Habt ihr in eurem Garten auch Buchs? Und, wie sieht er aus? Voll im Saft, perfekt grün, ein Zeugnis eures grünen Daumens? Oder so wie bei mir, braun und kahlgefressen, ein Bild des Jammers?
Besonders in NRW macht seit ein paar Jahren ein kleiner, eher unscheinbarer Falter dem Buchs das Leben schwer - der Buchsbaumzünsler. Dieses kleine Biest legt dreist seine Eier in den Blättern ab. Sind die Raupen geschlüpft, fressen sie erst die Blätter und schließlich auch die Rinde der Ästchen. Wenn es so weit gekommen ist, ist eigentlich nichts mehr zu retten. Man muss reagieren, sobald man die allerersten Fraßstellen entdeckt. Die Raupen und Gespinste mit den Eiern müssen komplett entfernt werden.
Der Handel bietet selbstverständlich chemische Spritzmittel, die Eier und Raupen abtöten sollen. Wie ihr wisst, bin ich kein Freund solcher Mittel. Sie scheinen den Zünsler auch nicht so richtig zu beeindrucken. Bei allen Bekannten, die sie angewendet haben, liegt der Buchs trotzdem im Sterben.
Besser, ihr sammelt die Gespinste mit den Eiern und die Raupen gründlich ab. Oder ihr macht es wie ich - einfach und schnell mit dem Staubsauger. Wenn euch die Nachbarn komisch angucken, was soll's. Umweltschützer stehen da doch drüber.
Aber wie gesagt, man muss schnell reagieren. Bei mir blieb der Zünsler leider unentdeckt und hat meine Buchskugeln quasi über Nacht großflächig kahl gefressen. Ich hätte heulen können! Gott sei dank ist wenigstens die Hecke ist verschont geblieben.
Ohne große Hoffnung, noch was zu retten, habe ich die Buchskugeln weit ins Holz zurück geschnitten. Danach haben sie so richtig jämmerlich ausgesehen. So jämmerlich, dass ich vier Stück ziemlich bald entsorgt habe. Nur die ganz großen Kugeln, um die hat es mir zu leid getan. Die habe ich erstmal stehen lassen. Alle haben geunkt, dass das nichts mehr wird.
Pah! Es ist was geworden! Er ist wieder ausgetrieben! Mein Gärtnerherz hat vor Freude Purzelbäume geschlagen.
Ich fürchte allerdings, auf lange Sicht wird es schwer, Buchs im Garten zu halten. Man hört immer öfter, dass die Leute keine Lust mehr haben, die Pflanzen ständig zu beobachten und gegen die Viecher anzukämpfen. Auch ich schaue mich so langsam schon mal nach Alternativen um.
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Ein Fachwerkhaus im Grünen,
Karminrot