgekochte Eier. Vergesst Superfood! Mehlschwitze klingt zwar furchtbar altmodisch und ungesund. Aber die Kombination aus Kartoffeln und Eiern ist  ernährungstechnisch gesehen ein Dream-Team. Wer noch einen Frischekick braucht, serviert als Beilage Rohkost oder einen Salat. Und schon hat man ein einfaches, schnelles und preisgünstiges Essen.



Ich stelle gerade fest, dass dieses Gericht ähnlich ist wie Papa a la Huancaina. Peru und Deutschland sind doch nicht so weit entfernt.

Für alle Fimschlinge Allergiker und sonstwie Intoleranten: 
Butter lässt sich durch Margarine austauschen. Wer kein Weizenmehl verträgt, hat mit Dinkelmehl seltener Probleme. Und Milch gibt es lactosefrei, Sojamilch, Mandelmilch und was weiß ich noch alles. Dann ist die Soße sogar vegan. Wer die Eier auch weglassen will - probiert mal Blumenkohl dazu.

Noch was. Es wurde mal moniert, dass meine Posts nicht nach Themen sortiert sind. Doch sind sie. Bemängelt hat das jemand, der noch ganz jung und, so sollte man meinen, dann zwangsläufig auch technik-affin ist. Hah, und ich alter Technikdepp konnte helfen. Yesss! Wer mit dem Handy liest und was Bestimmtes sucht - ganz nach unten scrollen und auf "Webversion" klicken. Rechts oben findet man dann die einzelnen Kategorien. Außerdem gibt es in dieser Version ein Suchfeld, in dem man die Überschrift bzw. das Thema eingeben kann.

5. Dezember 2017

Tortenkunst




Esst ihr an Festtagen konsequent gesund? Achtet ihr an solchen Tagen auf die Kalorien oder schlagt ihr dann auch mal ein bisschen über die Stränge?
Wir drücken an besonderen Tagen beide Augen ganz fest zu. Auf die Kaffeetafel gehört dann die bei allen Familienmitgliedern beliebte Schoko-Trüffeltorte.


Damit die letzten Tage vor Weihnachten nicht in Stress ausarten, habe ich unsere Familien-Traditions-Torte schon vorgebacken und eingefroren, und zwar nicht nur den Biskuitboden. Ich habe die komplett fertige Torte in den Kälteschlaf geschickt. Das geht tatsächlich ganz hervorragend ohne Geschmacksverlust. Ich friere Kuchen auch oft auf dem Teller ein, auf dem er später serviert werden soll. Bisher hat das Geschirr diese Temperaturschwankungen unbeschadet überstanden.

Woran ich gnadenlos scheitere ist das Dekorieren der Torte. Die Überschrift ist pure Ironie und steht im krassen Gegensatz zu dem, was ich so fabriziere. Ich beneide alle glühend, die locker aus dem Handgelenk in Nullkommanix die schönsten und aufwändigsten Tortenkreationen zaubern. Ich krieg es nicht mal hin, die Creme zu verteilen, ohne dass sich die Spuren vom Tortenmesser abzeichnen. Von gleichmäßigen Cremetupfen, -schlangen, -spiralen ganz zu schweigen. Um die ungleichmäßige Cremedecke zu kaschieren, raspel ich nur Schokoladenspäne auf die Oberfläche. Damit es nicht gar so langweilig und nach "mehr krieg ich nicht hin" aussieht, setze ich noch ein paar möglichst gleichmäßige Cremetupfen an den Rand, und das muss dann langen. Punkt. Mehr Kreativität ist bei mir nicht drin. Mit gaaanz viel Fantasie stellen die hellen Schokoraspeln winterlichen Schnee dar.












Fast hätte ich vergessen, euch das Rezept dieser Kalorienbombe aufzuschreiben.

Biskuitboden: 
5 Eier und 250 g Zucker so lange schlagen, bis eine dicke, gelbe Creme entstanden ist.
150 g Mehl und 1,5 Teelöffel Backpulver unterrühren.
Teig in eine Springform füllen und ca. 40-45 Minuten backen.

Trüffelcreme:
200 g Zartbitterkuvertüre in 1,5 Becher Sahne unter Rühren langsam aufkochen.
130 g Puderzucker einstreuen und unterrühren. Die Masse in eine Schüssel füllen und im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.
Dann 200 g weiche Butter und 1 frisches Eigelb dazugeben und alles zusammen aufschlagen, bis die Masse hell und cremig ist.

Den abgekühlten Biskuit waagerecht durchschneiden und den Boden mit der Trüffelmasse bestreichen. Die zweite Hälfte drauf setzen und die komplette Torte bestreichen. Nach Belieben und Können dekorieren. 

Es kann schon mal passieren, dass Tortencreme gerinnt. Das tut dem Geschmack keinen Abbruch, sieht aber nicht schön aus. Wenn man die Creme im Wasserbad vorsichtig erwärmt und nochmal aufschlägt, wird sie wieder schön glatt.

Verlinkt zu Allie and MeCreadienstag