23. Januar 2018

Eier in Senfsoße - Rezept





Weiß heutzutage noch jemand, wie man eine Mehlschwitze macht? Ist diese Art des Kochens in Zeiten von Low Carb, und was weiß ich noch alles, überhaupt noch zeitgemäß? Ich persönlich bin kein großer Fan von Mehlschwitzen. Ich glaube, die Ursache liegt in meiner Kindheit. Wenn meine Mutter früher Koteletts oder Frikadellen machte, gab es als Soße immer eine Mehlschwitze. Die mochte ich nicht. Die hat nach rein gar nix geschmeckt, außer nach Pfeffer. Ich darf das schreiben. Mama hat kein Internet und liest nicht mit :))) 

Aber hier und da koche ich doch eine. Der Mann liebt Eier in Senfsoße. Die Basis für die Soße ist eine Mehlschwitze. Und weil Lieblingsessen, das wahrscheinlich auch Kindheitserinnerungen weckt, kommt das ab und zu auf den Tisch. Die Tochter mag Eier in Senfsoße inzwischen auch recht gerne und hat sich das Rezept zum Nachlesen gewünscht. 
Mit dem Weitergeben meiner Rezepte ist das so eine Sache. Ich koche nach Gefühl. Immer. Selbst, wenn ich ein Rezept ausprobiere, halte ich mich nicht strikt an Zutatenlisten und Mengenangaben. Für die Senfsoße habe ich jetzt mal alle Zutaten möglichst exakt abgemessen. 

- 1 Esslöffel Butter zerlassen 
- 1 gehäuften Esslöffel Mehl dazugeben und unter Rühren anschwitzen.
- 600 ml kalte*! Milch langsam dazugeben und mit dem Schneebesen rühren, rühren, rühren,      damit sich keine Klümpchen bilden. Notfalls den Topf zwischendrin von der heißen Platte          ziehen. Die Soße nochmal aufkochen.
- 2 Esslöffel Senf einrühren. 
- Zum Schluss nach Geschmack salzen
*Mit heißer Milch klumpt die Soße. Mehlschwitzen mit Brühe werden nach dem gleichen Prinzip gekocht. Statt der Milch wird eben Brühe oder eine Mischung aus beidem verwendet.

Dazu gibt es Salzkartoffeln und hartgekochte Eier. Vergesst Superfood! Mehlschwitze klingt zwar furchtbar altmodisch und ungesund. Aber die Kombination aus Kartoffeln und Eiern ist  ernährungstechnisch gesehen ein Dream-Team. Wer noch einen Frischekick braucht, serviert als Beilage Rohkost oder einen Salat. Und schon hat man ein einfaches, schnelles und preisgünstiges Essen.



Ich stelle gerade fest, dass dieses Gericht ähnlich ist wie Papa a la Huancaina. Peru und Deutschland sind doch nicht so weit entfernt.

Für alle Fimschlinge Allergiker und sonstwie Intoleranten: 
Butter lässt sich durch Margarine austauschen. Wer kein Weizenmehl verträgt, hat mit Dinkelmehl seltener Probleme. Und Milch gibt es lactosefrei, Sojamilch, Mandelmilch und was weiß ich noch alles. Dann ist die Soße sogar vegan. Wer die Eier auch weglassen will - probiert mal Blumenkohl dazu.

Noch was. Es wurde mal moniert, dass meine Posts nicht nach Themen sortiert sind. Doch sind sie. Bemängelt hat das jemand, der noch ganz jung und, so sollte man meinen, dann zwangsläufig auch technik-affin ist. Hah, und ich alter Technikdepp konnte helfen. Yesss! Wer mit dem Handy liest und was Bestimmtes sucht - ganz nach unten scrollen und auf "Webversion" klicken. Rechts oben findet man dann die einzelnen Kategorien. Außerdem gibt es in dieser Version ein Suchfeld, in dem man die Überschrift bzw. das Thema eingeben kann.

9. Januar 2018

Kuschelkissen, Seelentröster, Reisebegleiter, Heimwehvertreiber



Den ganzen letzten Sommer über habe ich die Nähmaschine kaum eines Blickes gewürdigt, geschweige denn, mich dran gesetzt. Ganz selten habe ich mal was genäht. Ging einfach nicht. Ich hatte immer das Gefühl, draußen was zu verpassen und habe so viel Zeit wie möglich im Garten verbracht. Aber jetzt ist das Wetter so richtig besch..., die Gartenarbeit ruht. Jetzt sind wir wieder Freunde - die Nähmaschine und ich. Jetzt rattert sie wieder. Als bekennende Nachteule sitze ich oft auch noch nach Mitternacht im Nähzimmer.

Was ungenutzte Besitztümer betrifft, bin ich eher der Typ "brauch ich schon lange nicht mehr, mochte ich noch nie leiden, kann weg". Nur bei Stoffresten, da ist das ganz anders. Da kommt so schnell nix weg. Reststücke werden akribisch gesammelt und sortiert. Kann man ja vielleicht noch mal gebrauchen. Zugegeben, ich sammel mehr als ich am Ende tatsächlich auch vernähe.

Aber dank meiner "Da kann man bestimmt noch was mit machen"-Einstellung konnte ich bei dem Kinderkissen aus dem Vollen schöpfen. Deshalb sitzt im Baum eine Eule, die ich nicht aus Einzelteilen zusammen puzzeln musste. Dann wär es wahrscheinlich auch eine Riesen-Monstereule geworden. Ich hatte es einfacher und konnte die fertige Eule aus einem Stoffstück ausschneiden. Und nur weil ich auch Restchen verwahre, ist unter den Fenstern nicht nur die kahle Hauswand. Meine Stoffsammlung hat auch noch Blumenkästen hergegeben.







Ich habe die Motive nicht mit einem Zickzack-Stich aufgenäht, sondern habe ich mich für den Geradstich entschieden. Ich finde diesen unperfekten Stil, wenn die Ränder leicht ausfransen, recht charmant. Die kleine Eule wäre unter dem Gezackel auch gar nicht zur Geltung gekommen. Damit die Applikationen dauerhaft gut halten, habe ich sie 3 bis 4 mal umrundet. 
Mit einem fix und fertig bedruckten Stoff ist ein Kissen natürlich um ein vielfaches schneller genäht. Macht aber auch nur halb so viel Spaß. Nur schade, dass der Platz auf dem Kissen so begrenzt ist. Ich hätte Material, um eine halbe Stadt mit Leben zu füllen.





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19. Dezember 2017

Geschenke weihnachtlich verpacken




Geschenke verpacken - für manche das Schreckgespenst schlechthin. Sei es, weil es zeitraubend und lästig ist. Oder weil man ein absoluter Verpackungs-Legastheniker ist und jedes verpackte Präsent aussieht, als hätte es ein Bus überrollt.

Ich packe total gerne ein. Gerade Weihnachtsgeschenke einzuwickeln und auch kleine Geschenke ansprechend zu präsentieren, gehört für mich zu den Weihnachtsvorbereitungen einfach dazu. Das soll jetzt nicht heißen, dass meine Verpackungen  zwangsläufig auch besonders originell sind. Aber Gott sei Dank findet man im Internet ganz wunderbare Anregungen. So haben es mir zum Beispiel die Nikolaus-Schlitten mit den Kufen aus Zuckerstangen von Birgit sehr angetan. So etwas in der Art wollte ich auch gerne machen.

Zuckerstangen hatte ich nicht im Haus. Deswegen sind meine Schlitten nur aus Pappe.
Die Schlittenkufen mit den schön geschwungenen Hörnern gibt es als Malvorlage für Kinder im Internet. Ich habe die Konturen auf Reste von Tonkarton übertragen. Die oberen Leisten habe ich umgeknickt und darauf die Latten für die Sitzfläche geklebt. Wenn man die Knickstellen mit der Spitze der Schere ganz leicht anritzt, lässt sich auch etwas dickere Pappe problemlos umbiegen. Um den Schlitten zu stabilisieren, habe ich noch Verstrebungen zwischen die Kufen geklebt. 









Damit der Rodel belastbar genug ist, bestehen die Kufen aus einer doppelten Lage Pappe. Für die Sitzfläche und Verstrebungen habe ich die Pappe sogar vierfach zusammen geklebt. Authentisch ist ein Schlitten natürlich nur mit einer Kordel zum Ziehen.









Im Laufe der Woche widme ich mich noch den restlichen Geschenkverpackungen, werde das Haus weihnachtsfein herrichten und meine Einkäufe für die Feiertage erledigen. Ich bedanke mich ganz herzlich für eure Besuche, für die netten Kommentare, aber  genauso auch fürs stille Mitlesen. Ich wünsche allen ein wunderschönes Weihnachtsfest.
Alles Liebe bis zum nächsten Jahr
Christel

Dieser Post geht zu CreadienstagAllie and meFräulein Pfau

5. Dezember 2017

Tortenkunst




Esst ihr an Festtagen konsequent gesund? Achtet ihr an solchen Tagen auf die Kalorien oder schlagt ihr dann auch mal ein bisschen über die Stränge?
Wir drücken an besonderen Tagen beide Augen ganz fest zu. Auf die Kaffeetafel gehört dann die bei allen Familienmitgliedern beliebte Schoko-Trüffeltorte.


Damit die letzten Tage vor Weihnachten nicht in Stress ausarten, habe ich unsere Familien-Traditions-Torte schon vorgebacken und eingefroren, und zwar nicht nur den Biskuitboden. Ich habe die komplett fertige Torte in den Kälteschlaf geschickt. Das geht tatsächlich ganz hervorragend ohne Geschmacksverlust. Ich friere Kuchen auch oft auf dem Teller ein, auf dem er später serviert werden soll. Bisher hat das Geschirr diese Temperaturschwankungen unbeschadet überstanden.

Woran ich gnadenlos scheitere ist das Dekorieren der Torte. Die Überschrift ist pure Ironie und steht im krassen Gegensatz zu dem, was ich so fabriziere. Ich beneide alle glühend, die locker aus dem Handgelenk in Nullkommanix die schönsten und aufwändigsten Tortenkreationen zaubern. Ich krieg es nicht mal hin, die Creme zu verteilen, ohne dass sich die Spuren vom Tortenmesser abzeichnen. Von gleichmäßigen Cremetupfen, -schlangen, -spiralen ganz zu schweigen. Um die ungleichmäßige Cremedecke zu kaschieren, raspel ich nur Schokoladenspäne auf die Oberfläche. Damit es nicht gar so langweilig und nach "mehr krieg ich nicht hin" aussieht, setze ich noch ein paar möglichst gleichmäßige Cremetupfen an den Rand, und das muss dann langen. Punkt. Mehr Kreativität ist bei mir nicht drin. Mit gaaanz viel Fantasie stellen die hellen Schokoraspeln winterlichen Schnee dar.












Fast hätte ich vergessen, euch das Rezept dieser Kalorienbombe aufzuschreiben.

Biskuitboden: 
5 Eier und 250 g Zucker so lange schlagen, bis eine dicke, gelbe Creme entstanden ist.
150 g Mehl und 1,5 Teelöffel Backpulver unterrühren.
Teig in eine Springform füllen und ca. 40-45 Minuten backen.

Trüffelcreme:
200 g Zartbitterkuvertüre in 1,5 Becher Sahne unter Rühren langsam aufkochen.
130 g Puderzucker einstreuen und unterrühren. Die Masse in eine Schüssel füllen und im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.
Dann 200 g weiche Butter und 1 frisches Eigelb dazugeben und alles zusammen aufschlagen, bis die Masse hell und cremig ist.

Den abgekühlten Biskuit waagerecht durchschneiden und den Boden mit der Trüffelmasse bestreichen. Die zweite Hälfte drauf setzen und die komplette Torte bestreichen. Nach Belieben und Können dekorieren. 

Es kann schon mal passieren, dass Tortencreme gerinnt. Das tut dem Geschmack keinen Abbruch, sieht aber nicht schön aus. Wenn man die Creme im Wasserbad vorsichtig erwärmt und nochmal aufschlägt, wird sie wieder schön glatt.

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19. November 2017

Advent, Advent ein Lichtlein brennt




Früher war mehr Lametta, heute ist mehr Kommerz.
Printen und Lebkuchen kann man kaufen, dann sind gerade mal die Sommerferien vorbei. Mit Weihnachtsdeko nervt der Handel  spätestens im Oktober. Diese allzu frühe Konfrontation mit weihnachtlicher Deko führt meistens dazu, dass ich spätestens Anfang November die Nase davon voll habe und beschließe, dieses Jahr wird nicht dekoriert. Allerhöchstens ein klitzekleines Gesteck auf dem Wohnzimmertisch. Sonst nichts.

Tja, und dann packt es mich ganz plötzlich doch. Dann hau ich in die Vollen. Der Schwibbogen und der Nussknacker müssen auf jeden Fall ins Wohnzimmer. Das ist schließlich echte Handwerkskunst und nicht vom Discounter made in Fernost. Gekauft in einem schnuckeligen Laden bei uns im Ort, der eine stattliche Auswahl solcher Stücke anbietet. Wäre doch ein Jammer, wenn sie in der Adventszeit ihr Dasein im Keller fristen müssten.






Weil ich ja eigentlich nicht dekorieren wollte, wird der Adventskranz immer erst ein oder zwei Tage vor dem ersten Advent gebunden. Also kurz vor knapp. Wenn in der Nachbarschaft schon längst alles auf Weihnachten getrimmt ist, herrscht bei mir Chaos. Man tritt unweigerlich auf Tannennadeln, und überall ist der Dekokram ausgebreitet.

Dieses Jahr nicht! Ich habe fertig! Wenigstens was den Adventskranz betrifft. Das ist dieses Jahr allerdings kein Kranz, sondern eher ein - ja - Gesteck. Was Größeres fürs Wohnzimmer und was Kleines für die Küche. Für das Wohnzimmer dieses Jahr ohne viel Blingbling, sondern mehr Richtung Waldweihnacht.

Das Grundgerüst ist ein Stück Ast, das dem Baumschnitt zum Opfer gefallen ist. Das Holzstück liegt fest auf, kollert nicht hin und her und ist, um Kerzen zu befestigen, perfekt. Nur die Stelle, wo vor Jahren mal ein Ast abgesägt wurde, war nicht sonderlich ansehnlich. Zwar schön von Rinde überwallt, aber fleckig und grau und damit für weihnachtlichen Glanz nicht richtig geeignet.

Also habe ich die oberste Schicht abgesägt. Mit einer sehr fein gezahnten Säge. Ich vermute, jeder Experte - ob tatsächlich oder selbst ernannt - hätte für ein so grobes Holzstück auch eine grobere Säge gewählt. Aber durch die feine Zahnung wurde die Schnittstelle zum Handschmeichler. Unglaublich glatt, fast wie poliert. Die Schnittstelle ist nicht nur sauber und glatt, jetzt kommen auch die unterschiedlichen Holzfarben schön zur Geltung.



Um den Ast habe ich Moos drappiert. Für heimelige Stimmung sorgen Teelichter (finde ich sicherer als normale Kerzen). Dekoriert habe ich mit Zapfen und Pilzen.

Die Kerzengläser haben praktischerweise einen Dorn. So finden sie im Moos und im Stamm sicheren Halt. Im Stamm habe ich freilich Löcher vorgebohrt. Das Moos habe ich vor dem Arrangieren nochmal gründlich gewässert. Damit auch die Zapfen und Pilze gut stehen, habe ich mit Heißkleber Zahnstocher angeklebt. Für ein bisschen winterliche Illusion ein wenig Leim und einen Hauch Puderzucker auf die Zapfen und feddisch.

Das Moos und selbstverständlich auch die Kerzengläser sind gekauft. Die größeren Zapfen habe ich auf Spaziergängen gesammelt. Die kleinen Erlenzapfen, das Aststück und die Zweige stammen aus unserem Garten. Die Pilze sind aus Salzteig. Die Teelichter sind Bienenwachskerzen. Das riecht so gut, wenn sie angezündet werden.














Auch zu sehen bei CreadienstagAllie and meKarminrotGartenwonne

7. November 2017

Durch die Straßen auf und nieder leuchten die Laternen wieder




Früher dachte ich, am Martinstag veranstaltet jede Grundschule und jeder Kindergarten in Deutschland einen Laternenumzug. Ich komme aus dem Rheinland. Da ist das so. Da ist der Martinstag - neben Weihnachten und Geburtstag - ein Highlight im Jahresablauf eines Kindes. In den Tagen davor werden fleißig Laternen gebastelt. Am Martinstag werden Stoßgebete zum Himmel geschickt, dass es bloß nicht regnet und das gute Stück beim abendlichen Umzug keinen Schaden nimmt. Es wird der Dämmerung entgegen gefiebert, damit der Martinszug endlich starten kann. Die leuchtenden Laternen kommen schließlich nur im Dunkeln richtig zur Geltung. 
Auch von unseren inzwischen erwachsenen Kindern existieren noch gebastelte Laternen.






Als unsere Kinder noch ganz klein waren, sind wir von Köln nach Baden-Württemberg gezogen. Und da war das alles ganz anders. Eines Abends im Oktober kam mein Mann nach Hause und wunderte sich, ob denn schon Sankt Martin ist. Er hatte Kinder mit Laternen durch die Nacht laufen sehen. Dort ist es üblich, im Herbst, wenn es abends dunkel ist, sich die Kinder zu schnappen und mit Laternen einen Abendspaziergang zu machen. Sonst nichts. Laterne laufen heißt es dort ganz schlicht. Vereinzelt veranstalten die Kindergärten einen Laternenumzug, die Grundschulen nicht mehr. Die Martinszüge und das stimmungsvolle Drumherum habe ich dort vermisst.

Baden-Württemberg ist für uns schon seit einigen Jahren Geschichte. Wir wohnen jetzt am Niederrhein. Hier schlängelt sich wieder der bunte Laternen-Bandwurm der Schulen und Kindergärten durch die Straßen. Die Anwohner des Zugweges schmücken die Fenster und stellen Lichter auf. 
Hier ist es auch Brauch, dass die Kinder mit ihren Laternen in der Nachbarschaft von Haus zu Haus gehen, Martinslieder singen und und dafür etwas Süßes bekommen. Meistens ziehen die Kinder in kleinen Grüppchen. Ganz selten steht mal ein einzelner Sänger vor der Tür. Dem zoll ich absoluten Respekt. Es gehört schon eine gehörige Portion Mut dazu, den Nachbarn mutterseelenallein ein Lied vorzutragen.

Wir wohnen zwar nicht am Zugweg. Aber dieses Jahr habe ich ein Fensterbild fürs Küchenfenster gebastelt, um singende Kinder willkommen zu heißen. Ich war leider noch nie eine begnadete Bastelfee. Ein Kunstwerk ist es also nicht geworden. Was mich ein bisschen kirre macht, in unsere Küche kommt dadurch jetzt kein Tageslicht. Aber was soll's. Wird ja eh früh dunkel.





Transparentpapier zum Laternen basteln ist übrigens vereinzelt schon ausverkauft.

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2. November 2017

Selbst genähte Taschen - standfest und stabil

                              


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Meine allererste Tasche musste ich mangels Kompetenz streng nach Anleitungsbuch nähen. Ich habe mich auch an die Materialempfehlungen gehalten, um die Tasche zu verstärken. Geraten wurde zu einer Kombination aus S320 und H630 bzw. H640. Von dem Ergebnis war ich maßlos enttäuscht. Das war keine standfeste Tasche, sondern für meinen Geschmack nur ein besserer Beutel. Was für kleinere Taschen und Mäppchen völlig ausreicht, lässt größere Taschen immer noch in sich zusammensacken. 

Ich wollte aber eine stabile, standfeste Tasche nähen. Auf der Suche nach dem richtigen Material bin ich dann in den Weiten des Internet fündig geworden. Soft & Stable heißt der Stoff, der Taschen auch wie Taschen aussehen lässt.

Es handelt sich um einen dünnen Schaumstoff, der auf den Oberstoff genäht wird, leider nicht ganz billig. Für ein Stück in der Größe von 45 cm x 147 cm habe ich 14,50 € bezahlt.
Bei meiner Recherche nach einem günstigeren Preis habe ich gelesen, dass manche Näherinnen Schaumstoff nehmen, den auch die Automobilhersteller verwenden. Dieser Schaumstoff hat die gleiche Dicke wie Soft & Stable, ist aber erfreulicherweise deutlich billiger. Da Versuch bekanntlich klug macht habe ich den Stoff bestellt. Ein Stück in einer vergleichbaren Größe hat mich bei diesem Material gerade mal 2,45 € gekostet. Ein krasser Unterschied. Getestet habe ich ihn bei dieser Tasche.














Aber ist das billigere Material auch genauso gut?
Beide Stoffe haben eine Dicke von 5 mm. Beide lassen sich auch gleich gut verarbeiten. Aber trotz gleicher Dicke ist der Auto-Schaumstoff etwas weicher und labbeliger. Soft & Stable ist fester und verleiht der Tasche dadurch mehr Stabilität.
Wenn ich also standfeste Taschen nähen will, werde ich in Zukunft tiefer in den Geldbeutel greifen. Dann ist Soft & Stable für mich die erste Wahl. Für Taschenmodelle, die lediglich Volumen haben sollen, tut es auch der preiswertere Schaumstoff.

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