6. September 2019

Zeit für Zwetschgen - Zwetschgenkuchen mit Puddingcreme und Streuseln





Kein Spätsommer ohne Zwetschgenkuchen! Bisher habe ich ihn immer mit Hefeteig gebacken. Essen wir gerne, aber richtig lecker ist Hefeteig nur, wenn er frisch ist. Was übrig bleibt, schmeckt am nächsten Tag bloß noch so la la. Deshalb habe ich dieses Jahr mit der Hefetradition gebrochen und den Zwetschgenkuchen mit einem lockeren Mandel-Mürbeteig gebacken und um dem Kalorienkonto noch eins drauf zu setzen, den Zwetschgen zusätzlich ein Puddingbett bereitet. 






Für den Teig

  • 250 g Butter oder Margarine 
  • 150 g Zucker 
  • 1 Ei 
  • 375 g Mehl 
  • 50 g geriebene Mandeln oder Nüsse 
  • 2 gestrichene Teelöffel Backpulver

Butter, Zucker und Ei verrühren. Mehl mit Backpulver und Mandeln oder Nüssen mischen und unterkneten. 
Den Teig etwa 1 Stunde kalt stellen.

Für die Puddingcreme 

  • 500 ml Milch 
  • 35 g Stärke 
  • 2 Esslöffel Zucker 
  • 1 - 2 Eigelb 
  • optional 1/2 Vanilleschote 

Etwas von der Milch abnehmen und die Stärke damit glatt rühren. Eigelb und Vanillemark drunter rühren.
Restliche Milch mit Zucker aufkochen. 
Von der heißen Platte ziehen und die Stärkemilch zügig mit dem Schneebesen unterrühren. Dann unter Rühren noch einmal aufkochen. 
Etwas abkühlen lassen und dabei immer wieder durchrühren. 

Eine Springform oder Auflaufform  fetten oder mit Backpapier auslegen.
Etwas mehr als die Hälfte des Teiges darin verteilen.
Den leicht abgekühlte Pudding auf den Teig streichen. Ganz kalt lässt er sich schlecht verteilen.
Etwa 700 g  Zwetschgen entsteinen und etwas in den Pudding drücken.
Der restliche Teig kommt als Streusel auf den Kuchen. 
Etwa 40 Minuten bei 160 Grad Umluft backen .







Ich liebe den Herbst mit all seinen Früchten und satten Farben, aber warum werde ich sentimentale Kuh auf einmal so wehmütig, wenn der Sommer geht? 
Wenigstens in der Vase wollte ich die Sonne noch ein bisschen festhalten. 




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27. August 2019

Knietablett ganz schnell selbst gemacht





Am Computer arbeiten oder im Internet surfen und dabei bequem auf der Couch sitzen kann sehr gemütlich sein. Die Gemütlichkeit hört aber auf, wenn man Laptop oder Tastatur auf den Knien ausbalancieren muss.


Ich Schlaumeier habe mir für mein Tablet eine klappbare Tastatur gekauft. Fand ich mega praktisch. Wenn sie nicht im Einsatz ist, klein zusammenfaltbar und platzsparend zu verstauen. Der Pferdefuß ist nur, dass ich mir die nicht einfach auf die Knie legen und los tippen kann. Das Klappding braucht eine stabile, feste Unterlage. Ohne diese Stabilisierung tut es, was ich eigentlich so praktisch finde - zusammenklappen.

Anfangs habe ich ein großes Buch drunter gelegt. Funktional aber nicht schön. Und bei Nichtgebrauch lag es dann irgendwo rum. Ein Knietablett, dass mir wirklich gefällt und auch noch einen sympathischen Preis hat, habe ich nirgends gefunden. Selbst wenn, auch das würde bei Nichtgebrauch blöd rum liegen. 


Mein Knietablett ist schnell selbst gemacht, hat eine stabile Einlage und sieht von der Rückseite aus wie ein ganz normales Sofakissen.




Von einem Buch, in das eh keiner mehr einen Blick wirft, habe ich den Buchdeckel abgemacht, ein Kissen in passender Größe genäht und den festen Buchdeckel mit in die Kissenhülle geschoben. Die feste Seite des Kissens ist die Arbeitsfläche, die weiche Rückseite Dekokissen. Der Kissenbezug hat einen Reißverschluss. Wenn er gewaschen werden muss, kann ich ihn leicht abnehmen.
Die Tochter hat sich ein etwas größeres Knietablett gewünscht.  Das hat als Innenleben eine günstige Sperrholzplatte aus dem Baumarkt.







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15. August 2019

Selbst genähte Kühltasche für den Großeinkauf





Ich bin ein Hamster, ein Eichhörnchen, ein auf Nummer-sicher-Geher. Ich habe gerne genug Vorräte in Speisekammer und Gefrierschrank, um für unerwartete Gäste und sonstige Eventualitäten gerüstet zu sein.

Verderbliches und Tiefgefrorenes unbeschadet nach Hause zu bringen, ist gerade bei sommerlichen Temperaturen eine Herausforderung. Die gängigen Kühltaschen finde ich furchtbar unpraktisch. Für das, was ich in unsere Behausung schaffe, sind sie oft zu klein. Und sie haben meist einen Rundum-Reißverschluss. Das nervt! Diese Ringsherum-Zieherei dauert mir zu lange und nie finde ich auf Anhieb den Zipper!

Eine einfache Beuteltasche, ordentlich groß und mit einem Reißverschluss, der nur von rechts nach links läuft, das nenne ich sinnvoll und zweckmäßig. Zu kaufen gibt es meine Wunschkühltasche scheinbar nicht. Ich habe jedenfalls keine gefunden und mir selbst eine Kühltasche genäht.


Vernäht habe ich


- beschichtete Baumwolle als Außenstoff
- ein altes, ausgemustertes Regencape als Innenstoff
- zur Isolierung eine Rettungsdecke und je eine Lage Thermolam und Insul Bright (mit Thermolam und Insul Bright fütter ich auch meine Ofenhandschuhe)

- Gurtband für die Henkel 

Reißverschlüsse, Henkel usw. trenne ich von alten Sachen ab, bevor sie in  den Müll wandern. Irgendwann kann man so was nochmal gebrauchen. 

Am Ende habe mich geärgert, dass ich, wie bei meiner Gartentasche, vergessen habe, einen farblich passenden Unterfaden zu nehmen. 





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7. August 2019

Das Kaninchenzimmer wird schicker



Wir liegen, wie jeden Morgen, dösig auf dem Teppich, als die Frau reinkommt. Uih, sie legt Leckerlies in den Käfig. Nix wie hin. Aber warum macht sie den Käfig zu? Und dann verschiebt sie ihn auch noch. Von dem Geruckel und Geschaukel  wird uns fast schlecht. Und dann geht es richtig los. 


Der olle Schrank, der schon fast 30 Jahre auf dem Buckel hat und auf einer Seite unser Gehege begrenzt, wird auseinander gebaut. Als wir klein waren, haben wir dadran ein bisschen gekratzt und gebissen. Das schleift sie alles weg. Dann putzt sie den Schrank wie eine Verrückte. Mit Entfetter. Aber Fettflecke haben wir da nicht drauf gemacht. Wir sind nämlich nicht fett!! 
Immer wieder steht die Frau auf der Leiter und fuhrwerkt rum. Dann ist sie so groß. Das sind wir nicht gewöhnt. Das macht uns ein bisschen Angst.
Als sie mit der Putzerei fertig ist, rollt sie Farbe auf den Schrank. Nach 4 Stunden erschreckt uns der Wecker. Wieder rollt sie Farbe drauf. So kritisch, wie sie dabei guckt, macht sie das bestimmt nochmal.

Endlich ist sie zufrieden und baut alles wieder zusammen. Neue Möbelgriffe hat sie auch gekauft. Pfff. Für uns hätte der alte Schrank so wie er war gereicht. Aber sie erzählt was von "neuer Schrank, der fast nix gekostet hat". Hauptsache wir dürfen wieder raus. Yippieh! Dann steht die Frau vor dem Schrank und guckt wieder so kritisch. Brabbelt vor sich hin, dass ihr die Türen zu leer sind und sie vielleicht noch schablonieren will. Hoffentlich überlegt sie sich das noch anders!!! Zum Füttern und Knuddeln kann sie ja gerne kommen. Aber sonst wollen wir unsere Ruhe!













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12. Juli 2019

12 Bilder aus dem banalen Alltag

Inzwischen ist der 12. September. Alle, die heute hier gelandet sind, sind das wegen meiner Unfähigkeit, den richtigen Post zu verlinken. Zum Septemberbeitrag geht es hier entlang.

Dass man für Fimschlinge bei Unverträglickeiten viel selber machen und Zutatenlisten genau studieren muss - okay. Aber dass sich die Stoffe, die man eben nicht verträgt, da verstecken, wo man sie im Leben nicht vermuten würde, ist schon krass. Deshalb habe ich heute Frischkäse selber gemacht. So simpel und es geht so schnell!



Weil sich die Famillisch am Wochenende trifft, habe ich noch einen glutenfreien Schokokuchen gebacken. Ohne auch nur einen einzigen Krümel Mehl.



Selbst ist die Frau. Der alte, üsselige Syphon musste ausgetauscht werden. Nu isset wieder schön.




Eine neue Dichtung für den Wandanschluss musste aber noch her. Auf dem Weg zum Baumarkt bin ich noch schnell zum Gärtner abgebogen. Na ja, direkt auf dem Weg lag es nicht. War ein klitzekleiner Umweg.




Die Farbe der Dahlien gefällt mir vor dem weißen Sichtschutz ausgesprochen gut.




Was wäre ein Sommer ohne Sommerblumen in der Vase! Genau, völlig undiskutabel.



Endlich die Zimmerpflanzen umgetopft. Schiebe ich schon ewig vor mir her. Dabei hab ich kaum welche. Wäre also keine große Sache. Die Aloe Vera habe ich nur für medizinische Zwecke. Ich Tollpatsch verbrenne mich relativ oft. Die verbrannte Stelle mit dem Pflanzensaft einreiben und der Schmerz lässt augenblicklich nach.



Frisch gewaschene Teppiche werden  immer äußerst skeptisch inspiziert. Die sollen verdammt noch mal nach Hase riechen! 





Himmel, was koche ich heute nur wieder. Inspiration hole ich mir mal nicht aus dem Internet, sondern old school aus dem Kochbuch.



Ich hätte ja soo gerne eine Kitchen Aid. So ein megaschickes Teil, was in der Küche richtig was hermacht. Aber dieses alte Schätzchen will einfach nicht kaputt gehen.



Die Mirabellen sind reif. Nächste Woche wird Marmelade gekocht. 



Und wen interessiert das alles? Auf jeden Fall Frau Kännchen

2. Juli 2019

Küchen-Makeover




In der Küche wohnen Seele und Herz des Hauses.  Hier wird nicht nur der Bauch gefüllt, hier wird gelacht, diskutiert, Tränen vergossen, sei es vor Kummer oder vor Freude, und manchmal wird hier sogar getanzt. Schließlich finden in der Küche ja bekanntlich die besten Parties statt.

Unsere Küche im 90er-Jahre-Kunststoff-Bucheoptik-Chic bot für meinen Geschmack nicht mehr den richtigen Rahmen für all dies. Mir war sie schon lange zu trutschig. Hell und moderner, so wollte ich sie gerne haben. Die spontane Reaktion des Mannes: "Was ist an der Küche falsch???" Außer der Optik nix. Wegschmeißen wollte ich sie ja auch nicht. Nur ein bisschen aufpeppen. Im Internet habe ich Farbe gefunden, die ohne vorheriges mühsames Schleifen hält. Irgendwann gab sich der Mann geschlagen und ich durfte Pinsel und Farbrolle schwingen. Aber ich bin sicher, wirklich getraut hat er der Sache nicht und sich in Gedanken schon eine neue Küche kaufen sehen.

Um die Farbe auszusuchen habe ich Farbproben bestellt, Raufasertapete damit bepinselt, an die Schranktüren geklebt, das Ganze ein paar Tage auf mich wirken lassen und dann meine Wunschfarbe gekauft.

Und ab da herrschte Chaos im Hause Mondarah. Von der Küche wurde abgeschraubt, was möglich war. Nur noch eingeschränkt nutzbar blieb sie tagelang kalt. Damit sich keine Fliegen und was sonst noch alles auf die frische Farbe setzen, wurde das Wohnzimmer zur Malerwerkstatt degradiert. Putzen und Staub saugen war nur noch begrenzt möglich und fiel deshalb meist ganz aus. Wird eh überbewertet.

Aber jetzt hat das Chaos endlich ein Ende. Türen und Schubladen sind wieder an Ort und Stelle, der nicht mehr passende Fliesenspiegel ist versteckt, Decke und Wände sind gestrichen. Und der anfangs skeptische Mann ist von der neuen Küche begeistert.












Das und mehr bei Creadienstag und Soulsister meets friends

3. Mai 2019

Es darf heiß hergehen




Das Essen ist fertig. Ich stehe mit der heißen Auflaufform in den Händen parat. Der Tisch ist schon gedeckt. Fast gedeckt. Einer muss noch in die Küche flitzen und einen Untersetzer holen, damit ich die heiße Schüssel absetzen kann. 
Bisher waren das ganz simple Korkuntersetzer vom Möbelschweden. Schön fand ich die nie. Deshalb fiel es mir auch nicht schwer, welche zu schreddern, als mein Korkgranulat für den Kochsack nicht ganz ausgereicht hat. 

Jetzt schützt den Tisch vor Heißem ein Rindenbrett aus dem Baumarkt. Auf die passende Länge hat es der Schreiner gebracht. Ich bin nämlich an der Säge ganz, ganz schlecht. Der Schnitt wird nie richtig gerade und es dauert ewig, bis ich endlich durch bin. Glatt geschliffen und geölt wurde es dann aber von mir höchstpersönlich.

Wenn der Job als Hitzeschutz getan ist, darf das Brett als Bühne für Deko stehen bleiben. Ich wüsste auch gar nicht, wo ich es hin räumen sollte. Aktuell schmücken es Blümchen aus dem Garten. Da bediene ich mich selten. Aber Waldmeister und Vergissmeinnicht haben wir reichlich. Da fällt es nicht auf, wenn ich ein paar Stiele für die Vase abzwacke. Die Gänseblümchen bereichern unseren "Qualitätsrasen" nahezu das ganze Jahr. 








Zu sehen auch bei Holunderblütchen und Soulsister