27. Oktober 2018

Herbststimmung am Niederrhein




Goldener Oktober - das schreit nach draußen sein.
Letzten Sonntag konnten wir fast die gesamte Familie unter einen Hut kriegen und sind bei immer noch milden Temperaturen durch den herbstlichen Niederrhein gewandert. Das traumhafte Wetter und die Aussicht auf ein Picknick mit allem Zipp und Zapp trieb alle zeitig aus dem Bett.









Als Picknickplatz boten sich nur aufgestapelte Baumstämme, aber bequem genug zum Sitzen und unseren Proviant auszubreiten.
Zu essen gab es unter anderem den Klassiker - Kartoffelsalat. Der Rheinländer macht ihn mit Mayo. Während unserer Zeit im Hohenlohischen haben wir ihn mit Essig und Öl kennen gelernt. Ich persönlich finde beides nicht soooo toll und habe mal dieses Rezept ausprobiert. Das ist ja mal ein Kartoffelsalat! Superlecker! 





Ausreichend gestärkt ging es weiter und hinter der nächsten Wegbiegung bot sich dieses Bild. War dann auch egal. Normal kann schließlich jeder.




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5. Oktober 2018

12 Gründe, den Herbst zu lieben



                                                                     
                         
"Wie eine unglückliche Liebe geht der Sommer dahin."   
                                                                                                                             (M. B. Hermann)


Wenn man diese Gedichtzeile liest, möchte man fast ein Taschentuch aus der Hosentasche ziehen und sich verstohlen ein paar Tränen abwischen.


Wie schön der Sommer auch war, es gibt genug Gründe, den Herbst zu lieben.


• Die lähmende Hitze ist vorbei. Man schläft wieder gut.

• Beim Essen springt keiner mehr hysterisch auf, weil Wespen um den gedeckten Tisch schwirren.

• Man kann die Abende genießen, ohne von fiesen, kleinen Blutsaugern gepiesackt zu werden.

• Das warme, goldene Licht wirkt wie ein Weichzeichner.

• Bäume und Sträucher tragen ein herrlich buntes Blätterkleid.

• Keine andere Jahreszeit verwöhnt unser Auge mit solch einer Farbenpracht.

• Morgendliche Nebelschwaden verleihen der Natur etwas Mystisches.

• Es macht Spaß, raschelnde Laubhaufen vor sich her zu treten.

• Mit glänzenden Kastanien lässt sich schöne Deko zaubern. Außerdem sind Kastanien tolle Handschmeichler.

• Man kann Drachen steigen lassen (nein, nicht die Schwiegermutter).

• Es ist herrlich, sich vom Herbstwind richtig durchpusten zu lassen. Danach ist es zu Hause doppelt so gemütlich.

• Liebhaber der deftigen Küche kommen wieder auf ihre Kosten und es gibt leckeren Federweißen.









Alle Herbstliebhaber versammeln sich bei der Zitronenfalterin. Was sich in Vasen präsentieren lässt, findet man bei Holunderblütchen, das Glück bei Soulsister





28. September 2018

Herbstliche Gemütlichkeit




Es ist früh am Morgen. Im dösigen Halbschlaf höre ich, wie es an die Fensterscheiben klopft. Es regnet. Nach einem unglaublich heißen, trockenen Sommer endlich lang ersehnter Regen. Einen ganzen Tag lang. Mal leise und sanft, mal heftig und mit Getöse.

Die Hortensien sind in den vergangenen Tagen leider vernachlässigt worden und lassen beleidigt die Blätter hängen. Jetzt recken sie sich wohlig der Nässe entgegen. Nach und nach richten sie sich wieder auf. Puh, Glück gehabt. Nachtragend sind sie offensichtlich nicht. 

Am Tag drauf ist es auch schon wieder vorbei mit dem Regen. Die Sonne scheint als wär nix gewesen. Leugnen lässt sich der Herbst trotzdem nicht. Abends ist es schon empfindlich kühl. Jetzt ist wieder Zeit für dicke Socken, kuschelige Decken, Kerzenlicht. Hat auch was.

Blumen gehören natürlich dazu. In kräftigen, satten Herbstfarben. Bei mir gerne farblich passend zur Couch :-)). Den Strauß für den Wohnzimmertisch habe ich in meiner selbst gebastelten Vase arrangiert. Die Anleitung dafür gibt es hier. Allerdings musste ich nachbessern. Der Haushaltsgummi, der die Zweige zusammenhalten soll, hat seinen Dienst quittiert. Ich habe ihn durch haltbareren Wäschegummi ersetzt. Ich denke, was Hosen auf Bäuchen hält, wird wohl auch vor ein paar Zweigen nicht so schnell kapitulieren. (Gummiband auf die entsprechende Länge schneiden und mit ein paar Stichen zum Ring schließen.)







Das Bild mit dem herbstlich gefärbtem Baum stammt von einem vielseitigen, blutjungen Künstler. Wirkt an der Wand viel schöner als auf dem Foto.



 


Da die Zitronenfalterin ganz jeck auf Farben ist und die Chefin von Holunderblütchen so gerne Blumen mag, geht der Post zu ihnen.

5. September 2018

Think pink




Wann seid ihr das letzte Mal ausgegangen? Ich meine nicht nur ins Kino oder irgendwo auf ein Bier, sondern so richtig. Habt euch in Schale geschmissen, was Feines gegessen, getanzt bis die Schuhe qualmen. Habt vielleicht ignoriert, dass man vom Alkohol auch am nächsten Tag noch was hat und vom guten Essen unter Umständen sogar noch länger. Schon so lange her, dass ihr das gar nicht mehr wisst? Na dann wird es aber mal wieder Zeit!

Das kleine Schwarze nochmal aufbügeln und dem Kerl klar machen, dass die schön eingewohnte Jeans heute vom feinen Zwirn abgelöst wird.

Doch stopp. Mit einem schwarzen Kleid kann man sicher nichts falsch machen. Schwarz wirkt edel und festlich. Aber auch dezent und zurückhaltend. Hej, warum nicht mal mit Farbe ein Statement setzen. 

Und damit alles perfekt und harmonisch aufeinander abgestimmt ist, kriegt der Mann ein Accessoire in der Knallfarbe des Kleides verpasst, eine Fliege oder Krawatte. Doch Vorsicht, das ist nichts für Feiglinge!

In meinem ganz nahen Umfeld gibt es ein männliches Exemplar, der ist in punkto Farbe vor gar nix fies. Ich durfte ihm jetzt eine pinkfarbene Fliege nähen. Die schreit so richtig "hallo, hier bin ich". Zu ihm passt's. Der lebt das. Auch wenn ich die Fliege für einen bestimmten Anlass nähen sollte, bin ich mir sicher, er wird sie öfter ausführen.



Falls jemand die Schuhmarke entziffern kann, dann ist das hier eben Werbung.

Die Zitronenfalterin steht diesen Monat auf Farbe. Deshalb geht dieser Post zu ihr.
Außerdem zur Soulsister und zum Creadienstag

14. August 2018

Mit Birkenstämmen skandinavisches Wohngefühl ins Haus holen





Seit ich denken kann sind Birken meine Lieblingsbäume.
Schon als Kind war ich von ihnen fasziniert. Wie sie dastanden mit ihrer auffällig hellen, oft weißen Rinde. Den zarten gezackten Blättern. Unter Hängebirken schienen an sonnigen Tagen sogar Feen zu tanzen ....

In unserem Garten gibt es keine Birke. Als wir den Garten angelegt haben, war meine Vorliebe für diese Bäume in meinem Gedächtnis leider gerade nicht abrufbar.

Als Ausgleich sind Birkenstämme als Dekoelemente bei uns eingezogen.

Dieses Loch vom Wohnzimmer zum Treppenaufgang stört mich seit wir hier wohnen, und das sind immerhin schon 21 Jahre. Was der Architekt sich bloß dabei gedacht hat! Gut, man hat so auf der Treppe auch etwas Tageslicht, aber schön ist das nicht. Besonders hässlich ist der obere Bereich mit dem vorstehenden Metall-Pinn. Was habe ich schon alles an Pflanzen und Deko aufgefahren, um diesen gestalterischen Fauxpas zu kaschieren! Auf Dauer hat mich nichts davon überzeugt.




Mein Mann, ein absoluter Deko-Legastheniker, hatte neulich die Idee, auf ich seit Jahren warte. Trotz fehlendem Sinn für dekorativen Schnick-Schnack hat er mitbekommen, dass Birkenstämme momentan voll im Trend sind. Mit ein paar schönen Stämmen ließe sich dieses hässliche Loch verschließen.

Trends sind mir persönlich ja schnurzegal. Was mir gefällt kommt ins Haus. Was mir nicht gefällt bleibt eben draußen. Trend hin, Trend her. Für mich ist wichtig, ob ich mir das in ein paar Jahren auch noch angucken mag. Bei Material aus der Natur kann ich mir das immer vorstellen. 

Eben weil Birkendeko jetzt Trend ist, gibt es Stämme überall zu kaufen. 
Auch Baumärkte bieten Birkenstämme an. Allerdings sind sie da durch die Bank offensichtlich recht lieblos behandelt worden und weisen zahlreiche Macken auf. Wir haben sie im Internet bestellt und einwandfreie Birkenstämme erhalten.

Das Loch ist jetzt kaschiert, die Metallkonstruktion der Treppe fällt nicht mehr auf. Es steht und hängt nicht mehr allerlei Klimbim da rum. Das Auge findet Ruhe. 











Verlinkt mit creadienstag

2. August 2018

Sommerliche Clutch aus Wasserhyazinthe - Ein Ikea-Hack




Werbung ohne Auftrag

Sommer. Leichtigkeit. Lange Abende unter freiem Himmel. Cocktails schlürfen. 
Leichte Stoffe in fröhlich bunten Farben auf brauner Haut.
Biergarten. Open-Air-Kino. Haaach....

Und zur luftigen Sommergarderobe findet sich nur die dunkle, große Ledertasche. Passt so gar nicht. Nicht zur Garderobe und nicht zum Sommerfeeling. 

Was helles, freundliches musste her. Nichts buntes. Bunt sind ja schon die Kleider. Dezent und trotzdem ein Hingucker. Und bitte ohne lange Shoppingtour bei der Gluthitze. Wenn ausserdem die Haushaltskasse nicht übermäßig strapaziert würde, wäre es perfekt. 

So viele Wünsche und die gute Fee liegt gerade irgendwo faul am Strand! Musste ich also selber ran. Entstanden ist eine Clutch aus Wasserhyazinthe.

Hierfür habe habe ich zwei Platzsets vom Möbelschweden verarbeitet.
Für den Überschlag habe ich ein Tischset auf die passende Höhe zugeschnitten. Das zweite dient als Taschenkorpus. Hiervon habe ich den oberen dicken Rand abgeschnitten So ließ sich der Überschlag leichter annähen.
Beide Schnittkanten habe ich mit der Overlock versäubert, Stoß an Stoß gelegt und mit einem breiten Zick-Zack-Stich zusammen genäht.
Dann habe ich die Tasche auf die passende Breite geschnitten und die Kanten mit Korkstoff eingefasst. Die kruschtelige Naht, wo Überschlag und Tasche aufeinandertreffen, habe ich ebenfalls mit einem Streifen Korkstoff kaschiert. 




Meine Nähmaschine hat sich mit der dicken Wasserhyazinthe wacker geschlagen. Aber zwei Lagen zusammen nähen - da hätte sie gestreikt. Deshalb habe ich bei den Einfass-Streifen etwas Spiel gelassen und die Clutch auf dem Korkstoff zusammen genäht. 

Einen Knopf aufgenäht (war im zusammen genähten Zustand ein bisschen fummelig), die Verschlusslasche angenäht und feddisch.




Das und mehr bei creadienstagNähfrosch und soulsister meets friends

23. Juli 2018

Tage wie im Paradies




Traumsommer. Randvoll mit warmen, sonnigen Tagen. Der Wunsch, es möge ewig so bleiben.

Solche Sommer gab es, soweit ich mich erinnere, nur in meiner Kindheit. Da hatten wir Freibadwetter, auf das man sich verlassen konnte. Den Eisverkäufer, der Tag für Tag verheißungsvoll bimmelnd die Straßen der Siedlung abfuhr. Ab und an gab es ein kräftiges Gewitter, das uns Kinder ins Haus zwang. Aber sobald es sich verzogen hatte und die Sonne wieder hervorlugte, waren wir wieder draußen.

Und jetzt haben wir ihn wieder, den Traumsommer. Wenn auch mit einem Wermutstropfen. Tagsüber möchte man sich verkriechen und die Hitze aussperren. Die Natur lechzt nach Regen. Die paar Wassersprenger, mit denen die Bauern die Felder bewässern, wirken angesichts der Trockenheit eher wie Deko. Den Gartenschlauch räume ich schon gar nicht mehr weg. So oft, wie der im Einsatz ist, lohnt sich das nicht.

Im Schatten der Bäume lässt sich die Hitze auch tagsüber ganz gut aushalten. Normalerweise kann ich im Garten ganz schlecht still sitzen. Ständig sehe ich was, was getan werden muss. Aber diesen Sommer klappt faulenzen ganz gut. Ich strecke mich im Liegestuhl aus, lasse den Blick nach oben schweifen und kann mich an dem Himmelsblau gar nicht satt sehen.





Ich genieße die langen Abende bei Kerzenschein und Lagerfeuer. Der Herbst darf sich gerne noch ganz viel Zeit lassen.
















Die Himmelsbilder schicke ich zur Zitronenfalterin, den Rest zu KarminrotGartenwonne und zum Sonntagsglück