18. März 2017

Rettung für die Lieblingsjeans



Jeans sind wunderbar robuste, strapazierfähige Hosen, die so schnell nichts übel nehmen. Auch wenn die Farbe schon etwas ausgewaschen ist, ist sie durchaus noch alltagstauglich. Was meiner Meinung aber auf keinen Fall mehr geht - wenn die Hose am Saum schon völlig abgestoßen ist. 





Bei 17-Jährigen mag das noch cool aussehen. Wenn man allerdings dem Teenageralter schon deutlich entwachsen ist, sieht das einfach nur schlampig aus. 

Eigentlich müsste also eine neue Jeans her. Soo einfach ist das aber nicht immer. Vielleicht ist das gute Stück schon richtig schön "eingewohnt" und man kann sich auf keinen Fall davon trennen. Oder es ist die Hose des Mannes. Das ist dann nochmal eine ganz andere Herausforderung.
Mit Männern Klamotten kaufen ist nicht so einfach. Kennt ihr das auch? Wenn es heißt: "Du brauchst eine neue Hose", bekommt man zur Antwort: "Warum? Ich hab doch eine an." Das war schon bei meinem Vater so. Scheint sich durch alle Generationen zu ziehen.
Ist man gerade sowieso in der Stadt und könnte dann auch gleich nach einer neuen Bux für ihn gucken, nölt er rum: "Och nöö, da bin ich jetzt nicht drauf eingestellt."

Wenn der durchgestoßene Saum die einzige Schwachstelle ist, kann man noch was retten. Die Hose einfach so weit kürzen, dass die kaputte Stelle innen liegt. Das nimmt von der Länge gerade mal einen halben Zentimeter weg. Fällt also überhaupt nicht auf.

Der Saum wird aufgetrennt und so weit umgeschlagen, dass die schadhaften Stellen außen nicht mehr zu sehen sind.




 Ich hatte ein Exemplar, wo die Saumkante stellenweise schon komplett durch war.



Damit die Stelle nach dem umnähen nicht aufklafft, habe ich auf der linken Seite einen schmalen Streifen Vlieseline aufgebügelt. Ich hatte noch einen Rest G700. Das ist ein dünnes Baumwollvlies, das nicht steif ist und sich gut umklappen lässt.



Genäht habe ich genau da, wo auch vorher die Naht war. So fällt die neue Naht überhaupt nicht auf.




Die Hose ist wieder ausgehfein. Der Original-Jeanssaum ist erhalten geblieben. Er ist jetzt lediglich ein bisschen schmaler. Aber so genau guckt eh keiner hin.
Eine Nähmaschine ist nicht zwingend notwendig. Der Saum lässt sich durchaus auch mit der Hand festnähen.




Verlinkt bei einfach. nachhaltig. besser. leben und  Widerstand ist zweckmäßig

4. März 2017

Mein Ordnungshelfer für Gartenwerkzeuge - Jetzt freu ich mich erst recht auf die neue Gartensaison

Gerade haben wir erst Weihnachten gefeiert, und kaum dreht man sich einmal um, ist schon wieder März. Meteorologisch gesehen sind also wir schon im Frühling. Auch wenn wir gerade mit Schmuddelwetter beglückt werden -  die Natur lässt sich davon nicht die Laune vermiesen. Die Frühlingsblumen gucken aus der Erde, die Hortensien zeigen Knospen und auch die Rosen treiben schon aus. Was freu ich mich, wieder im Garten richtig los legen zu können. Gestern war mein erster Tag, den ich mit Gartenarbeit verbracht habe. Die vertrockneten Hortensienblüten und die braunen, abgestorbenen Stängel und Blätter der Stauden habe ich abgeschnitten. Die Gräser zurückgeschnitten, um dem Neuaustrieb Platz zu machen. Für den Rosenschnitt ist es noch zu früh. Wenn die Forsythien blühen, ist dafür der richtige Zeitpunkt. Dann sind normalerweise keine längeren, scharfen Fröste mehr zu erwarten.

Was mich bei der Gartenarbeit nervt - ich suche ständig mein Werkzeug. Gerade habe ich was abgeschnitten, jetzt brauche ich den Unkrautausstecher. Die Schere landet irgendwo auf dem Rasen. Ich wander weiter und suche garantiert bald drauf die Schere. Das sollte anders werden. 
Von GardenGirl gibt es praktische, schicke Taschen, um kleinere Gartenwerkzeuge übersichtlich zu verstauen, sozusagen die Handtasche für den Garten. Fast hätte ich mir eine gekauft. Fast. Gäbe es da nicht den Taschen-Sew-Along von den beiden Katharinas. Was das ist, wird von ihnen hier und hier erklärt. Das Thema für Februar lautete: Nähe dir einen Ordnungshelfer.
Beim Taschen-Sew-Along mach ich mit. Was lag also näher, mir meine Gartentasche selber zu nähen. Ab sofort haben Gartenschere, Unkrautausstecher, Bindedraht usw. ein angemessenes zu Hause. So ist alles schön beisammen und kann von Strauch zu Strauch, von Blümchen zu Blümchen mitwandern. Genäht aus beschichtetem Stoff, damit ihr Schmutz und Feuchtigkeit nichts anhaben können. 










Beschichteten Stoff zu vernähen - davor hatte ich einen Heidenrespekt. Der verzeiht keine Nähfehler. Eine Naht, die nicht so perfekt ist, kann nicht mal eben wieder aufgetrennt werden. Die Löcher würden bleiben. Man muss sich also Mühe geben. Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich die Steppnaht am oberen Rand nochmal aufgetrennt und nicht so knappkantig abgesteppt. Auch hätte ein heller Unterfaden besser zum Innenstoff gepasst. Aber jetzt ist es nun mal so.

Beim Aufnähen der Aussentaschen stand ich vor dem Problem, wie ich die fixieren kann, wenn Stecknadeln ausscheiden, weil sie Löcher hinterlassen und Clips dafür viel, viel zu klein sind. Malerkrepp hat mir hier hervorragende Dienste geleistet.

Den Stoffverbrauch habe ich perfekt berechnet. Bin selber von den Socken. Ich hatte nur einen kleinen Rest übrig. Davon baumelt noch ein kleines Täschchen am Taschenhenkel. Das hat gerade die richtige Größe für ein Päckchen Taschentücher. 



1. Februar 2017

Gemüsebrühe ohne bedenkliche Zusatzstoffe - ganz einfach selber machen

Da steht man am Herd, schnippelt und rührt und brutzelt, kriegt aber keinen Geschmack ans Essen. Irgendwie fehlt der Pfiff. Aber was kann man noch reinkloppen? Salz und Pfeffer ist genug drin.
Ein Löffel Gemüsebrühe und schwupps - schmeckts gleich ganz anders. Besonders zu Suppen und Eintöpfen passt Gemüsebrühe hervorragend. Damit man sie bevorraten kann, eignet sich getrocknete Brühe im Glas perfekt.




Auch wenn es bequem ist fertige Brühe zu kaufen, den leckeren Geschmack kriegt die industriell hergestellte Brühe hauptsächlich durch gesundheitlich bedenkliche, künstliche Geschmacksverstärker. Die sind auf der Zutatenliste gleich am Anfang aufgeführt. Die natürlichen Geschmacksgeber wie Gemüse und Kräuter stehen ziemlich am Ende. Die Zutaten sind in der Reihenfolge ihres Gewichtsanteils aufgelistet. Das heißt also, von den natürlichen Zutaten ist wenig drin, von den ungesunden, überflüssigen dagegen reichlich.

Weil ich keine Lust mehr habe, mir irgendwelches chemisches und mit Füllstoffen angereichertes Zeug einzuverleiben, mach ich mir meine Brühe selbst. 
Außer dem klassischen Suppengemüse, Zwiebeln und Kräutern braucht man noch einen Backofen und einen Mixer.

Ich nehme für meine hausgemachte Brühe

• 1 Knolle Sellerie
• 2 - 4 Möhren
• 4 Zwiebeln
• Liebstöckel und Petersilie nach Lust, Laune und Verfügbarkeit
   (auch Tomaten und Pilze passen gut)

Das Gemüse hobeln oder mit einem scharfen Messer in möglichst dünne Scheiben schneiden und auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten. (Bei der angegebenen Menge braucht man mehr als ein Blech oder man trocknet in mehreren Durchläufen). Bei ca. 80 Grad im Ofen trocknen.
Einen Kochlöffel zwischen die Ofentür klemmen, damit die einen Spalt offen bleibt und die Feuchtigkeit entweichen kann.

Die Gemüsescheiben zwischendurch wenden, damit alles schön gleichmäßig trocknet. Wenn es beim Durchmischen raschelt, ist der Trockenvorgang beendet.



Die getrockneten Zutaten im Mixer schreddern und in Schraubgläser füllen. Da durch den Entzug der Feuchtigkeit nichts schimmeln kann, ist die Brühe nahezu unbegrenzt haltbar. Einen kleinen Vorrat herstellen, und man kann auf Maggi und Co. getrost verzichten.

Da ich das mittlerweile regelmäßig mache, habe ich mir einen Dörrautomat angeschafft. Der nimmt zwar in der Küche Platz weg, dafür ist aber der Backofen nicht blockiert. Und man kann ja nicht nur Suppengemüse trocknen. Selbst getrocknetes Obst ist auch was Wunderbares. Probiert mal getrocknete Ananas - superlecker.














20. Januar 2017

Ofenhandschuhe nähen - was eignet sich als Isolierung? Meine Erfahrungen mit Volumenvlies, Thermolam und Insul Bright





Was mir bei den im Handel erhältlichen Ofen- bzw. Backhandschuhen nie gefallen hat? Entweder sind sie so weit, dass die Hand da irgendwie drin schwimmt. Oder der Daumen ist so kurz, dass man nicht richtig zupacken kann. Oder sie sind insgesamt zu kurz. Wenn man dann mit dem Unterarm an den heißen Backofen kommt, kann das richtig üble Wunden geben. Hatten wir leider schon.

Irgendwann war ich es dann leid, habe ich ein bisschen rumgetüftelt, einen eigenen Schnitt erstellt und mir selber welche genäht.

Man braucht dafür
- einen schönen Baumwollsstoff für den Außenhandschuh
- einen Baumwollstoff für den Innenhandschuh (ich verwende hierfür eine unifarbene, festere       Qualität.)
- isolierendes Material für die Zwischenschicht
- Schrägband oder einen Baumwollstreifen als Randabschluss




Und was ist die perfekte Isolierung?
Manche Näherinnen nehmen dafür günstige Bodenwischtücher vom Discounter. Auch wenn es damit funktioniert, kommt das für mich nicht in Frage. Ich finde, ein Projekt, in das man Zeit, Arbeit und Herzblut investiert, hat mehr als ein Putztuch verdient. Da ich Handschuhe auch für meinen Shop oder als Geschenk nähe, hätte ich mit einem Putzlappen als Innenleben ein blödes Gefühl. Aber das macht jeder wie er mag.

Die ersten selbst genähten Handschuhe habe ich mit herkömmlichem Volumenvlies gefüttert. Das ist ein Material, das eigentlich in jedem Stoffgeschäft erhältlich ist. Weil es so wattig ist, hatte ich Bedenken, ob es überhaupt als Hitzeschutz taugt. Tut es. Verbrannt habe ich mit den Handschuhen noch nicht. Nachteilig ist, dass das Spulenfach der Nähmaschine schnell verfusselt. 


Volumenvlies


Ich bin dann ziemlich bald auf Thermolam und Insul Bright umgestiegen. Beides lässt sich angenehmer verarbeiten als Volumenvlies und fusselt auch nicht so. 

Thermolam ist ein festeres Vlies, das gut isoliert. Um aber wirklich sicher zu gehen, nehme ich eine doppelte Lage.


Thermolam


Insul Bright besteht aus Polyesterfasern mit einer innenliegenden, dünnen Metallfolie, 
ähnlich einer Rettungsdecke.


Insul Bright
Vor dem Pfeil und das, was als dunkle Pünktchen auf dem Bild zu sehen  ist, ist die Metallschicht

Es hat hervorragende Isolierungseigenschaften. Der Nachteil - man bekommt es nicht überall, es ist etwas teurer als Thermolam und es knistert ein bisschen.
Es isoliert wirklich gut und eine Lage würde wahrscheinlich ausreichen. Ich möchte aber nichts riskieren und kombiniere es mit einer zusätzlichen Lage Thermolam oder ich nähe noch eine Lage dickeren Baumwollstoff mit ein.

Mein Erstlingswerk war leider nur für die Tonne. Die Passform war nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte, und auch die Optik ließ noch zu wünschen übrig. Aber mich hat dann der Ehrgeiz gepackt und ich wollte es einfach wissen. Nach diversen aufgetrennten Nähten habe ich jetzt gelernt, dass man, um enge Rundungen perfekt zu nähen, eine sehr kleine Stichlänge wählen sollte. Und irgendwann hatte ich auch meinen Schnitt soweit optimiert, dass ich jetzt endlich zufrieden bin.



3. Dezember 2016

Himmlische Engelsküsse - ein Pralinenrezept, das bei uns zu Weihnachten ein Must Have ist




In den meisten Familien wird in der Vorweihnachtszeit ja unglaublich viel Zeit in der Küche verbracht. Und damit meine ich nicht die Parties, bei denen sich irgendwann alles in der Küche trifft, weil da die interessantesten Gespräche geführt werden und die beste Stimmung ist. Nein, es wird gerührt, geknetet und gebacken wie sonst zu keiner Zeit im Jahr. Rezepthefte werden gewälzt, Kekse ausgestochen und am Ende liebevoll verziert. Das alles macht richtig viel Arbeit. Deutlich mehr als wenn mal eben schnell einen Kuchen zusammenrührt und in den Ofen schiebt.

Was bei uns Weihnachten nicht fehlen darf sind Engelsküsse. Das sind mit Amaretto aromatisierte verfeinerte angereicherte Pralinen, die einfach himmlisch schmecken, deshalb Engelsküsse. Außen knackige Schokolade, innen ein weicher, leicht nach Marzipan schmeckender, alkoholhaltiger Kern. Wer Alkohol vollkommen ablehnt, ist hier jetzt raus. Wer Marzipan nicht mag, sollte es trotzdem auf einen Versuch ankommen lassen. Mein Mann, meine Kinder und meine Wenigkeit mögen eigentlich auch alle kein Marzipan. Aber Engelsküsse lieben wir trotz des leichten Marzipangeschmacks. 
Auch die sind nicht nur mal eben schnell zusammengerührt, sondern machen Arbeit. Lohnt sich aber definitiv.

Das sind die Zutaten
- 300 g Löffelbiskuit
- 125 g flüssige Butter
-   75 ml Sahne
- 125 ml Amaretto
- 100 g gemahlene Mandeln

Die Löffelbiskuits müssen richtig fein zerbröselt werden. Normalerweise packt man sie dafür in einen Gefrierbeutel und rollt mit einem Nudelholz drauf rum bis sie zerkrümelt sind.

Wer einen Pürierstab hat, kann das kraftsparender machen. Die Kekse einfach in Stücke brechen, in eine Schüssel geben und die flüssige Butter, die Sahne, und den Amaretto drüber gießen. Alles miteinander vermischen. 





Die Löffelbiskuits saugen sich voll, werden weich und man kann sie mit dem Zauberstab pürieren.



Dann kommt das Ganze erst mal in den Kühlschrank.
Wenn die Masse gut durchgekühlt ist, werden kleine Kugeln daraus gerollt und mit flüssiger Schokolade überzogen. 
Es empfiehlt sich, die Kugeln vor dem schokolieren (heißt das so?) etwas anzufrieren. Dann bleiben sie schön in Form, und die Schokolade wird ratz fatz fest.

Die gerollten Kugeln legt man vor dem Einfrieren am besten auf Backpapier. Dann klebt nix an. Bei den in Schokolade getauchten ist das auch die beste Lösung. Alufolie eignet sich weniger. 
An der Stelle wo sie aufliegen ist oft keine Schokolade. Wen das nicht stört - okay. Ich tupfe die Reste aus der Schüssel auf die nackigen Stellen. Find ich schöner so. 
Wer hat, kann die in Schokolade getauchten Kugeln auf einem Pralinengitter hin und her rollen. Ist zwar mehr Arbeit, gibt aber eine schöne Struktur.




Aus den angegebenen Zutaten lassen sich ein Menge Engelsküsse herstellen. Wer keine große Familie und nicht so viele Leute zu beschenken hat, sollte die Zutaten eventuell halbieren. 

27. November 2016

Beschneite Tannenzapfen bringen Weihnachtsstimmung ins Haus




Meine Weinachtsdeko habe ich erst einen Tag vor dem 1. Advent hingekriegt. Also auf den letzten Drücker. In der Nachbarschaft leuchten schon seit zwei Wochen die Lichterketten. Da wir hier aber in den letzten Tagen fast frühlingshafte Temperaturen hatten, konnte das bei mir nix werden. Damit ich in Weihnachtsstimmung komme, muss es winterlich kalt sein. Also hab ich die Nachbarn machen lassen, das fast schon vor der Tür stehende Weihnachtsfest ignoriert und erst mal meinen Garten winterfest gemacht - Laub zusammengeharkt, Dahlien ausgegraben und frostfrei eingelagert, Tulpen- und Narzissenzwiebeln gesetzt. Also auch auf den letzten Drücker, denn pünklich zum Advent wurde es hier doch noch frostig kalt. Nu musste ich dekomäßig aber ran, zumal die Jüngste zu Besuch war, die Advent und Weihnachten über alles liebt.


Damit der Winter auch im Haus Einzug hält (nur optisch), habe ich Pinienzapfen und Tannenzapfen beschneit. Das geht ganz unproblematisch mit Zutaten, die man eh im Haus hat. Ich habe aus Wasser und Puderzucker eine dünnflüssige Zuckerlösung angerührt und die Zapfen damit eingepinselt. Überschüssige Flüssigkeit habe ich noch ein bisschen abgeschüttelt und dann die Zapfen mit Puderzucker besiebt. Nachdem alles getrocknet war, habe ich überschüssigen Puderzucker runtergeschüttelt. Viel kam da aber nicht mehr runter. Zu meiner eigenen Überraschung hält der Puderzucker auf den Zapfen erstaunlich gut. Und wenn ich im nächsten Herbst unbeschneite Zapfendeko will, lässt sich das Ganze problemlos wieder abwaschen.







18. November 2016

Laubsauger - für mich die moderne Geißel der Menschheit




Seit Wochen will ich meinen Garten winterfest machen. Aber in der letzten Zeit bin ich irgendwie zu nix gekommen. Heute hab ich eine Regenpause genutzt und wenigstens schon mal einen Anfang gemacht und das Laub vom Rasen geharkt. Muss sein. Wenn das Laub liegen bleibt, kann der Rasen darunter faulen. 




Ein Trend, der in immer mehr Gärten Einzug hält - Laubsauger und Laubbläser.  Diese Radau machende Ungetüme, die einem den letzten Nerv rauben. 

Laubsauger machen nicht nur Krach, sondern schreddern außerdem noch nützliche Insekten. Wenn es ganz blöd läuft, werden sogar kleine Igel mit aufgesaugt und zerstückelt. Eine Vorstellung, die mir kalte Schauer den Rücken runter jagt.

Mit Laubbläsern wird das Laub mit viel Getöse auf einen Haufen gepustet. Für Profis, die kilometerlange Gehwege von Laub befreien müssen, damit sich keiner auf den nassen, rutschigen Blättern auf die Nase legt, ist der Einsatz dieser Geräte vielleicht noch zu rechtfertigen. Aber im kleinen Privatgarten ist eine solche Anschaffung für mich nicht nachvollziehbar. Was spricht dagegen, das Laub nahezu geräuschlos und mit Muskelkraft zusammen zu rechen? Das kann locker die eine oder andere Stunde im Fitnesstempel ersetzen. Man bewegt sich und ist an der frischen Luft. Besser geht es doch gar nicht.



Wenn jemand körperlich angeschlagen ist und niemanden hat, der ihm bei der Gartenarbeit zur Hand gehen kann, bin ich nicht so streng. Der darf datt. Aber bitte nur einen Laubbläser, keinen Laubsauger.


Wie gesagt, vom Rasen muss das Herbstlaub runter. Es muss aber nicht komplett aus dem Garten verschwinden. Man kann es  entweder in einer Gartenecke anhäufeln und bietet so Nützlingen in der kalten Jahreszeit Unterschlupf. Oder man verteilt auf den Beeten eine mehrer Zentimeter dicke Laubschicht. Diese schützt den Boden, und das sich allmählich zersetzende Laub versorgt ihn zusätzlich mit Nährstoffen. Um empfindliche Pflanzen angehäufelt, schützen die herabgewehten Blätter vor strengen Frösten.




Dem ein oder anderen ist der Garten vielleicht nicht ordentlich genug, wenn das Laub nicht fein säuberlich entfernt wird. Unsere kleinen Freunde in der Natur werden es aber danken, wenn der Garten nicht wie geleckt aussieht. Dass sich bei mir auch kleine Krabbeltierte wohl fühlen sollen, habe ich hier ich hier schon mal erzählt.